Soccer team in a huddle

Neues Ziel: Klimaneutral bis 2025

Feature | 8. Mai 2017 von Christine Susanne Mueller 0

SAP unterstreicht die eigenen Maßnahmen zum Klimaschutz, einem der von den Vereinten Nationen verabschiedeten 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung bis 2030.

Der Klimawandel betrifft wirklich jeden. „Er verändert die Wirtschaft der einzelnen Länder grundlegend, beeinflusst unser Leben und kann Menschen, die Gesellschaft und Länder heute und sogar in Zukunft teuer zu stehen kommen. … Am schlimmsten trifft es  diejenigen, die sehr arm und benachteiligt sind“, schreiben die Vereinten Nationen. Dieser globalen Problematik entgegenzuwirken, ist für Unternehmen gleichermaßen Verpflichtung und Chance.

Die Abläufe in der weltweiten Wirtschaft und das Leben von Menschen verbessern

Im Sinne der eigenen Unternehmensvision arbeitet SAP daraufhin, Kunden zu helfen, ihre Ressourcenproduktivität zu steigern und ihre CO2-Emissionen zu verringern.

Außerdem hat sich das Unternehmen ehrgeizige interne CO2-Ziele gesteckt. „Der Hebel der SAP, eine nachhaltige Zukunft zu gestalten, liegt zwar vorrangig darin, wie wir Kunden ermöglichen, mit Hilfe unserer Produkte eine positive ökonomische, soziale und ökologische Wirkung zu erzielen. Es war aber schon immer unsere Ambition, mit gutem Beispiel voranzugehen und ein glaubwürdiges Vorbild für ein nachhaltiges Unternehmen zu sein“, so Chief Sustainability Officer Daniel Schmid.

Der Weg von SAP zum klimaneutralen Unternehmen. Klicke auf das Bild, um die Infografik anzuzeigen.

Deshalb nimmt SAP seine ökologische Verantwortung ernst und reduziert seit 2009 aktiv die eigenen Treibhausgasemissionen. Auf diesem Weg hat das Unternehmen bereits wesentliche Meilensteine erreicht (siehe Infographik und Video). 2016 erlangte SAP im Dow Jones Sustainability Index Platz eins unter den Softwareunternehmen und erhielt mit 96 Prozent eine erstklassige Bewertung für seine Klimastrategie (+14 Prozentpunkte im Vergleich zu 2015, Branchendurchschnitt 27 Prozent). Nicht nur das ambitionierte Vorhaben der SAP, seine Treibhausgasemissionen bis 2020 auf das Niveau des Jahres 2000 zurückzuschrauben, trug zu der guten Beurteilung bei. Außerdem wurden die Programme von SAP zur Senkung des CO2-Ausstoßes berücksichtigt. Dazu zählen unter anderem die Initiativen zur Verbesserung der Energieeffizienz (z. B. effizientes Coden) genauso wie der Wechsel der SAP zu 100 Prozent erneuerbarer Energie für die firmeneigenen Gebäude und Rechenzentren. Indem SAP 100 Prozent Grünstromzertifikate für ihre Rechenzentren kauft, hat das Unternehmen schließlich eine „grüne Cloud“ geschaffen, von der Kunden profitieren können.

„Wir sind auf dem besten Wege, unser derzeitiges CO2-Ziel zu erreichen. Wir wollen jedoch noch mehr schaffen: Wir wollen unserer Vorreiterrolle weiter ausbauen und über das Jahr 2020 hinausplanen. Bis 2025 möchten wir bei SAP vollkommen klimaneutral wirtschaften. Das ist der logische nächste Schritt der langfristigen Klima-Strategie der SAP“, betont Daniel.

Bis 2025 möchten wir bei SAP vollkommen klimaneutral wirtschaften. Das ist der logische nächste Schritt der langfristigen Klima-Strategie der SAP.

Vermeiden – Reduzieren – Ausgleichen

Doch wie lässt sich CO2-Neutralität erreichen? Diese Frage beantwortet Global Environmental Manager Marcus Wagner: „SAP wird die bestehenden Initiativen und Programme fortführen, um Energieeffizienz und Innovation zu fördern und dadurch Treibhausgasemissionen zu vermeiden und zu reduzieren. Wir folgen dabei unserem Ansatz ‚Vermeiden – Reduzieren – Ausgleichen‘.“ Das bedeutet:

  1. Vermeiden: Sofern möglich, legt SAP den Schwerpunkt darauf, erst gar keine Treibhausgasemission zu verursachen und beispielsweise virtuelle Kommunikationstechnologie zu nutzen, um so unnötiges Reisen zu vermeiden.
  2. Reduzieren: Falls sich Emissionen nicht vermeiden lassen, versucht SAP, die Energieeffizienz zu verbessern und Treibhausgasemissionen zu reduzieren (z. B. in Bürogebäuden, beim Betrieb von Rechenzentren, mithilfe von Fahrgemeinschaften, Carsharing-Modellen und Elektromobilität).
  3. Ausgleichen: SAP hat vor, bestehende effektive Kompensationsmodelle zur erweitern. Ein Beispiel dafür sind SAP-interne CO2-Preise, die zur Umsetzung von klimaneutralen Bahnreisen und Geschäftsflügen pilotiert wurden. Außerdem ist die Ausweitung von klimaneutralen Tankkarten für Firmenwagen geplant.

Zur klimaneutralen Strategie von SAP gehört auch die Investition in Klimaschutzprojekte wie dem Livelihood Fund. Im Rahmen dieses innovativen Programms werden Finanzmittel für Aufforstungs- und Klimaschutzvorhaben in Afrika, Asien und Lateinamerika gesammelt. SAP hat zugesagt, sich mit 3 Millionen Euro zu beteiligen. „Wir haben positive Erfahrung mit dieser innovativen Form des CO2-Ausgleichs gemacht. Mit dem Fonds werden völlig neue Projekte finanziert, die nicht nur der Umwelt zugutekommen, sondern durch die Förderung nachhaltiger Entwicklung in Dörfern eben auch den Menschen“, so Daniel. „Genau diese Art der Veränderung wollen wir erreichen. Wir wissen, dass es immer sein kann, dass Nachhaltigkeit nicht wirklich gelebt wird. Um das zu vermeiden, haben wir einen Kriterienkatalog zusammengestellt und darin Qualitätsstandards für den Erwerb von Emissionszertifikaten wie den Gold Standard festgehalten. Diese werden wir bei der Auswahl neuer Projekte sorgfältig anwenden.”

Neue Technologien können etwas bewegen

Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) spielt für das UN-Ziel 13 „Maßnahmen zum Klimaschutz“ durchaus eine Rolle, da sich damit Risiken des Klimawandels reduzieren lassen. Laut #SMARTer2030, einer von Global e-Sustainability Initiative (GeSI) und Accenture Strategy durchgeführten Studie, kann man innerhalb der nächsten 15 Jahre den CO2-Ausstoß auf dem Niveau des Jahres 2015 halten, wenn Geschäftsprozesse digitalisiert und Daten für Entscheidungen zur optimierten Ressourcennutzung herangezogen werden. IKT-Lösungen wie Videokonferenzen und intelligentes Gebäudemanagement, auf die auch SAP zurückgreift, könnten die für 2030 prognostizierten weltweiten Treibhausgasemissionen um 19 Prozent reduzieren. Damit ließen sich Energie und Kraftstoff einsparen, vergleichbar mit 25 Milliarden Barrel Öl und einer Reduzierung von 12,1 Gigatonnen Treibhausgasen CO2. Dies entspricht beinahe den zehnfachen Emissionen, die im IKT-Sektor im gleichen Zeitraum verursacht werden.

SAP und die Agenda 2030 der Vereinten Nationen

Im September 2015 haben die Vereinten Nationen die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs, oder auch globale Ziele der Vereinten Nationen) verabschiedet. Im Anschluss daran hat SAP weltweit zusätzliche Ressourcen mobilisiert, um bis 2030 die 17 wichtigen globalen Ziele umzusetzen, die von Bekämpfung von Armut und Krankheiten über den Schutz des Planeten bis hin zum Wohlstand für alle reichen. SAP ist ein Gründungsmitgleid von IMPACT 2030 und der Global Partnership for Sustainable Development Data. Außerdem hat das Unternehmen im ersten Halbjahr 2016 ein interaktives WebBook und eine iPad-App veröffentlicht sowie einen kostenlosen Online-Kurs auf openSAP mit dem Titel „Sustainability through Digital Transformation“ angeboten, um ein Bewusstsein für die SDGs zu schaffen und Beispiele anzuführen, wie die IT dazu beitragen kann.

In einer Untersuchung, die nach der UN-Klimakonferenz in Paris 2015 und dem Pariser Klima-Abkommen veröffentlicht wurde, schätzte SAP, dass man bis 2030 durch den Einsatz digitaler Technologien in wichtigen Branchen wie Versorgungs-, Landwirtschaft und Transportwesen den CO2-Ausstoß um 7,6 Gigatonnen reduzieren könnte. Das sind ganze 63 Prozent der in der #SMARTer2030-Studie erwähnten 12,1 Gigatonnen und bietet damit weiteres Potenzial für SAP, seine Kunden bei Klimaschutzmaßnahmen zu unterstützen. In dieser Hinsicht geht die Reise also weiter.

Tags: , ,

Leave a Reply