Land Brandenburg verabschiedet sich von der Kameralistik

Feature | 17. Dezember 2004 von admin 0

Damit sollen die Projekterfolge des Pilotprojektes „Neues Rechnungswesen“ auf weitere Behörden des Landes übertragen werden. BearingPoint und Mummert Consulting werden die konzeptionelle Beratung und Softwareeinführung für die allgemeinen Verwaltungsbereiche verantworten. Mit der Entscheidung, das im Oktober 2003 begonnene Pilotprojekt zur Einführung eines modernen Rechnungswesens fortzusetzen, vervollständigt das Finanzministerium des Landes das Konzept zur Anwendung betriebswirtschaftlicher Steuerungsinstrumente. Schwerpunkte der Projektarbeiten in den Jahren 2005 und 2006 werden dabei die Konsolidierung der bisherigen Projektergebnisse in den Bereichen kaufmännisches Rechnungswesen und Kosten-/Leistungsrechnung und deren Einführung in weiteren Bereichen der Landesverwaltung sein.
Darüber hinaus stehen die Einführung eines Logistik- und Instandhaltungsmanagements sowie eines modernen Immobilienmanagements an. Die Projektinhalte sowie eine intensive Untersuchung der bisherigen Kassenprozesse des Landes sind Vorbereitungen für eine flächendeckende Modernisierung des gesamten Rechnungswesens der Landesverwaltung. „Das Konsortium aus BearingPoint und Mummert konnte vor allem aufgrund der umfangreichen Erfahrungen in der Modernisierung des Rechnungswesens auf Landesebene sowie aufgrund der Wirtschaftlichkeit ihres Angebotes überzeugen“, sagt Staatssekretär Rudolf Zeeb.

Schritt für Schritt zum Ziel

Seit Abschluss der ersten Projektwelle werden rund 1,5 Milliarden Euro des Haushaltsvolumens der Landesverwaltung über ein integriertes und transparentes Rechnungswesenverfahrens verwaltet und kontrolliert. Das neue Projekt integriert weitere Verwaltungsbereiche wie die Justizverwaltung und die Hochbau- und Liegenschaftsverwaltung. Es bildet die Grundlage für den weiteren Reformprozess der Landesverwaltung unter dem Fokus eines effizienten Ressourceneinsatzes. Damit ist Brandenburg unter den ostdeutschen Bundesländern führend in der Modernisierung des Rechnungswesens. „Das Land Brandenburg ist einer unserer wichtigsten strategischen Kunden im öffentlichen Sektor. Unsere Zusammenarbeit ist von vertrauensvoller Partnerschaft und Kontinuität geprägt. Wir werden das Projekt intensiv begleiten und die Projektziele innerhalb des Budgets und des geplanten Zeitrahmens erreichen. Wir sind uns an dieser Stelle unserer Verantwortung bewusst“, betont Peter Mockler, Geschäftsführer von BearingPoint.
Bereits im Jahr 2005 wird das Land Brandenburg anhand der Auswertung der ersten Projektphase entscheiden, wie und in welcher Ausprägung die betriebswirtschaftlichen Steuerungsinstrumente flächendeckend in der Landesverwaltung eingeführt werden. Mit der Fortführung des Pilotprojektes wird weiterhin den Vereinbarungen des Koalitionsvertrages der neuen Landesregierung zur Einführung von neuen Steuerungsinstrumenten Rechnung getragen.

Quelle: Mummert Consulting

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