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Fossil setzt auf Personalisierung mit moderner Technologie

Blog | 25. Januar 2017 von David Trites 5

Fossil setzt für seine Personalisierungsstrategie auf Technologie, mit der Verbraucher Produkte steuern können, die neue Einsatzmöglichkeiten für die Interaktion zwischen dem Unternehmen und Kunden bietet und neue Serviceangebote ermöglicht, die das Markenerlebnis verbessern.

Die Fossil Group, ein US-amerikanischer Anbieter von Mode-Accessoires, möchte die Beziehungen zu ihren Kunden vertiefen und nutzt dafür moderne Technologie.

„Unsere Zielgruppe sind Millennials – die jungen Erwachsenen von heute. Sie verlangen Produkte, die genauso individuell sind wie sie selbst“, sagte Ed Robben, SVP und CIO der Fossil Group, in einem Interview auf dem SAP Retail Forum 2016.

Die Personalisierung der Kundenbeziehungen ist direkt über das Produkt möglich

Fossil bietet kostenlose Prägungen und Gravuren für Hunderte von Produkten. Für über 10 Prozent aller Onlinebestellungen wird dieser Service in Anspruch genommen. Das Unternehmen hat in eigenen Filialen sogar Graviermaschinen aufgestellt, damit Kunden direkt miterleben können, wie ihrem Artikel eine persönliche Note verliehen wird.

Bei Fossil können Kunden ihre Uhr auch ganz individuell zusammenstellen. Über die Watch Bar App, die sie mit jedem Gerät öffnen können, haben sie die Möglichkeit, Gehäuse, Lünette und Armband auszuwählen und ihre Uhr gravieren zu lassen. Nach drei Tagen wird dann die individuell gestaltete Uhr aus dem Lager geliefert.

Fossil geht aber auch auf andere Weise gezielt auf seine Kunden ein. „Das Verhalten der Kunden und die Einkaufsdynamik verändern sich. Wir müssen dem daher bestmöglich gerecht werden“, erläuterte Robben. Ganz gleich, ob Kunden online oder im Laden einkaufen oder sogar beides gleichzeitig. Sie legen Wert auf ein nahtloses und konsistentes Kauf- und Markenerlebnis.

Omnichannel-Strategie

„Mit unserer Omnichannel-Strategie wollen wir sicherstellen, dass Kunden in jedem Kanal das kaufen können, was sie möchten, und ihre Ware an jeden Ort geliefert werden kann“, erläutert Robben. Kein leichtes Vorhaben für einen globalen Hersteller, Großhändler und Einzelhändler von Mode-Accessoires mit einem Umsatz von 3,2 Mrd. US-Dollar, der in 27 Ländern weltweit tätig ist und seine Produkte in über hundert weiteren Ländern vertreibt. „Wir verfolgen einen 3-Jahres-Plan zur Modernisierung unserer Omnichannel-Umgebung und befinden uns bereits im dritten Jahr“, erklärt Robben.

Fossil wird am Ende in der Lage sein, tiefere Einblicke in seinen Kundenstamm zu gewinnen und einen individuelleren Service zu bieten. „Es geht uns um die Frage, wie wir den Kunden ansprechen, was wir über ihn wissen und was seine Vorlieben sind. Und mit diesen umfassenden Kundeninformationen wollen wir ein außergewöhnliches Einkaufserlebnis schaffen“, sagte Robben.

Fossil nutzt für die persönliche Ansprache aber auch die sozialen Medien. Die zentrale Zielgruppe sind junge und modebewusste Menschen, die in sozialen Medien aktiv sind. „Wir versuchen, unsere Kunden direkt über soziale Netzwerke zu erreichen“, so Robben.

Wearable-Technologie in Mode integrieren

Fossil verfolgt damit das Ziel, den Umsatz mit herausragenden Produkten zu steigern. Die neue Kollektion von Q Touchscreen Smartwatches vereint ein klassisches Design mit innovativer Technologie. Kunden können alles an der Uhr individuell nach ihren Wünschen einstellen. Fossil wiederum kann mit diesen von der Uhr übertragenen Daten personalisierte Services anbieten.

„Wir versuchen mit unseren Uhren Wearable-Technik in die Modewelt zu integrieren“, erläuterte Robben.

Wenn ein Kunde seine Smartwatch registriert, erhält Fossil individuelle Daten über diesen. Die Daten sind einerseits besonders wertvoll für die persönliche Kommunikation mit den Kunden und müssen andererseits unbedingt geschützt werden.

„Wenn wir den Markt für Wearables erschließen wollen, müssen wir die Informationen über unsere Kunden unter allen Umständen schützen. Als Dienstleister ist uns der verantwortungsvolle Umfang mit diesen Kundendaten sehr wichtig“, erklärte Robben.

Sehen Sie sich in diesem Video die Highlights des Interviews mit Robben an:

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Dieser Artikel erschien ursprünglich in der SAP Community.

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