Mehr Wissen im Wettbewerb

Feature | 13. Januar 2004 von admin 0

Zahlreiche Unternehmen setzen heute E-Learning ein. Lerninhalte, multimedial als Web Based Training (WBT) aufbereitet und über netzbasierte Plattformen verfügbar gemacht, dienen beispielsweise Außendienstmitarbeitern im Vertrieb dazu, sich mit neuesten Dienstleistungen und der aktuellen Produktpalette vertraut zu machen. Die Lerninhalte decken häufig nur ein einziges Lernziel ab. Sie lassen sich nicht erweitern oder auf andere Unternehmensbereiche wie etwa den Service übertragen. Die meisten Lernplattformen stellen mit ihren geschlossenen Lerninhalten Insellösungen dar. Sie stehen nicht in einer übergreifend-einheitlichen sowie individualisierbaren Schulungsumgebung zur Verfügung. Es fehlt ihnen an Flexibilität und Integrationsfähigkeit, um vorhandene Informationen und Daten aus bereits vorhandenen Personal- und ERP-Systemen zu nutzen. So kommt es nicht selten vor, dass Unternehmen mehrere Lernplattformen betreiben. Das lässt den Aufwand und die Kosten steigen und zehrt die Einsparungen, die durch E-Learning erzielt werden sollen, wieder auf.

Kurse in der Kritik

Die Praxis der betrieblichen Wissensvermittlung und Weiterbildung ist in der Kritik. So liefert eine Studie der Unternehmensberatung McKinsey vom Mai 2003 ein Meinungsbild, wie das Top-Management in Großunternehmen über die Methoden und Produkte der Mitarbeiterqualifizierung urteilt. Ob Fachwissen über Web-basiertes Training oder multimediale Offline-Medien einerseits oder über herkömmliche Präsenzschulungen andererseits vermittelt wird, die Vorstände verlangen generell, Trainingsprogramme stärker in die Geschäftsprozesse zu integrieren. Diesem Ziel dienen so genannte Corporate Trainings, also Qualifizierungsprogramme für die unternehmensweite Aus- und Weiterbildung, die direkt an der Unternehmensstrategie ausgerichtet sind. Aus diesen lassen sich einzelne Mitarbeiterschulungen ableiten, um beispielsweise bei einer Ausweitung des Unternehmens auf internationale Märkte länderspezifische Sprachqualifikationen zu vermitteln. Mit Hilfe von Mitarbeiterprofilen und einer Skilldatenbank lassen sich die Qualifizierungsprogramme nun gezielt den einzelnen Mitarbeitern zuordnen. Corporate Trainings, so sieht es auch das Top-Management, sollten an spezifischen Unternehmenszielen ausgerichtet sein. Erfolg oder Misserfolg der durchgeführten Qualifizierungsmaßnahmen seien zu kontrollieren und der Nutzen für das Unternehmen eindeutig nachzuweisen. Die Verantwortung für die Entwicklung eines umfassenden Konzepts sowie adäquater Maßnahmen soll vorrangig bei der Personalentwicklung und weniger in den Fachbereichen liegen.

Lösung für Bildung und Business

Qualifizierungsbedarf

Qualifizierungsbedarf

Die neue SAP Learning Solution stellt sich diesen Herausforderungen. Mit ihr können Qualifizierungsmaßnahmen ermittelt und Trainingsmaßnahmen gezielt abgeleitet werden. SAP liefert eine umfassende Lösung für zielgerichtetes Lernen, bestehend aus Lernportal, Learning Management System, Autorenwerkzeug und Contentmanagementsystem. SAP bietet hier Best-Practice im Bereich E-Learning mit den relevanten Werkzeugen der Personalwirtschaft. Zum Beispiel werden aktuelle Personaldaten und Informationen zu Mitarbeitern sowie ihren Tätigkeiten und Qualifikationen in den Personalsystemen des Unternehmens abgelegt und verwaltet. Ergebnisse über den Qualifizierungsstand der Mitarbeiter landen automatisch in der Skilldatenbank des Unternehmens und sind sogleich für eine gezielte Personalentwicklung und Einsatzplanung zu verwenden. Die SAP Learning Solution lässt sich nahtlos in SAP-Lösungen wie zum Beispiel mySAP Human Resources (mySAP HR) beziehungsweise mySAP Enterprise Resource Planning (mySAP ERP) integrieren. Damit gelingt es, Qualifizierungsmaßnahmen auf Basis unternehmensindividueller Daten und Informationen optimal zu konzipieren und zu planen.

SAP Learning Solution

SAP Learning Solution

Das Unternehmen erhält mit der SAP Learning Solution eine flexible Lernlösung, welche in Geschäftsprozesse eingebunden werden kann. Sie ist in der Lage, die Lern- und Arbeitswelt so miteinander zu verknüpfen, dass Lernen weniger als Selbstzweck, sondern vielmehr als zielgerichtete Unterstützung im individuellen Arbeitsablauf des Mitarbeiters empfunden wird. Das heißt, Bildungsinhalte sind gleich mehrfach zu verwenden, zum einen als Schulungsmaterial für den Ersterwerb von Wissen, aber darüber hinaus auch als interaktives Nachschlagewerk – learning on demand – im direkten Bezug zum jeweiligen Arbeitsprozess.

Learning Lifecycle

Learning Lifecycle

Die SAP Learning Solution erfüllt mehrere Ziele. Qualifizierungsmaßnahmen einzelner Fachbereiche lassen sich auf einer Plattform bündeln und gezielt umsetzen. Die Lernlösung kann zur Distribution von Fachwissen und Trainingsmaßnahmen sowie auch als Instrument zur strategischen Personalentwicklung genutzt werden. Integriert ablaufende Prozesse, um zum Beispiel eine Bildungsmaßnahme zu genehmigen, sie abzurechnen oder eine erworbene Qualifikation in eine Skilldatenbank zu übertragen, vermeiden Datenredundanzen und senken signifikant die Total Cost of Ownership (TCO) für eine unternehmensweite und integrierte Lernlösung.
Wenn Unternehmen so genannte Learning Scorecards entwickelt haben, in denen Lernziele an strategischen Zielen ausgerichtet sind, so lassen sich damit konkrete Weiterbildungsanforderungen für einzelne Unternehmensbereiche und Fachabteilungen ermitteln und bei entsprechender Verfeinerung bis auf Mitabeiterebene herunter brechen. Alternativ dazu erlauben sie Konzepte, um den aktuellen Qualifizierungsbedarf jedes Mitarbeiters festzustellen. Dies geschieht, indem beispielsweise das Anforderungsprofil einer Stellenbeschreibung mit dem Qualifikationsprofil des Mitarbeiters verglichen und die Ergebnisse ausgewertet werden. Dabei schlägt die Lösung automatisch die passenden Trainingsmaßnahmen vor.

Vorsprung für E-Learning

Kennzahlen

Kennzahlen

Kundenerfahrungen haben gezeigt, unter welchen Bedingungen Web-basiertes Lernen bei der Vermittlung von Fachwissen herkömmliche Kurse und Schulungen überlegen ist. Ein Beispiel aus der Praxis macht das deutlich: Um eine Software in der Unternehmensgruppe Robert Bosch einzuführen, wurden parallel sowohl Web-basierte Trainingseinheiten als auch Präsenzschulungen angeboten. Die Aktionen sollten den Roll-Out der SAP-Reisekostenabrechnung in 65 deutschen Standorten unterstützen. Bereits im Vorfeld wurde den Mitarbeitern Online-Learning einschließlich der Zielsetzungen und Gründe für die Anwendungen erklärt. Diese flankierende Maßnahme konnte Vorurteile und Akzeptanzprobleme gegenüber elektronischem Lernen ausräumen.
Während der eigentlichen Qualifizierung und in abschließenden Tests zeigten sich die Vorteile des Online-Lernens. Werden die Inhalte in elektronischer Form vermittelt, führt das zu einem einheitlicheren Wissensstand unter allen Mitarbeitern. Dagegen war festzustellen, dass in den Präsenzschulungen die Trainer unterschiedliche Schwerpunkte setzten und bestimmte Themen, wie Wissenstests ergaben, nur unzureichend bekannt waren. Insbesondere die interaktiven Simulationen des Produktivsystems trafen bei den Lernenden auf große Akzeptanz. Ein weiterer Vorteil des Online-Lernens war die spätere Wiederverwendbarkeit der Lerneinheiten als aktive Hilfe am Arbeitsplatz oder als interaktives Nachschlagewerk nach Abschluss des Trainings. Web-basierte Trainings erwiesen sich hier als geeignete Methode für die Schulung von SAP-Anwendungen.
Zukunftsorientierte und innovative Lernlösungen helfen, Wettbewerbsvorteile zu sichern und auszubauen. Dies ist nur möglich, wenn die Qualifizierungsprogramme in die Unternehmensstrategie eingebunden werden und somit die Lernziele mit den Unternehmenszielen abgeglichen werden. Eine unternehmensweite Lernlösung kann nur dann erfolgreich sein, wenn Sie flexibel genug ist, die unterschiedlichen Anforderungen auf einer zentralen Plattform zu vereinen.
Wer morgen sein Management vom Nutzen einer E-Learning-Investition überzeugen will, muss heute nachweisen können, welchen Gewinn diese Investition dem Unternehmen und somit auch dem Management bringt.

Garrit Skrock

Garrit Skrock

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