Versand aus einer Hand

12. Mai 2011 von Falko Richter 0

TransportCommunicator: macht Gabelstaplerteile versandfertig (Foto: Fotolia)

TransportCommunicator: Macht Gabelstaplerteile versandfertig (Foto: Fotolia)

Die Kaup GmbH & Co. KG – Hersteller von Zusatzgeräten für Gabelstapler –  produziert an 6 Standorten in Europa ca. 30.000 Anbaugeräte und besitzt ein Handelsnetz, das alle Erdteile abdeckt. Kurzum, es gibt viel zu versenden.

Manuelle Kleberei

Der manuelle Aufwand beim Versand der Pakete war erheblich. So bekam Kaup von einem der Kurier-, Express- und Paketdienstleister (KEP) Selbstklebeetiketten, die dann pro Versandeinheit mehrfach auf Paket und Begleitdokumente geklebt werden mussten.

Da die Barcodes nicht mit Routing-Label ausgestattet waren, gab es keine Rückkopplung von Track- & Trace-Informationen. Fragen zum Versandstatus von wichtigen Kundenaufträgen, konnten so nicht beantwortet werden. Die übrigen Dienstleister stellen diese Informationen zwar über Webportale bereit, doch müssen die Sendungen dort erst einmal erfasst werden.

Ausgewählt: M.TransportCommunicator

Kaup entschied sich für eine Software von Mercoline, einem auf elektronischen Datenaustausch (EDI) spezialisierten SAP-Partner. Nach der Einführung der Zolllösung M.ATLAS entschied sich das Unternehmen Mitte 2010, die Versandprozesse mit den Versanddienstleistern DPD, UPS und DHL mit der Mercoline-Lösung M.TransportCommunicator zu optimieren.

„Mercoline bietet uns schlanke und komfortable Erweiterungen für unser SAP-System. Zudem integrieren wir immer mehr  Geschäftspartner in unsere Prozesse, wie in diesem Fall die Paketdienste“, so Wolfgang Euler, Leiter IT bei Kaup.

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Transport Communicator: Statusmonitor (Screenshot: Mercoline)

TransportCommunicator: Statusmonitor (Screenshot: Mercoline)

Paketdaten (Screenshot: Mercoline)

Paketdaten (Screenshot: Mercoline)

Vorteile

Seit dem Produktivbetrieb von M.TransportCommunicator werden alle erforderlichen Daten für eine Sendung aus einer Reihe von Quellen direkt aus dem SAP-System in die KEP-Nachrichten übernommen. Standardmäßig sind das Auslieferungsdaten. Aufgrund der Architektur ist auch der direkte Zugriff auf andere Daten möglich, z. B. aus Lieferscheinen oder Transportaufträgen.

Bei über 90% aller Lieferungen sind die notwendigen Daten bereits vorhanden. Durch die SAP-Nachrichtenfindung werden die Sendungsinformationen im Hintergrund von M.TransportCommunicator gesammelt und der Etikettendruck wird mit dem letzten Vorgang am Packtisch – dem Wiegevorgang – vollautomatisch ausgelöst.

Dieses KEP-spezifische Label wird anschließend auf das versandfertige Paket geklebt. Durch den Automatisierungsgrad entfallen Schulungen, da statt des Blanko-Etiketts jetzt das nach dem Wiegevorgang erzeugte Etikett aufgeklebt wird.

Ergebnis

Für Kaup ist ein wesentlicher Vorteil, dass sich die Transparenz der Versandprozesse erhöht hat. Standen bisher Statusinformationen nicht zur Verfügung oder mussten diese im jeweiligen System des KEP von Versandmitarbeitern herausgesucht werden, ermittelt heute jeder berechtigte SAP-Anwender den Versandstatus über den Ursprungsbeleg im SAP-System.

„Unser Vertrieb kann heute selbständig und damit auch sehr schnell Kundenanfragen bezüglich Lieferstatus eines Auftrags beantworten und ist nicht mehr auf die Versandabteilung angewiesen. So können wir frühzeitiger auf Probleme reagieren und die Zufriedenheit unserer Kunden erhöhen.“ erklärt Euler. Zukünftig will Kaup noch einen Schritt weiter gehen: die durch den Einsatz von M.TransportCommunicator im SAP-System vorhandenen Daten sollen als Bewertungs- und Verhandlungsbasis mit den KEP’s dienen.

Sendungsdaten (Sreenshot: Mercoline)

Sendungsdaten (Sreenshot: Mercoline)

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