Karrierekick für SAP-Nachwuchsberater

Feature | 23. Januar 2006 von admin 0

Herr Weber, welche Gründe haben Accenture zu diesem Ausbildungsprogramm für Ihre Berufsanfänger veranlasst?

Weber: Der Trend zur Standardisierung von Softwarelandschaften mit SAP-Lösungen ist weiterhin ungebrochen. Immer mehr Unternehmen stellen in immer mehr Bereichen auf SAP-Anwendungen um. Der dadurch entstehende Bedarf an qualifizierten SAP-Prozessbegleitern auf Projekten übersteigt das Angebot an Ausbildungsplätzen in Deutschland, Österreich und der Schweiz bei weitem. Grund genug für Accenture zu handeln – und selbst die Initiative zu ergreifen. Schließlich benötigen wir heute wie morgen Berater, die unseren Projekten wie auf den Leib geschneidert sind, um genau die Leistungen zu erbringen, die unsere Kunden von uns erwarten.

Herr Interthal, welche Grundidee steht hinter dem Programm?

Interthal: Komprimiertes Wissen ohne Ballast. Die SAP-Softwarelandschaft ist heute so vielfältig, dass ein Berater unmöglich alle Bereiche abdecken kann. Die Teilnehmer bekommen branchenübergreifende und prozessorientierte Kenntnisse zu SAP-Anwendungen vermittelt. Jegliche Redundanzen in den Lerninhalten wurden in Absprache mit Accenture eliminiert.Wir haben gemeinsam mit Accenture eine gute Mischung aus Theorie und Praxis entwickelt, die sich an Beraterprofilen im Markt orientiert. Beispielsweise gab es früher einen spezialisierten Berater für Planung und Optimierung, einen für Fertigungssteuerung und einen für Warenwirtschaft. Heute beantwortet ein einziger Berater für „Planning“ die Frage, wie die Logistikkette in einer spezifischen Branche ausschaut und wie sie in SAP abgebildet wird. Der entsprechende Berater versteht die typischen Prozessketten des Supply Chain Management, etwa in einem Fertigungsbetrieb. Er bindet die Lieferanten ein, legt fest, welche Teile wann und an welchem Ort benötigt werden und errechnet die Bedarfe mit Hilfe einer integrierten Absatzplanung und der Produktionssteuerung. Diese Prozessketten werden dann über mehrere Softwaremodule hinweg abgebildet – etwa Planungsfunktionen aus mySAP Supply Chain Management und Fertigungssteuerung sowie Warenwirtschaftsmodule aus mySAP ERP.

Aus welchen Teilen besteht die Ausbildung?

Weber: Der Lernprozess beginnt mit einer Vor-Ort-Akademie bei Accenture in Kronberg, die in fünf aufeinander aufbauenden Wochen die theoretischen Kenntnisse für das ausgewählte SAP-Themengebiet vermittelt. Diese Theorieausbildung ist eng verknüpft mit einem Accenture-Rahmenprogramm, in dem erfahrene Berater die neuen Mitarbeiter mit den Methoden und Arbeitsweisen unseres Unternehmens vertraut machen. Nach der Akademie gehen die Absolventen in eine fünfmonatige Praxisphase, um ihr Wissen zu vertiefen.

Interthal: In der Akademie erhalten die Teilnehmer die theoretischen Grundlagen, wie man die neuesten SAP-Produkte implementieren und betreiben kann. Eine Fallstudie in der letzten Akademiewoche ermöglicht es den Teilnehmern, das Gelernte am Beispiel eines fiktiven Unternehmens einmal komplett durchzuspielen. Der Abschlusstest dient zur Überprüfung des Wissens.

Welche Zielgruppe adressiert Accenture?

Weber: Hochschulabsolventen mit besten Qualifikationen aus den Studienbereichen Wirtschaft, Informatik und Naturwissenschaft. Wir haben ein hohes Lerntempo und stellen hohe Anforderungen. Deshalb suchen wir zielstrebige junge Menschen, die noch viel erreichen wollen.

Worin liegen die Vorteile für Accenture?

Interthal: Accenture muss für die Ausbildung neuer Mitarbeiter keine Berater mehr von Projekten abziehen und hat den Aufwand zur Durchführung von Trainingsmaßnahmen signifikant reduziert. Die Wartung der Systemumgebung fällt ebenso in den Aufgabenbereich der SAP Consultant Academy, wie die ständige Aktualisierung der Schulungsunterlagen. Der größte Vorteil liegt aber sicherlich darin, dass die Absolventen nach dem Abschluss der Akademie aufgrund ihres Spezialwissens sofort produktiv sind. Weber: Wir haben für die Ausbildung unserer Berufsanfänger einen Standard gesetzt, der durch die Vergabe an einen professionellen Dienstleister vertraglich garantiert ist. Die routinierten Trainer von SAP Education machen uns unabhängig von eigenen Ressourcen und sichern die hohe Qualität der Ausbildung.

Was ist der größte Nutzen für die Teilnehmer?

Weber: Unsere Berufsanfänger werden nicht ins kalte Wasser geworfen, sondern erhalten einen strukturierten Einstieg ins Berufsleben. Sie erlangen fundiertes Fachwissen in kurzer Zeit, können schnell einen tiefen Wissensschatz aufbauen und erwerben begehrte SAP-Zusatzqualifikationen.

Welche Erfolge verzeichnen Sie mit dem Programm?

Weber: Uns erreichen hervorragende Rückmeldungen von unseren Projekten und unseren Kunden. Die Teilnehmer sind hoch motiviert. Aufgrund ihres Wissens gelangen sie schneller in verantwortungsvolle Projektrollen und erreichen binnen kurzem eine hohe Akzeptanz bei unseren Kunden.

Leave a Reply