Konfektion E setzt auf pmcZulieferer

Feature | 3. September 2003 von admin 0

Die Globalisierung der Weltwirtschaft verlangt heute von mittelständischen Unternehmen, Produkte oder Dienstleistungen nicht nur schnell, reibungslos und in hervorragender Qualität zu liefern, sondern auch bei Veränderungen so flexibel wie möglich zu reagieren. Gerade in der mittelständischen Zulieferindustrie hängt der geschäftliche Erfolg von der Umsetzung dieser Faktoren ab. IT-Lösungen wie die qualifizierte mySAP-All-in-One-Lösung pmcZulieferer der BTC AG aus Neckarsulm unterstützen Firmen dabei.
Die 1984 gegründete Konfektion E Elektronik GmbH hat sich für eine Umstellung auf die SAP-Lösung von BTC entschieden, weil das alte IT-System den Anforderungen nicht mehr gewachsen war. In drei Werken in Deutschland (Marktlustenau bei Crailsheim) und Tschechien (Ostrov und Stare Sedliste) entwickeln und stellen rund 600 Mitarbeiter von Konfektion E Steckverbindungen und Kabelbäume her, mit denen die Automobil-, Luftfahrt- und Elektroindustrie beliefert wird. Im Jahr 2002 setzte der mittelständische Zulieferer 37 Millionen Euro um. Zum Kundenstamm gehören unter anderem namhafte Unternehmen wie Bosch, Siemens VDO MagnaDonelly oder Bühler Motor.

Lückenlose Datenverarbeitung

„Bei den immer komplexer werdenden Anforderungen und Informationsflüssen ist eine lückenlose Datenverarbeitung für die Produktionssteuerung sowie eine werksübergreifende Logistik zwingend notwendig“, formuliert Gerhard Ellinger, IT-Leiter bei Konfektion E, die Anforderungen. „Hier stieß unser altes System an nicht mehr überwindbare Grenzen“, so Ellinger weiter. „Daten zu verarbeiten, war früher aufwändig und extrem zeitraubend, zumal die Produktionssteuerung teilweise manuell über alle drei Werke erfolgte und wenig transparent war“, beschreibt der IT-Spezialist die Defizite. Nach einer internen Evaluierung entschied der Zulieferer, sein vorhandenes System durch ein neues IT-System abzulösen und die von SAP qualifizierte mySAP-All-in-One-Lösung pmcZulieferer der Neckarsulmer BTC einzuführen.
Ausschlaggebend für diesen Entschluss war zum Einen das aus vielen Automotive-Projekten gewonnene Know-how von BTC sowie die bereits seit Jahren realisierten Add-Ons mit praxisgerechten Szenarien für Zulieferer. Zum Anderen „suchten wir eine zukunftsorientierte und kostengünstige Plattform, die mit dem Unternehmen wachsen kann und von einem zuverlässigen Hersteller stammt“, umreißt Stefan Haller, Leiter Einkauf und Logistik bei Konfektion E, die Anforderungen. Das Angebot von BTC für 65 User lag bei 330.000 Euro und umfasste neben den SAP-Lizenzen (mySAP Release 4.6C mit SAP Automotive 3.0 (DI 46C2) unter anderem die Hardware (Compaq Server mit zwei Instanzen (Test + Produktion), das Betriebssystem (Suse Linux), die Datenbank (Oracle), Einführung, Schulung, Beratung und als Extra die Intercompany-Abwicklung. „Nach sorgfältiger Abwägung aller Faktoren“, so Haller weiter, “fiel uns die Entscheidung zugunsten von SAP letztlich leicht, denn sie konnte unsere Anforderungen hinsichtlich des Preis-Leistungsverhältnisses am besten erfüllen.“

Einführung nach Plan

Bereits kurz nach Unterzeichnung des Vertrages Ende Januar 2003, begann BTC mit der Lieferung und Installation des zunächst auf 65 Nutzer ausgelegten Systems, der Go-live-Termin war am 30. Juni. „Möglich wurde diese rasche Umsetzung durch die von BTC angewendete mittelstandsorientierte Einführungsmethodik nach einem 10-Punkte-Plan“, erläutert Torsten Jaretzke, Logistic Consultant und Projektleiter bei BTC. Diese beginnt im Vertriebsprozess mit einem Abgleich der Prozesse beim Kunden mit dem Leistungsumfang von pmcZulieferer und erstreckt sich über die gesamte Implementierungsphase inklusive der Schulung von Key-Usern bis hin zum Echtstart des Kundenprojektes.
In der Organisations- und Konzeptionsphase bereitete pmc die charakteristischen Prozesse vor, besprach die Material- und Werteflüsse und erstellte anschließend ein Materialflusskonzept. In der Detaillierungs- und Realisierungsphase wurde anschließend unter anderem die Werkslogistik mit drei Werken über Umlagerungslieferpläne festgelegt, die Lagerverwaltung eingerichtet sowie die Standardkalkulation angepasst. Die Informationsflüsse mit Kunden und Lieferanten mittels EDI (Electronic Data Interchange) steuert die interne Unternehmenslogistik, was den unternehmensübergreifenden Datenaustausch mit Kunden wie Bosch und Siemens VDO sowie mit Lieferanten wie LEONI Kabel ermöglicht. Zudem stellte BTC bereits in der Startphase eine komplette Testumgebung bei Konfektion E auf. „Unsere Key-User konnten sich somit bereits frühzeitig mit dem System vertraut machen,“ erläutert Stefan Haller, Projektleiter bei Konfektion E. „Die systematische und fließende Ausweitung der Schulungen auf die späteren Endanwender hat uns beim Go-Live enorm geholfen.“ Heute sind alle drei Werke durch das SAP-System miteinander verknüpft. Bedarfe, Lieferabrufe und Durchlaufzeiten sind durchgängig abgebildet, was Kosten spart und die Flexibilität erhöht.

Voreinstellungen sparen Kosten

Für Torsten Jaretzke war der „richtige Start“ des Projektes ebenso wichtig für das Gelingen des gesamten Vorhabens wie die fristgerechte Übergabe des Systems. „Damit steht und fällt die Kundenzufriedenheit und diese“, so Jaretzke weiter, „ist der wirkliche Gradmesser für ein SAP-Einführungsprojekt.“ Durch vorkonfigurierte Prozesse wie einem komplett eingestellten und mit Stammdaten ausgestatteten Schulungs- und Einarbeitungsmandanten, können Anwender die mySAP-All-in-One-Lösung sofort testen und nachvollziehen. Zudem erfüllt die BTC-Lösung alle derzeitigen Anforderungen ohne Zusatzentwicklungen mit dem SAP-Standard beziehungsweise den in pmcZulieferer integrierten Add-Ons für die Automobilindustrie. „Die branchenspezifisch vorkonfigurierte Lösung pmcZulieferer reduziert den Aufwand für die Einführung signifikant“, fasst Jaretzke die Vorteile der Lösung zusammen. „Wesentliche Funktionen sind im Customizing bereits enthalten und stehen somit sofort zur Verfügung.“ Konfektion E plant bereits jetzt den Einsatz weiterer Funktionen wie etwa der Lohnscheinrückmeldung.

Weitere Informationen:

www.btc.de

Dr. Andreas Schaffry

Dr. Andreas Schaffry

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