Mehr Klarheit durch Coaching

11. Oktober 2012 von Shandy Lo 0

Foto: Privat

Astrid Michels (47) ist seit 1. Oktober 2012 als Geschäftsprozessberaterin mit Fokussierung auf SAP bei ai informatics  in Berlin tätig. Vor ihrem Wechsel arbeitete sie in der internen Beratung mit Verantwortung für das Controlling,  IT-Management und dem Aufbau einer Servicegesellschaft bei einer Solarfirma. Anschließend war ihre Überlegung sich selbstständig zu machen. Ein Coaching der Hype-Group half ihr dabei, ihre berufliche Situation neu zu bewerten und eine Tätigkeit zu finden, die ihr Spaß macht und sie beruflich weiterbringt.

SAP.info: Wie kamen Sie auf das Coaching?

Astrid Michels: Ich bin durch einen Zufall auf das Coaching gestoßen. Eigentlich wollte ich mich selbständig machen, wurde aber dann von Frank Rechsteiner von der Hype Group angesprochen, ob ich mir auch eine permanente Stelle in der Beratung vorstellen kann. Wenn ja, würde er mich auf den Weg dorthin bringen.

Wie sah das Coaching aus?

Es waren etwa zwei, drei Monate. Mal war es wöchentlich, dann wieder eine längere Pause. Es ist ein Prozess. Es war eine interaktive Dialogform, die ich als sehr angenehm empfand. Die Inhalte ergaben sich aus den Gesprächen, den darauffolgenden Terminen mit optionalen Angeboten und der resultierenden Selbstreflexion.

Es ist alles sehr spannend, man muss sich  einlassen, indem man offen ist. Das Coachings muss man offen und ehrlich führen, sonst würde man sich ja auch was vormachen.  Man muss es dann reflektieren und in die nächsten Gespräche mitnehmen. Das ist sicherlich kein Spaziergang in dem Sinne oder freie Zeit. Das bedeutet auch Engagement von einem selbst:  Gespräche vorbereiten, nachbereiten, zu Terminen fahren. Erst dann kommt man sukzessiv zu einem stimmigen  Ergebnis.

Wie sind sie an die Bewerbungsgespräche ranggegangen? Anders als zuvor?

Ich habe mich im Coaching auf die Gespräche vorbereitet und klare Linien gesetzt. Was will man und was will man nicht.

Auf der nächsten Seite: Konkrete Tipps für die Karriereplanung

Wann haben Sie sich für die Stelle als Geschäftsprozessberaterin entschieden?

Ich hatte mich auf diverse Aufgaben beworben, wo man als Generalist sehr gefragt ist. Die Expertise, die ich aufzuweisen habe, ist diesbezüglich auch immer sehr gefragt. Ich bin von meiner Ausbildung her aber auch sehr detailgetreu. Während des Coachings wurde diese Diskrepanz klar – zwischen dem Generalist auf der einen und der Detailtreue auf der anderen Seite und zudem welche Möglichkeiten sich daraus für mich ergeben. Deswegen wollte ich eine Stelle mit einem Aufgabengebiet, in welchem ich als Generalist Detailwissen sinnvoll und effektiv  anwenden kann. Eine Aufgabe im Umfeld SAP, wo integratives SAP-Wissen mit detaillierten Kenntnissen der Anforderungen an die Unternehmensprozesse notwendig ist, passt damit  auf mein Profil. Deshalb habe ich mich für die Stelle als SAP-Projektmanagerin mit dem Fokus auf SAP-Geschäftsprozesse entschieden.

Was hatte das Coaching für einen Mehrwert für Sie?

Klarheit. Man realisiert, was man möchte und fokussiert sich dann auf ein Thema. Ich hatte vorher keinen Karriereplan und habe Dinge gemacht, die für mich interessant erschienen. Ich wurde da mehr zu  einem Generalisten. Aufgrund der Gespräche  habe ich mich auf die Stelle zur Prozessberatung mit Anbindung an SAP spezialisiert und sehe da immense Möglichkeiten, die sich dadurch ergeben, nicht nur für mich, sondern auch für den Kunden, um da einen Mehrwehrt zu schaffen.

Welche Tipps können Sie für die Karriere weitergeben?

Ich würde empfehlen, dass man sich seinen eigenen Lebenslauf als Chronik vorlegt inklusive möglicher Alternativen. Wo könnte die Reise hingehen? Dabei sollte man auch die Auswirkungen auf das Privatleben berücksichtigen. Ich würde in Schritten vorgehen: Eine Chronik anlegen, die persönlichen Qualifikationen aufschreiben, Was-wäre-wenn-Situationen und positive und negative Faktoren durchgehen. So bin ich letztlich auch vorgegangen. Ich habe mir bei den potenziellen Arbeitgebern angeschaut was sind harte und weiche Faktoren. Man sollte sich das schriftliche niederlegen, damit es einem für die kritischen Entscheidungsfaktoren klarer wird.

Welches Fazit ziehen Sie?

Ich bin sehr glücklich und freue mich über die neue Stelle. Das Coaching ist kein Fahrplan, den man einfach abarbeiten kann. Es ist ein Prozess, den man durchläuft und es ergeben sich überraschende Ergebnisse.  Im Juni hatte ich noch nicht gedacht, dass ich in Führungsposition bei einem SAP-Anwender beginne oder mich selbstständig mache. Seit August weiß ich für mich, dass doch die SAP-Beratung mit dem notwendigen Managementwissen mich inhaltlich und auch gestalterisch am weitesten bringen kann und auch nie Langeweile aufkommen lässt. In diesem Umfeld  lässt sich auch  Generalistenwissen am besten mit Detailwissen kombinieren.

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