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Live mit SAP auf der CeBIT: SAP macht digitale Transformation greifbar

16. März 2016 von Andreas Schmitz 0

Der personalisierte Smoothie, die emotionsgesteuerte Musikauswahl beim Coding-Wettbewerb InnoJam, die vernetzte Abfüllanlage von Siemens und Entscheidungshilfen für die Polizei: Viele Beispiele von SAP auf der CeBIT zeigen die Chancen der digitalen Transformation und den Stand der Technik.

Die Idee des InnoJam-Teilnehmers Han Tek ist einfach: Der Rhythmus und die Betonungen der Worte genügen dem Algorithmus des aus Kuala Lumpur stammenden Phyikstudenten der Uni Leipzig, um zu wissen, ob der Sprecher eher gut gelaunt oder traurig ist. Und schon steuert er über den Musikstreaming-Dienst Spotify mit Hilfe einer Android-App jene Musik an, die zu seiner Stimmung passt. „Die Personalisierung von Services für den Autofahrer“ steht im Mittelpunkt der„Challenge“ von Team 4 beim diesjährigen InnoJam von SAP zusammen mit Volkswagen auf der CeBIT. Das Thema ihrer Aufgabe: Die Erfahrungswelt eines Autofahrers für die Zukunft entwickeln. Die Emotionsanalyse der Musik ist ein Puzzlestein der auf einem Flipchart skizzierten digitalen Reise von Teks Team.

Einzelhandel, Fertigung, Sport: Wie sich die Digitalisierung durchsetzt

Doch ist das nur ein Beispiel, das stellvertretend steht für diverse SAP-Szenarien auf der CeBIT, die zeigen, wie die Digitalisierung sich mehr und mehr in allen Branchen durchsetzt:

SAP-Vorstand Bernd Leukert gibt der deutschen Kanzlerin einen Einblick in die “connected city“.

1. Der personalisierte Smoothie beginnt virtuell. Nach einmaliger Registrierung bekommt der Kunde ein Profil mit individuellem QR-Code, auf dessen Basis er sich sein individuelles Mixgetränk im Supermarkt zusammenstellen kann. Vor dem Obst- und Gemüsestand tippt er etwa auf die Knöpfe für Mango, Orange und Bananen, woraufhin seine Auswahl in seinem Profil gespeichert wird. Hält er seinen QR-Code nun an eine Smart Vending Machine, purzelt das auf der Messe beliebteste Mixgetränk aus dem Automaten – der Golden Glow. Vorteil für den Kunden: Er bekommt sein selbst bestimmtes Produkt. Vorteil für den Händler: Er bekommt Informationen über die Vorlieben seiner Kunden und damit die Chancen, immer treffender Produkte anzubieten.

2. Die vernetzte Abfüllanlage: In dem „Mindsphere“ genannten Vorzeigeprojekt zusammen mit Siemens schweben Lampen in unterschiedlichen Farben an Schnüren hoch und runter. Sie stehen für einzelne Daten, die über die Sensoren einer Abfüllanlage in der „Siemens Cloud for Industry“ auf Basis der SAP HANA Cloud Platform verarbeitet und analysiert werden. Verschleißen Träger für die Flaschen, zeigen die über Sensoren erfassten Daten an, wann Ersatzteile eingebaut werden sollten, welche Folge verdreckte und veraltete Bauteile auf die Energiekosten haben und was das für die Garantieleistungen bedeutet. Die Lampen färben sich blau, wenn sich Handlungsbedarf ankündigt und rot, wenn sofortige Unterstützung etwa eines Wartungsmechanikers nötig ist. Mehr zu Predictive Maintenance

3. Das digitalisierte Stadion: Gerät die Anfahrt zu einem Fußballspiel ins Stocken, sieht ein Stadionmanager das bereits in der Sekunde auf seinem Bildschirm, in dem der Stau entsteht. Über Park- und Ride-Parkplätze lotst er die Anreisenden zu Shuttlebussen, die kurzfristig eingesetzt werden. Am Stadion angekommen, sieht er in einer Heatmap jene Orte, an denen sich besonders viele Zuschauer aufhalten – ein Zeichen dafür, dass dort etwa Drehkreuze ausgefallen sind – und schickt Ordner und Personal dorthin, um den Zuschauern so schnell wie möglich den Weg ins Stadion zu ermöglichen. Dafür ist eine Internet-der-Dinge-fähige Infrastruktur nötig, die über diverse Sensoren und eingebundene Systeme die wichtigen Informationen etwa über das Verkehrsaufkommen auf eine zentrale Plattform weiterleitet, die SAP HANA Cloud Platform. Lesen Sie auch, wie der FC Bayern München SAP-Technologie nutzt: SAP HANA punktet im vernetzten Stadion

4. Kriminalitätsbekämpfung: Auf Basis der Daten einer Stadt zeigen drei Bildschirme an, in welchen Stadtteilen die Kriminalitätsrate am höchsten ist. Im sozialen Brennpunkt etwa werden im Beispiel an Samstagen übers Jahr gesehen dreimal so viele kriminelle Taten begangen wie an Wochentagen. Zudem zeigt sich, dass besonders „Personen-, Betäubungs- und Verkehrsdelikte“ nach 18 Uhr auftreten. Das Vorzeigebeispiel zeigt das Potenzial des „Live Decision Making“ genannte, SAP HANA-gestützte Vorgehen für die lokale Polizei auf. Denn sie bekommt klare Fakten für künftige Einsatzpläne und kann so „bedarfsgerechter“ planen. Jedes Unternehmen profitiert von der Drilldown-Methode. Denn die Entwicklungen von Abverkäufen in Läden und Umsatzentwicklungen lassen sich wie die Sicherheitslage kleinteilig aufbereiten und damit Business-Entscheidungen auf Basis von Adhoc-Daten treffen – und zwar nicht nur auf der Top-Management-Ebene, sondern auch in einzelnen Bereichen oder Teams. Lesen Sie auch: Bayerische Polizei nutzt künftig SAP HANA als Plattform für effektivere Polizeiarbeit

Am Anfang jeder Digitalisierung von Prozessen steht allerdings die Idee. „Wir haben bereits eine klare Vorstellung“, sagt Haythem Kiri aus dem Team 14 des diesjährigen InnoJams auf der CeBIT bereits ein paar Stunden nach dem Startschuss der Challenges gestern um 10 Uhr – „wir werden eine Plattform vorstellen, die im Falle eines Unfalls hilft.“ Der Student des Faches Software Engineering und Information Systems des Higher Institute of Computer Science of Ariana in Tunis arbeitet mit Studenten unter anderem aus Griechenland und Deutschland zusammen. Letztlich geht es ihm allerdings weniger darum, zu gewinnen oder die Wirtschaft zu transformieren. „Develop myself“: So lautet sein ganz persönliches Motto.

SAP-Vorstand Bernd Leukert erläutert auf der CeBIT, wie SAP die digitale Transformation unterstützt:

 

Top Foto: Smoothie-Stand der SAP auf der CeBIT 2016

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