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Logistik im Integrationstest: “Echte” Prozesse durchgespielt

Blog | 24. November 2015 von Thomas Eminger 0

#SAPLIVEBLOG Das alte System hatte einige Schwachstellen. Jetzt haben wir eine bessere Anbindung von Schnittstellen zu kritischen Fremdsystemen, die Tourenplanung ist vereinfacht und das „Streckengeschäft“ standardisiert.

Zwei Wochen dauerte der zweite Integrationstest der logistischen Systeme der Ottakringer Brauerei, des Getränkegroßhandels Kolarik und Leeb und des Dienstleisters Trinkservice GmbH. Getestet wurden die Auftragserfassung, Versandabwicklung, Veranstaltungslogistik, die interne Verrechnung innerhalb der Gruppe und diverse Schnittstellen etwa zu kritischen Fremdsystemen. Erstmals haben wir dazu echte Aufträge aus dem August und September im SAP-System durchgespielt.

Schon heute zeigt sich, dass Prozesse einfacher werden und besser nachvollziehbar sind. Einige Beispiele:

1. Streckengeschäft:

Wenn beispielsweise unser Großhändler Kolarik und Leeb bei seinem Hauptlieferanten einkauft, kann er die Ware gleich an seine Kunden weiter liefern, vorbei an unseren Lägern. Im Altsystem war der Bestellprozess und die Abwicklung der Kundenauslieferung sehr kompliziert. Jetzt im neuen System muss nur ein Kundenauftrag angelegt werden, alles andere läuft vollautomatisch. Von der Bestellung bis zur Berechnung sind keine manuellen Handgriffe mehr nötig. Zudem müssen wir heute keine Warenein- und -ausgänge mehr verbuchen. Das ist ein großer Fortschritt.

2. Schnittstellenanbindungen:

  • für die mobile Warenwirtschaft:

Das mobile Warenwirtschafts- und Informationssystem Mowis bewerkstelligt etwa via Handheld-Computer die Erfassung von Leergut, das zurückgegeben wird und erfasst Unterschriften. Schon in unserem Altsystem liefen die Daten zwar aus dem Mowis direkt ins ERP, doch war die Übertragung holprig. Oft gab es Probleme und man wusste nicht so genau, was eigentlich passiert war. Im SAP-System haben wir bald erstmals eine Schnittstellenüberwachung. Ein Ampelsystem zeigt an, ob die Daten einer Auslieferung über die Schnittstelle gelaufen sind oder ob es irgendwo hakt. Diese Schnittstelle ist ein Produkt der Firma Covity und für uns sehr hilfreich.

  • für die Veranstaltungslogistik:

In der Veranstaltungslogistik setzen wir nun das „.rent“-Modul ein, ein SAP-Add-On der Gesellschaft für Branchenlösungen BiBo. Das Modul bietet einige vorgeschaltete Transaktionen zum Erfassen und korrekten Abrechnen von Kommissionsware oder Leihinventar. Werden beispielsweise bei Firmenfesten oder Musikfestivals mehr Fässer bestellt, als benötigt werden, berechnet das System dem Veranstalter „nur“ die Menge an Zapfgeräten und Gläsern, die am Ende tatsächlich gebraucht wurde.

  • für die Tourenplanung:

Bisher haben wir die Software „LoGo 3“ von Wolf Software nur rudimentär für die aktive karten- und kostenunterstützte Tourenplanung eingesetzt. In Verbindung mit dem SAP-System können wir nun mehr Funktionalitäten nutzen. Besonders die Transportdisposition wird davon profitieren. Die Wegstrecke ist künftig grafisch aufbereitet. Touren lassen sich schon zu Simulationszwecken mit verschiedenen Kunden „belegen“ und so herausfinden, welche Beladung und welche Routen letztlich die effizientesten – und damit auch kostengünstigsten – sind.

Mein Eindruck ist, dass die Logistik von der SAP-Einführung extrem profitieren wird. Man muss bedenken, dass die Logistik beim Projekt BierKuLT gerade dadurch etwas Besonderes ist, da sie sehr kleinteilig ist. Jeder Wirt am Eck wird mit diversen Waren auch in kleinen Mengen beliefert. Wenn nötig, erfolgt die Bezahlung bar. Da muss das System sehr flexibel sein. Der Integrationstest hat gezeigt, dass das neue System das leisten wird.

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Stellen Sie Ihre spezifischen Fragen zu dem Projekt BierKuLT an unsere Experten von Scheer Austria und Ottakringer aus dem Blogger-Team über liveblog@sap.com und via #SAPLIVEBLOG.

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