Warten war früher

Feature | 9. August 2010 von Stephan Magura 0

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Ein Hoffnungsträger auf dem Weg zurück in die Erfolgsspur ist die Informationstechnik. Sie soll helfen, Geschäftsprozesse zu flexibilisieren und neue Strategien umzusetzen. Konkret wollen CIOs neben Kostensenkungen vor allem Innovationen und Werkzeuge zur Steigerung der Mitarbeiterproduktivität sehen, sagen Analysten – was die Aufmerksamkeit auf In-Memory- Computing lenkt. Die Innovation bringt Kunden schon jetzt enorme Geschwindigkeitsvorteile bei Analyseanwendungen und erleichtert die Entscheidungsfindung bei sinkenden Kosten. Und dabei wird es nicht bleiben: Eine optimierte Planung, exakte Prognosen sowie generell schnellere Geschäftsprozesse sind keine Wunschvorstellung mehr.

Beim In-Memory-Computing werden Unternehmensinformationen nicht mehr von traditionellen Datenbanken auf der Festplatte abgerufen, sondern im Hauptspeicher vorgehalten und dort verarbeitet. Die Voraussetzungen dafür liefert die Hardware: Chip-Hersteller bieten inzwischen preiswerte Mehrkern-Prozessoren an, die sich die Arbeit teilen. Moderne Blade-Server können mittlerweile acht und mehr solcher Parallel-Prozessoren aufnehmen und stellen damit rund ein Terabyte an Hauptspeicher zur Verfügung; man braucht nur einen Teil davon, um etwa die kompletten Bewegungsdaten eines Großkonzerns aufzunehmen. Hinzu kommt eine entscheidende Änderung bei der Datenhaltung: Die Informationen sind in Spalten abgelegt. Dadurch vermeidet man, komplette Datensätze einlesen zu müssen. Ein Datensatz in der SAP-Buchhaltung beispielsweise enthält aufgrund der Komplexität der internationalen Steuersysteme über 300 Felder. In der Regel wird pro Transaktion nur ein Bruchteil davon gebraucht. Dennoch mussten Benutzer bislang immer alle Felder in den Hauptspeicher laden.

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