Kostentreibern an den Kragen

Feature | 20. April 2004 von admin 0

Normalerweise sind Anwendungen nicht in der Lage, alle komplexen und heterogenen Rechnerumgebungen zu berücksichtigen. Jeder Anwendungstyp ist vielmehr auf ein bestimmtes Szenario ausgelegt. Client/Server-Anwendungen, zum Beispiel SAP GUI für Windows, sind für rechenintensive Systeme, so genannte “Fat Clients” konzipiert, die über ein Local Area Network (LAN) miteinander verbunden sind. Im Gegensatz dazu erfordern Internet-Anwendungen, wie beispielsweise SAP Enterprise Portal, einen kompatiblen Browser und einen Internetzugang. Und drahtlose Anwendungen, wie zum Beispiel die SAP-Lösungen für mobile Geschäfte, benötigen drahtlose Endgeräte und Netzwerke mit speziellen Funktionen.
Die meisten Unternehmen nutzen unterschiedlichste Anwendungen: Mainframe, Client/Server, Internet sowie mobile Lösungen. Das macht die Rechnersysteme nur noch komplexer, als sie mit ihren uneinheitlichen Endgeräten und Netzwerkverbindungen sowie ihren mobilen und externen Anwendern ohnehin schon sind. Dies hat zur Folge, dass die IT-Abteilung oft gezwungen ist, die einzelnen Anwendungen separat zugänglich zu machen, zu pflegen und zu betreuen. Dabei bedient sie sich häufig einer Taktik, die sich nach dem “Wenn-Dann-Prinzip” richtet: Falls der Anwender vor Ort arbeitet, dann wird ihm SAP R/3 über Verfahren “A” zugänglich gemacht. Falls er von zu Hause aus arbeitet, dann werden Anwendungen nach Verfahren “B” bereitgestellt und betreut. Falls er mit einem Browser über das Internet verbunden ist, wird eine Client/Server-Anwendung nach einem dritten Verfahren eingesetzt und so weiter. Da die Anzahl der Verfahren mit neuen Anwendungen, Endgeräten, Verbindungen und Arbeitsszenarien zunimmt, sieht sich die IT-Abteilung mit steigenden Anforderungen und Verwaltungskosten im Tagesgeschäft konfrontiert. Als Folge davon stehen für strategische Projekte immer weniger Zeit und Geld zur Verfügung.

Kostentreiber

Kostentreiber

Die Entscheidungen dieser “Wenn-Dann-Zugangstaktik” haben Auswirkungen auf die SAP-Kunden. Muss der Kunde zum Beispiel in der Lage sein, PDAs, einen drahtlosen Zugang oder Synchronisationsverfahren zu unterstützen? Wie wirkt sich dies auf die Konformität der Daten aus? Wenn alle Anwender über das Enterprise-Portal Zugang zu SAP haben sollen, stellt das Enterprise-Portal den aktivsten unter ihnen dann auch alle benötigten Funktionen bereit? Welche Auswirkungen hat dies auf die Bandbreite?

TCO senken – ROI steigern

Das Unternehmen Citrix Systems, Inc., bietet Lösungen für die Zugangsinfrastruktur an, mit denen der “Wenn-Dann-Ansatz” beseitigt und Kosten gesenkt werden, um Anwendungen bereit zu stellen und zu pflegen. Mit dem Modell erfolgen Installation, Datenverarbeitung, Bereitstellung und Verwaltung von Anwendungen zentral auf Servern. Diese Anwendungen sind an beliebigen Standorten über beliebige Netzwerkverbindungen und auf beliebigen Endgeräten verfügbar – ganz gleich, ob es sich um ältere Hardware, mobile Endgeräte oder Rechner handelt, auf denen keine rechenintensiven Prozesse ablaufen. Die Zugangssoftware macht Altanwendungen internetfähig, ohne dass Programmieraufwand nötig wäre. Darüber hinaus bleiben die über das Internet und andere Netzwerke versendeten Anwendungsdaten geschützt. Schulungen und Supportleistungen können vom Rechenzentrum aus im Remote-Verfahren angeboten werden. Dank dieser Lösung braucht die SAP-Benutzungsoberfläche nur auf den Servern im Rechenzentrum installiert zu sein.
Diese Kombination aus zentralisierter Anwendungsarchitektur und Sicherheitslösungen, Anwendungen für Videokonferenzen sowie die Lösungen für Passwortmanagement erlauben, die Total Cost of Ownership (TCO) beträchtlich zu senken. Die TCO steht nämlich in Beziehung zu Bereichen wie Netzwerkmanagement, Anwendungsbereitstellung, Verwaltung von Rechner-Hardware und Helpdesk-Support. Diese Lösung hat bewiesen, dass sie im Zusammenhang mit der Bereitstellung und Pflege der SAP-Benutzungsoberfläche und anderer Anwendungen die Kosten senkt, schneller einen Return on Investment (ROI) erzielt und die Effizienz steigert. Weil die Anwendungen schnell bereit zu stellen sind, verkürzt sich auch deutlich der Amortisierungszeit (Time-to-Value).
Citrix hat basierend auf der Methode der Gartner Group ein ROI-Berechnungsverfahren entwickelt, das die Rendite einer Investition in einer Citrix-Zugangsinfrastruktur misst. Die potenzielle Reduzierung der TCO kann mit dem Tool Application Computing Architecture (ACE) Cost Analyzer ermittelt werden.

Cost Analyzer

Cost Analyzer

Unter den Unternehmen mit komplexen IT-Umgebungen erzielen jene den höchsten ROI, die Ressourcen einschränken und die Anzahl an IT-Mitarbeitern begrenzen. Komplexe IT-Umgebungen erfordern nämlich eine manuelle Bereitstellung von Software für eine große Anwenderzahl und zudem Anwendungen, die häufig Änderungen oder Upgrades erfordern.
Auch das unabhängige Beratungsunternehmen Doculabs bestätigte, dass durch diese Zugangslösungen die Kosten für Bereitstellung und Pflege von Anwendungen gesenkt werden. Ein Großunternehmen kann im ersten Jahr nach der Bereitstellung der Lösung mehr als 25 Prozent der “harten Kosten” einsparen – Kosten, die als direktes Ergebnis von sinkenden TCO messbar sind. Unternehmen wie Delta Airlines, Kindred Healthcare, SAP und Engen haben aus der Bereitstellung von SAP-Anwendungen über Citrix beträchtliche Vorteile in Bezug auf TCO und ROI erzielt.

Bereitstellung im engen Zeitrahmen

“Wir wären nicht in der Lage gewesen, unsere ERP-Anwendung in dem von uns gewählten engen Zeitrahmen zugänglich zu machen. Mit Citrix konnten wir nicht nur unseren Termin einhalten, sondern auch unsere Bereitstellungskosten drastisch senken”, so Curtis Robb, CIO, Delta Airlines, Inc.. Als SAP GUI bereit gestellt wurde, gab das auch den Anstoß, die Software zu implementieren. Wegen der hohen Anwenderzahl und des extrem engen Zeitrahmens bot Citrix hier die einzig realisierbare Möglichkeit. Mit Citrix stellt Delta eine grafische Benutzeroberfläche von SAP für 12.400 Anwender bereit – schneller und konsistenter als es je zuvor möglich war. Diese zuverlässige und wiederholbare Implementierung hat Delta zu der Entscheidung veranlasst, alle Arbeitsplatzrechner mit Citrix zu versehen und SAP GUI auf zentral verwalteten Servern mit Citrix als etabliertem Standard zu pflegen.

Kindred Healthcare, der Betreiber von Krankenhäusern, Pflege- und Rehabilitationseinrichtungen, wollte die Prozesse der Anwendungsverwaltung straffen und den Anwendern über die vorhandenen Rechner überall und jederzeit den Zugriff auf Informationen ermöglichen. Kindred hat Ärzten und Krankenschwestern mit Citrix MetaFrame Presentation Server den Zugriff auf verschiedene geschäftskritische Anwendungen – so auch zu SAP – ermöglicht, ohne dass ein Eingriff in den Programmcode der Anwendungen nötig war. Da mit der Zugangsinfrastruktur anspruchsvolle Anwendungen schon auf recht einfachen Endgeräten auszuführen sind, konnte Kindred Healthcare die Nutzungsdauer der vorhandenen IT-Hardware ausdehnen. Zudem ist Kindred Healthcare durch die Bereitstellung der Anwendungen auf einem zentralen Server nun in der Lage, externe Standorte kosteneffizienter zu verwalten und allen Standorten dieselben Anwendungen und Ressourcen zugänglich zu machen.

Produktivitätssteigerung

SAP AG setzt die Software Citrix MetaFrame Presentation Server ein, um Anwendungen wie SAP GUI, SAP BW und Microsoft Office zentral zu verwalten und mehr als 30.000 Mitarbeitern rund um die Welt verfügbar zu machen. SAP wandte sich von seiner Client-/Server-Architektur ab, die eine lokale Ausführung von Anwendungen auf den einzelnen Arbeitsplatzrechnern erforderte, und entschied sich für Citrix. Bill McDermott, President und CEO von SAP America, bestätigte: “Mit Citrix hat SAP seine Kosten um 40 Prozent gesenkt. SAP erreicht über 15.000 gleichzeitig arbeitende Anwender in über 120 Ländern und konnte die Produktivität um 35 Prozent steigern. Citrix ist zu einem getreuen Berater geworden.”
Engen, ein bedeutendes südafrikanisches Unternehmen im Bereich Automobilkraftstoffe und Schmierstoffe, verwendet Citrix MetaFrame Presentation Server, um Anwendern an 100 Standorten die SAP-Upgrades zugänglich zu machen. “Das Upgrade von SAP R/2 auf SAP R/3 hätte”, so Andries van der Vyver, E-Business Manager bei Engen, “ohne Citrix nicht so schnell durchgeführt werden können. Es hätte Wochen gedauert, an allen unseren Standorten den neuen SAP GUI zu installieren. Mit Citrix hat uns dies nur ein paar Stunden gekostet.” Auch bei Engen hat die Software die Verwaltungskosten reduziert. “Die Supportkosten für unsere externen Standorte machen seit der Verwendung der Citrix-Lösung circa ein Drittel dessen aus, was der Support eines einzelnen Anwenders in einer normalen PC-Umgebung kosten würde.”

Kosten, Geschwindigkeit und Effizienz

Citrix kann sich positiv auf TCO beziehungsweise ROI sowie auf Geschwindigkeit, Effizienz und Bereitstellung von Anwendungen auswirken. Dies wird durch folgende Faktoren erreicht:

  • Schnelle und einfache Bereitstellung von Anwendungen: Dank Citrix nimmt die Bereitstellung von Anwendungen auf einem zentralen Server nur einen Bruchteil der Zeit in Anspruch, die für die Installation auf den einzelnen Arbeitsplatzrechnern einer großen und geographisch verteilten Anwenderbasis nötig wäre.
  • Vorhersehbare Bereitstellung: Der Zugriff auf Anwendungen, die über Citrix zur Verfügung gestellt werden, wie etwa SAP, erfolgt mit einer Geschwindigkeit von 10-25 Kilobit pro Sekunde. Die IT-Abteilung ist somit in der Lage, die Netzwerkanforderungen besser kostenmäßig zu erfassen und umzusetzen. Als Folge davon, wird den Anwendern eine vorhersehbare Performance geboten.
  • Zentrale Verwaltung: Die Zentralisierung führt zu einer beträchtlichen Senkung der Kosten für Pflege, Schulung und Support von Anwendungen.
  • Stabilität und Verfügbarkeit von Anwendungen: Anwendungen, die auf individuelle Anforderungen zugeschnitten sind, haben in der Regel Probleme mit unterschiedlichen Rechnerkonfigurationen. Dank der zentralen Bereitstellung sind die Anwendungen stabiler und weisen eine höhere Verfügbarkeit auf, da nur eine Umgebung getestet werden muss.
  • Geringerer Personalbedarf: Selbst wenn die Anzahl der Anwendungen und Anwender steigt, können die Personalkosten niedrig gehalten werden, denn mit der Citrix-Lösung kann das expandierende Unternehmen vom Rechenzentrum aus betreut werden, und zwar ohne das Personal aufzustocken.
  • Rechnermanagement: Die Verwaltung der High-End-Workstations und der darauf ausgeführten Anwendungen war bislang schwierig und kostenintensiv. Mit Citrix erfolgt die Datenverarbeitung auf dem Server. Die einzelnen Arbeitsplatzrechner werden dann zu so genannten “Thin Clients”, deren Aufgabe lediglich darin besteht, die Oberfläche der Anwendung anzuzeigen und mit der Anwendung zu interagieren. Mit diesem Modell können “Fat Clients” – Rechner, auf denen rechenintensive Prozesse ablaufen – durch kostengünstige Endgeräte ersetzt werden, beziehungsweise die Aufrüstung der Arbeitsplatzrechner kann verschoben werden.

Weitere Informationen zur Partnerschaft zwischen SAP und Citrix.

Michel Koopman

Michel Koopman

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