Hilfe im Notfall

Feature | 4. November 2009 von admin 0

Die MEAG hilft als Vermögensverwalter der Munich Re bei Naturkatastrophen. (Foto: Jupiterimages)

Die MEAG ist Vermögensverwalter der Munich Re, einem der größten Rückversicherer der Welt, der vor allem bei Naturkatastrophen einspringt. (Foto: Jupiterimages)

Innerhalb eines Jahres hat die MEAG ihre bestehenden Analyse- und Reportingplattformen modifiziert und ausgebaut.  Der Vermögensverwalter von Munich Re und ERGO erweiterte dafür sein konzernweites Datawarehouse, das auf „SAP NetWeaver Business Warehouse“ basiert.

Die MEAG verwaltet Wertpapiere, Immobilien, Investmentfonds und andere Vermögensgegenstände im Wert von insgesamt rund 186 Milliarden Euro in erster Linie für Mandanten von Munich Re und ERGO sowie für private und institutionelle Kunden außerhalb der Gruppe. Regelmäßige Auswertungen und Kontrollen der Kennzahlen im Kapitalanlagebereich sind unerlässlich, um eine optimale Betreuung der Mandanten und Kunden zu gewährleisten.

Bisher nutzten die Vermögensmanager der MEAG zwei parallele Systemwelten für Analyse- und Reportingaufgaben: das konzernweite Datawarehouse „STAR“ (Standardized Asset Management Reporting), sowie eine Vielzahl von individuell programmierten Anwendungen. Letztere waren häufig in Microsoft Excel oder Microsoft Access realisiert und an das Know-How der einzelnen Fachbereiche gebunden. „Die Qualitätssicherung ist in einer solch dezentralen Anwendungslandschaft mit redundanter Datenhaltung sehr mühsam, das Ausfallrisiko ist kritisch zu sehen“, kommentiert Dirk Zinckeisen, Leiter IT Asset Controlling und Reporting.

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Ende 2006 fällten die MEAG-Verantwortlichen die Entscheidung, die Reporting-Landschaft zu konsolidieren. Claudio-Peter Prutz, Leiter IT/Organisationsentwicklung, umreißt das Ziel: Die bestehenden Insel- und Individuallösungen sollten schrittweise abgelöst und im Konzern-Datawarehouse STAR integriert werden. Dazu wurde das Projekt „OptiMa“ (Optimierung Mandatsreporting) ins Leben gerufen. Neben der Qualitätsverbesserung sollten Prozesse verschlankt, das Reporting schneller und die Benutzung einfacher werden. Das alles sollte möglichst mit den Bordmitteln von SAP NetWeaver Business Warehouse gelingen. Als Partner holte die MEAG sich die IT-Consulting Spezialisten von IMG, den Consulting-Services der S&T Gruppe ins Boot.

Im März 2007 startete die konkrete Umsetzung von OptiMa. Innerhalb von zwölf Monaten gelang die Integration der bestehenden Excel- und Access-Anwendungen in die STAR-Landschaft. Barbara Dworsky, Leiterin IT Derivate, resümiert: „Uns ist es gelungen, eine große Parallelwelt abzuschalten – alle unsere Ziele wurden erreicht.“ Laut Dworsky wurden die Berichte vereinfacht und standardisiert, die Qualitätssicherung ist effizienter, das Ausfallrisiko deutlich vermindert.  Zurzeit nutzen weltweit rund 400 Info-, Analyse- und Redaktions-User das vereinfachte und gleichzeitig verbesserte System. Für die Zukunft soll die STAR-Datenbank in einer höheren Frequenz mit Quellinformationen versorgt werden.

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