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Was macht eine gute Führungskraft aus?

30. August 2016 von Samantha Moss, Corinna Machmeier 1

Führungskräfte präsentieren ihre ganz persönliche Sicht auf die Leadership Principles der SAP. Anirban Maiti, Manager im Bereich Global Customer Care bei Ariba, spricht über Vertrauen.

„Vertrauen heißt für mich, dass unsere Worte und Taten übereinstimmen“, erklärt Anirban Maiti. Er erklärt, welche Führungsqualitäten ihn selbst in der Vergangenheit beeindruckt haben, und welche Eigenschaften Führungskräfte in der digitalen Zukunft brauchen.

Was ist die größte Herausforderung als Führungskraft?

Als Teil der SAP-Cloud-Strategie erlebt Ariba zurzeit ein sehr rasantes Wachstum. Die größte Herausforderung ist, einerseits das Wachstum zu organisieren und zu beherrschen und gleichzeitig mit den Talenten und Ressourcen, die wir haben, möglichst produktiv zu sein. Der President von Ariba hat es uns zum Ziel gesetzt, unser Geschäft bis 2020 zu verdreifachen. Das geht nur, wenn wir traditionelle Denkweisen in Frage stellen. „Wir machen einfach weiter wie bisher“ ist keine Option, stattdessen müssen wir bei der Lösung von Problemen neue Wege gehen statt alte Muster zu wiederholen. Diesen Anspruch stelle ich stets an mein Team, an andere Manager und vor allem an mich selbst. Die Herausforderung besteht für mich darin, Lösungen zu finden, die unser Wachstum mittragen und für die Zukunft skalierbar sind.

Wie schafft man im Team eine Atmosphäre des Vertrauens?

Oft stelle ich meinem Team diese Frage: „Was sollte ich tun, sein lassen, oder verstärkt tun, das euch unterstützt, bei eurer Arbeit erfolgreich zu sein?“ Das ist, wie ich finde, eine wichtige Frage, die dazu führt, dass man Dinge anspricht und gemeinsam über Lösungen diskutiert.

Ich erinnere mich sehr gut an eine Situation bei der Arbeit, die einen tiefgreifenden Einfluss auf meine Einstellung zur Mitarbeiterführung hatte. Seitdem ist Vertrauen zu meinem Leitprinzip geworden. Als ich als Systemadministrator an einem Kundenstandort arbeitete, habe ich unglücklicherweise die Arbeitsprozesse meines Kunden zum Absturz gebracht. Mein Manager und ich haben sofort entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen und konnten das System wiederherstellen. In einem Review-Meeting mit dem Kunden nahm mein Manager die Störung auf sich und erläuterte gleichzeitig seinen Plan, wie mit der Situation umzugehen ist. Er schob mir nie die Schuld zu. Dieser Akt des Vertrauens inspirierte mich sehr. Ich fühlte mich durch solch eine Führung gestärkt.

Die Leaders@SAP-Kampagne

SAP-Führungskräfte setzen sich dafür ein, ihre Mitarbeiter erfolgreich zu machen. Dafür stehen die SAP Leadership Principles: Vereinfachung vorantreiben, den Erfolg der Kunden sichern und Talente in den eigenen Reihen fördern. Die SAP startete nun eine Kampagne, die zeigt, wie Führungskräfte bei SAP die Leadership Principles leben: http://scn.sap.com/community/life-at-sap/content?query=leaders%40sap

Was bedeutet es im digitalen Zeitalter eine Führungsposition innezuhaben?

Verbundene Netzwerke sind die neuesten Triebwerke des digitalen Zeitalters. Ob es „Likes“ von Uber zu Transportbedürfnissen sind, AirBnB für diejenigen, die von der Reiselust gepackt werden, oder Snapchat, um sozial verbunden zu bleiben. Menschen mögen es, auf Informationen genau dann zugreifen zu können, wenn sie sie brauchen, und außerdem die Möglichkeit zu haben, sich mit Gleichgesinnten schnell austauschen zu können. Die Aufgabe einer Führungskraft in der heutigen Zeit ist es, diesen Austausch zwischen Mitarbeitern, Teams und Organisationen zu gewährleisten. Im Prinzip agiert man wie ein „Multiplier“: als Führungskraft ermutigt man das Team, solche Verbindungen aufzubauen, die letztlich dazu führen, dass sich Fähigkeiten vervielfachen.

Was tun Sie persönlich, um diese Führungskraft zu werden?

Ich ergreife jede Gelegenheit, um das eigene Netzwerk zu erweitern und um zu lernen, wie ich andere unterstützen kann. Es führt nicht zum Erfolg, wenn jeder Bereich für sich allein arbeitet. Stattdessen ist es wichtig, über Teamgrenzen hinweg zu kooperieren, damit die Kunden uns als „One SAP“ erleben. In meiner Rolle bei Ariba bin ich für Eskalationen zuständig. Unsere Arbeit ist von Natur aus abteilungsübergreifend und wir müssen uns eng abstimmen, um den Erfolg unserer Kunden sowie den Erfolg des gesamten Business zu gewährleisten. Diese Kooperation prägt unseren Job – jeden Tag.

Wie unterstützen Sie Kollegen dabei, Fähigkeiten und Kompetenzen für das digitale Zeitalter zu erwerben?

Ich ermutige sie, offen und wissbegierig gegenüber Neuem zu bleiben. In unserer komplexen, schnelllebigen Zeit sollte man die eigene Expertise ständig hinterfragen. Wir alle arbeiten mit den neuesten Technologien, die untereinander verknüpft sind – umso wichtiger, dass jeder von uns die Möglichkeiten auszuschöpfen weiß, wie man Informationen gewinnen und sie zielgerichtet im Job einsetzen kann.

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