Kostengünstige Hightech – die Quadratur des Kreises?

Feature | 1. Oktober 2003 von admin 0

Ständige Technologie-Fortschritte und Innovationen haben im Laufe der Jahre zu nicht vorhersehbarer Kundennachfrage und kürzeren Produktzyklen geführt. Verstärkter Wettbewerb hatte zur Folge, dass größere Unternehmen in Forschung und Entwicklung großzügig investierten. So sollte sichergestellt werden, dass bei innovativen Produkten der Anschluss nicht verpasst wird. Anders als beim SMB-Markt spielten Kosten keine besondere Rolle. In den letzten Jahren hat sich dies infolge der wirtschaftlichen Bedingungen gründlich geändert. Deshalb wird nun in – großen und kleinen – Unternehmen der Hightechindustrie mit Einsparungen begonnen und überlegt, wie Ineffizienzen in den Lieferketten beseitigt werden können, um die Betriebskosten zu senken. SAP Best Practices for High Tech – V3.46C verfügt über vorkonfigurierte Geschäftsszenarien sowie eine umfangreiche Dokumentation und ist auf die Marktanforderungen von mittelständischen Hightechunternehmen zugeschnitten, die elektronische Geräte produzieren. Auf der Grundlage des technischen und branchenspezifischen Fachwissens von SAP und seinen Partnern, wie BSI, itelligence und Plaut Systems & Solutions, decken die vorkonfigurierten Szenarien die Geschäftsprozesse ab, die von mittelständischen Hightechunternehmen am häufigsten verwendet werden.

Weniger Aufwand, mehr Flexibilität

Ausgehend von der neuen Generation von SAP Best Practices, bieten SAP Best Practices for High Tech – V3.46C Partnern erweiterte Funktionen, um mySAP-All-in-One-Lösungen für Kunden in der Hightechbranche entwickeln. Mit neuen Add-On-Technologien können Kunden gezielt wählen, welche Szenarien sie verwenden möchten. Entsprechende Konfigurationseinstellungen lassen sich durch Aktivieren eines BC-Sets (Business Configuration Set) implementieren. SAP Best Practices for High Tech – V3.46C wurde außerdem optimiert und stellt nun eine „schlankere“ Organisationsstruktur bereit, in der die Lokalisierung für verschiedene Länder in separaten Versionen enthalten ist. Sämtliche Ländereinstellungen sind in einer einzigen globalen Version gespeichert. So enthält beispielsweise die neueste, seit August 2003 erhältliche US-Version nur die für den US-Markt relevanten Inhalte. Diese lokalisierte Version entspricht den gesetzlichen Bestimmungen der USA und bietet angepasste Funktionen, die typische US-Unternehmenspraktiken widerspiegeln. Hierzu zählen der US-Kontenplan, die US-Steuerfestsetzung auf der Grundlage der dortigen Rechtsprechung oder die in den USA üblichen Maßeinheiten. Die US-Version konzentriert sich auf Szenarien für das SAP-R/3-System und enthält keine CRM-, BW- oder SRM-Szenarien. Weitere lokalisierte Länderversionen von SAP Best Practices for High Tech – V3.46C werden auf Anforderung entwickelt. Lokalisierte Versionen für China und Korea sollen noch im Oktober 2003 auf den Markt kommen.
Wie alle neuen SAP-Best-Practices-Versionen, verfügen auch die SAP Best Practices for High Tech – V3.46C über die neue Building-Block-Technologie. Building Blocks sind flexible, wiederverwendbare Funktionalitätskomponenten mit integrierter Vorkonfiguration, allen Tools und einer umfassenden Dokumentation, die ein SAP-Partner zum Erstellen einer neuen Lösung oder ein Kunde zum Ändern eines vorhandenen Szenarios beziehungsweise einer vorhandenen Lösung benötigt. Building Blocks aus verschiedenen Szenarien und SAP-Best-Practices-Versionen lassen sich flexibel kombinieren (vorausgesetzt, sie verwenden das identische Release).

Neu und verbessert

Zusätzlich zu den bekannten Szenarien enthält SAP Best Practices for High Tech – V3.46C neue Szenarien, mit deren Hilfe Geschäftsprozesse in den Bereichen Kundenservice, Datenverarbeitung, Produktion und Beschaffung optimiert werden sollen. Das Szenario ‘CRM Interaction Center – Service Processing for High Tech’ steigert die vorhandenen CRM-Servicefunktionen (Customer Relationship Management). Dieses Szenario deckt die typischen Aktivitäten eines Callcenter-Mitarbeiters ab, der einen Kundenanruf oder eine Serviceanforderung bearbeitet. Callcenter-Mitarbeiter können jederzeit blitzschnell auf die neuesten Kundendaten zugreifen und sich diese während des Gesprächs anzeigen lassen und aktualisieren. Darüber lässt sich der Servicevertrag überprüfen, Serviceinformationen an den Kunden senden sowie Serviceanforderungen erstellen – und dies alles mit nur einem Knopfdruck. Die effiziente Erledigung von Kundenanfragen sorgt für zufriedene Kunden.

Entscheidungen auf Vertrauensbasis

Die neueste Version von SAP Best Practices for High Tech wurde zusätzlich um BW-Szenarien (Business Information Warehouse) ergänzt. Über flexibles Berichtswesen und transparente Datenanalyse unterstützen die vorkonfigurierten geschäftlichen Inhalte unternehmensweit eine vernünftige Entscheidungsfindung mit den entsprechenden Aktionen und Maßnahmen. Diese Szenarien enthalten außerdem eine zusätzliche Vorkonfiguration in Form von so genannten InfoCubes. Dabei handelt es sich um Abfragen, Kennzahlen und Merkmale, die zu einer schnelleren und einfacheren BW-Implementierung beitragen. Die BW-Szenarien ermöglichen die Analyse von Geschäftsbereichen wie Debitoren- und Kreditorenbuchhaltung, Einkauf, Produktion, Fertigungsaufträge und Vertrieb.
Ein neues Element im traditionellen ERP-Bereich (Enterprise Resource Planning), bildet das Szenario „Production Unrelated to Specific Customer Order“ (Produktion unabhängig von spezifischem Kundenauftrag). Dieses Szenario umfasst Prognosefunktionen, die wiederkehrende Fertigungsprodukte mit Verrechnung entsprechend dem Kundenbedarf identifizieren sowie die MTS-Produktion (Make-to-Stock, Lagerfertigung) mit externer Verarbeitung und Materialbereitstellung. Sie ist besonders auf die Massenmontage elektronischer Platinen zugeschnitten (die unabhängig von Bestellungen produziert werden).

Automatisierung und Integration

Die neueste Version von SAP Best Practices for High Tech enthält außerdem ein neues SRM-Szenario (Supplier Relationship Management) mit vorkonfigurierten Einstellungen, die eine schnelle, einfache Einrichtung von internetbasierten Beschaffungsprozessen für die Bedarfsmeldung und den Kauf von nicht produktionsbezogenen (indirekten) Materialien ermöglichen. Durch Abdeckung des gesamten Beschaffungszyklus – vom Versenden von Ausschreibungen an potenzielle Lieferanten und deren Auswahl bis zum Erstellen von elektronischen Einkaufswagen, Wareneingängen und Rechnungen – integriert und automatisiert das Szenario ‘Indirect Procurement’ (Indirekte Beschaffung) die gesamte Lieferkette. Lieferanten, Auftragnehmer und Vertriebssysteme sind auf einer globalen Basis miteinander verknüpft. SAP Best Practices for High Tech umfasst außerdem vorkonfigurierte Einstellungen für elektronische Ausschreibungen und Budgetprüfungen für die im elektronischen Einkaufswagen abgelegten Artikel.

Bestelldetails

Partner und Kunden können die Standardversion von SAP Best Practices for High Tech – V3.46C über den Softwarekatalog des SAP Service Market Place bestellen. Bestellungen der Dokumentation können im SAP Knowledge Catalog aufgegeben werden. Lokalisierte Länderversionen sind bei Bedarf über die für SAP Best Practices zuständigen Ansprechpartner in der jeweiligen Niederlassung erhältlich. Alle Versionen von SAP Best Practices stehen SAP-Partnern und -Kunden kostenlos zur Verfügung.

Weitere Informationen:

www.service.sap.com/bestpractices (Login erforderlich)

Lindsay Johnson

Lindsay Johnson

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