Teamarbeit: Microsoft und SAP

Feature | 12. Januar 2010 von Perry Manross 0

Microsoft_SAP

„Oracle im Fadenkreuz“, „SAP und Microsoft verschwören sich gegen Oracle“, „Microsoft und SAP vs. Oracle“ – als sich Microsoft kürzlich für SAP BusinessObjects Planning and Consolidation aussprach, interpretierte dies die IT-Presse als einen Schuss gegen Oracle und sein Konkurrenzprodukt Hyperion. Das Wall Street Journal titelte „Der Feind meines Feindes ist mein Freund“.

Der erst kürzlich von SAP neu berufene Leiter Business User Sales, Sanjay Poonen, beschwichtigt. Die Medien dramatisierten solche Rivalitäten gern. Natürlich profitiere SAP davon, dass sich sein Konkurrent Microsoft für die Funktionalität und Leistungsfähigkeit von SAP BusinessObjects Planning and Consolidation ausgesprochen habe. „Aber was in der medialen Berichterstattung ein wenig zurückbleibt, ist, dass es hauptsächlich darum geht, den Kunden Vorteile zu verschaffen. Denn durch die Zusammenarbeit von SAP und Microsoft erhalten die Nutzer beste Funktionalität, bessere Leistungsfähigkeit und höhere Anwenderfreundlichkeit ihrer Unternehmenssoftware bei gleichzeitig niedrigen Gesamtbetriebskosten.“

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Sanjay Poonen by SAP BusinessObjects

Sanjay Poonen, Leiter SAP Business User Sales (Foto: SAP)

Software fürs Finanzwesen

SAP BusinessObjects Planning and Consolidation unterstützt als Teil des SAP-Lösungsangebots zur einheitlichen Steuerung der Unternehmens-Performance (Enterprise Performance Management, EPM) Fachanwender der Finanzabteilung bei der Finanzplanung, Budgetierung und beim Erstellen von Konjunkturprognosen. Die Anwendung ermöglicht es, zunehmend striktere Regulierungsanforderungen global umzusetzen und einheitlich anzuwenden.

Da sich die gute Zusammenarbeit zwischen Microsoft und SAP bereits bei Produkten wie Duet und Duet Enterprise bewährt hat, werden beide Firmen ihre Partnerschaft weiter ausbauen. Ein dezentrales Entwicklerteam von SAP erfährt frühzeitig von Neuentwicklungen, beispielsweise von Microsoft Office und Microsoft Sharepoint und erhält Einblick in Microsofts Datenbankportfolio. Diese Form der Zusammenarbeit wird laut Poonen sicherstellen, dass der Kunde  im Hinblick auf Funktionalität und Leistungsfähigkeit bestmöglich profitiert.

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Geläufige Programme weiter nutzen

Laut Tom Casey, Bereichsleiter SQL Server Business Intelligence bei Microsoft, unterstützt die Anwendung die aktuellen Versionen von Microsoft Office 2007, Microsoft Office Excel 2007 und Microsoft SQL Server 2008. Nutzer können daher ihre gewohnten Programme, mit denen sie jeden Tag arbeiten, weiter nutzen und profitieren gleichzeitig von allen Funktionen der Microsoft SQL Server 2008-Datenbank und der SQL Server Analysis Services.“

Wie Stephanie Buscemi, verantwortlich für EPM-Marketing bei SAP, anmerkt, war Microsoft Excel in Buchhaltung und Finanzwesen schon immer das bevorzugte Programm für Budgetplanungen. Das nahtlose Zusammenspiel von SAP BusinessObjects Planning and Consolidation mit Excel macht es dieser Zielgruppe nun noch einfacher.

Microsoft und SAP arbeiten zusammen daran, diese Lösungen auf den Markt zu bringen. Vertreter beider Unternehmen werden diese auf EPM-Roadshows in Europa vorstellen, und bauen ihre jeweiligen Vertriebsorganisationen um, um  die Kunden in diesem Bereich optimal zu betreuen.

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Stephanie Buscemi, vice president for EPM marketing at SAP (photo: SAP)

Stephanie Buscemi, Leiterin EPM-Marketing SAP (Foto: SAP)

Nutzen für Microsoft

Microsoft unterstützt SAPs EPM-Lösung nicht ohne Grund.Laut Poonen helfe dies  Microsoft dabei, mehr SQL-Server- und  Windows-Server-Lizenzen zu verkaufen und Microsoft-Office-Nutzer dauerhaft an sich zu binden. SAP BusinessObjects Planning and Consolidation sei nun einmal die einzige EPM-Lösung, die dermaßen für Microsoft optimiert ist.

Und Microsoft steht mit seinem Lob für diese Lösung nicht alleine. Kürzlich bezeichnete das Analystenhaus Gartner in seinem „Magic Quadrant“ die SAP-Anwendung als das „visionärste“ und damit innovativste und beste Produkt auf dem Markt. Auch Forrester bewertete die Lösung mit Bestnoten in Sachen Funktionalität – und die Kunden tun dies ebenso.

Zum Beispiel CKE Restaurants in den USA, das berühmte Ketten wie Carl’s Jr. und Hardee’s betreibt. Das Unternehmen hat aus einer Vielzahl von anderen Produkten, darunter Oracle/Hyperion, die SAP-Lösung ausgewählt. „Wir haben uns für die Implementierung von SAP BusinessObjects Planning and Consolidation entschieden, weil wir von der Einfachheit der Bedienung beeindruckt waren und sich Geschäftsprozesse einheitlich steuern lassen. Demos und Referenzen waren tadellos“, sagt Tom Lindblom, Chief Technology Officer von CKE Restaurants. „Früher nutzen wir riesige Excel-Tabellen und Fremdsysteme, um das Jahresbudget zu verwalten und monatliche Prognosen zu treffen. Es war ein langatmiger und zeitraubender Prozess, bei dem Daten in und aus Peoplesoft importiert und exportiert werden mussten. Die neue SAP-Software ermöglicht es uns, schnell neue Geschäftsszenarien abzubilden, dabei Risiken zu minimieren und durchgehende Compliance und Regeltreue zu erreichen.“

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Mit IFRS-Starterpaket

Heutzutage müssen Unternehmen wie CKE Restaurants sicherstellen, dass sie Berichtspflichten und -fristen in ihrer Finanzplanung einhalten und komplexe Konsolidierungen und Reports in kürzester Zeit erledigen. Internationale Regelwerke wie die International Financial Reporting Standards (IFRS) erschweren dies zusätzlich. SAP BusinessObjects Planning and Consolidation hilft dabei, die Bücher schnell und regelkonform zu schließen und wird standardmäßig mit einem IFRS-Starterpaket verschickt. Die Flexibilität der Lösung ermöglicht enge Buchungszyklen und ist nicht auf die traditionelle Quartalsbuchung beschränkt.

Aufgrund des Zusammenspiels zwischen SAP Business Planning and Consolidation und der Microsoft-Software profitieren Kunden nicht nur von neuen Funktionen, sondern auch von verbesserter Leistungsfähigkeit in ihrem gewohnten Abläufen, sodass kaum Einarbeitung nötig ist und kaum Trainingsaufwand anfällt.

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