Mit 70 Pferdestärken auf Wachstumskurs

Feature | 7. Februar 2007 von admin 0

Robuste, zuverlässige Arbeitspferde – das sind die Traktoren von Montana Tractors. Sie eignen sich für die unterschiedlichsten Aufgaben, angefangen von kleineren Arbeiten in der Landwirtschaft bis hin zu kommerziellem Garten- und Landschaftsbau, Bodenpflege sowie Einsätzen im Nutzbereich und auf Baustellen. Ted Wade, Geschäftsführer bei Montana Tractors, erläutert: “Wir konzentrieren uns auf ein breites Einsatzspektrum und haben dafür sieben kompakte Modelle mit Allradantrieb von 27 bis 45 PS und drei größere Modelle mit Zweirad- oder Allradantrieb mit 43 bis 70 PS im Repertoire. Die größeren Traktoren, unsere ’VIP’-Modelle, bieten eine Auswahl an offenen Fahrerplattformen mit Überrollbügel oder großen ‘Big Sky’-Fahrerkabinen mit uneingeschränkter Rundumsicht”. Das Angebot kommt an: Das Unternehmen verzeichnete von 2004 bis 2005 ein Wachstum von 100 Prozent.
Montana Traktors lässt die Bauteile in Südkorea und Rumänien produzieren und nimmt die Endmontage sowie die Tests am Firmensitz in Springdale, Arkansas vor.

Vom Pioniergeist durchdrungen

Montana Tractors verströmt den amerikanischen Pioniergeist mit der Einstellung “alles ist möglich”. Erfindungsgabe, Vielseitigkeit, Einfallsreichtum und praktische Anwendbarkeit sind die Qualitäten, auf die das Unternehmen setzt. Aus Verbundenheit mit dem Zielmarkt tritt Montana Tractors als Sponsor des professionellen Rodeoreiters Jody Newberry auf. Newberry verwendet einen Montana 4540 Traktor mit Lader für die Arbeit auf seinem Grundstück, und repräsentiert Montana Tractors in seinen Wettbewerben.
Auch bei den Händlern sucht Montana Tractors nach Partnern, die zum Stil und der Philosophie des Unternehmens passen. Denn nur wenn die Händler ihre Kunden gut kennen und eine persönliche Beziehung zu ihnen aufbauen, können sie einen besonderen Service bieten.

Keine Angst vor Herausforderungen

Mit der Haltung “alles ist möglich” geht das Management auch schwierige Situationen an. Als Anfang 2006 Einschränkungen auf IT-Seite das Wachstum zu bremsen drohten, traf es umgehend die Entscheidung, sich der Herausforderung zu stellen. Mit der alten Software konnten nur fünf Anwender gleichzeitig arbeiten und die Buchhaltungssoftware kommunizierte nicht mit den Fertigungssystemen. Es war also höchste Zeit, die Anwendung durch eine neue, leistungsstarke ERP-Lösung zu ersetzen.
“Die Herausforderungen eines jungen, schnell wachsenden Unternehmens wie unseres unterscheiden sich grundlegend von denen großer, gut etablierter Firmen,” findet Wade. “Wal-Mart beispielsweise kann auf Mitarbeiter, Prozesse und Systeme zurückgreifen, die sich über viele Jahre entwickelt haben. Ich habe früher für Wal-Mart gearbeitet, daher weiß ich, wovon ich rede”, erklärt Wade, der stellvertretender Leiter der IT-Abteilung in der Zentrale des Einzelhandelsriesen in Bentonville, Arkansas war. “Wenn man wie wir bei Null anfängt und noch nicht ausreichend Personal, Fähigkeiten und Systeme zur Verfügung hat, dann muss man sich vieles selbst beibringen. Eine umfassende ERP-Anwendung hilft uns, nicht immer quasi von der Hand in den Mund wirtschaften zu müssen”, erläutert der Geschäftsführer.

SAP Business One macht das Rennen

Bei der Auswahl der neuen Software gab das Team von Montana Tractors den Anbietern einen Überblick über die Pläne für die nächsten fünf Jahre. Ganz oben auf ihrer Liste stand die Entwicklung mehrerer Produktlinien und verschiedener Traktorenarten.
Da Wade bereits bei Wal-Mart mit SAP gearbeitet hatte, schlug er vor, auch SAP Business One zu evaluieren. Der SAP-Partner LBMC Technologies mit Niederlassungen im Südosten der USA präsentierte die Lösung. Mit vollem Erfolg: SAP Business One machte eindeutig das Rennen. “LBMC Technologies hat genau erkannt, was wir brauchen und SAP Business One wurde unseren Anforderungen am besten gerecht ”, betont Wade. Eine wesentliche Stärke der Software aus Sicht von Montana Tractors ist ihr modularer und skalierbarer Ansatz, der das rasante Wachstum des Unternehmens unterstützt. Darüber hinaus lassen sich alle wichtigen Geschäftsprozesse abbilden. Entscheidend waren außerdem die leistungsstarken Datenbankfunktionen, die integrierten Finanzsysteme, ein umfassendes Fertigungsmanagement sowie die Verwaltung von Transport, Lager und Bestand.
Und nicht zuletzt sprach für SAP Business One, dass auch einer der größten Lieferanten von Montana Tractors mit der SAP-Plattform arbeitet. Ein wesentliches Argument, denn das Unternehmen ist auf die Anbindung mit den Lieferanten angewiesen.

Aus Erfahrungen gelernt

Veränderungen können in jeder Situation schwierig sein – und in der Wachstumsphase ganz besonders. Auf einer Skala von eins bis zehn vergibt Wade für die Implementierung der Lösung eine “fünf”. Was die Produktivsetzung am 1. Mai 2006 betrifft, so gibt er zu: “Wir hätten unsere Mitarbeiter besser auf die neue Lösung vorbereiten können. Es ist problematisch, von den Mitarbeitern etwas zu verlangen, das sie noch nie getan haben und Systeme zu nutzen, die sie nicht kennen, vor allem wenn sie nicht wissen, welche Vorteile sie davon haben.”
Wade empfiehlt: “Vor der Einführung einer neuen Software ist ein Testsystem unverzichtbar. Bevor man in Produktion geht, sollten die Mitarbeiter alle Abläufe zwei- bis dreimal durchgehen, um Fehler aufzudecken.” Sein Hinweis: Die Implementierung wird umso erfolgreicher sein, je mehr Menschen verstehen, welche Rolle sie in dem Projekt spielen.

Ein “Aha-Erlebnis” für die Anwender

Die Vorteile der integrierten Managementlösung waren bei Montana Tractors sofort sichtbar. Vorbei ist die Zeit, als es noch einzelne, unverbundene Anwendungen gab und das Unternehmen mit Hilfe von gemeinsam erstellten Tabellen und Listen verwaltet werden musste. Vorbei ist auch das Chaos von doppelten Einträgen, Datenfehlern und Ungenauigkeiten zwischen verschiedenen Anwendungen. Heute unterstützt SAP Business One mit automatischen Warnungen, Workflows sowie Reaktionen auf wichtige geschäftliche Events und Kundenwünsche das Management bei der Kontrolle über das Geschäft. Das integrierte System macht Informationen sichtbar, sobald sie eingegeben werden, und bietet Echtzeit-Updates des Bestands.
Für die Anwender war dies ein Aha-Erlebnis, wie Wade berichtet: “Nach kurzer Zeit sagten sie: ‚Ich verstehe. Ich beginne zu begreifen, warum ihr das von mir verlangt. Es betrifft nicht nur mich, sondern es ist die Art und Weise, wie die ganze Firma zusammenarbeitet.’ Das war beeindruckend.”
Derzeit testet Montana Tractors das von IronWare hergestellte RFID-Warehouse Management Systems für SAP Business One. Außerdem sollen Web-Tools implementiert werden, um CRM- und die E-Commerce-Funktionalität zu ermöglichen.
“In einem großen Unternehmen können die Fehler der Vergangenheit gerade gebogen werden,” stellt Wade fest. “In einem kleinen oder mittleren Unternehmen hat man die aktuellen und die vergangenen Fehler immer direkt vor Augen. Ein Fehler verfolgt einen so lange, bis man ihn wieder ausbügelt.” Mit SAP Business One kann Montana Tractors weiter expandieren und die neue, ganzheitlichen Sicht auf das Geschäft unterstützt die Entscheidungsfindung des Managements.
Weitere Informationen über Montana Tractors finden Sie unter www.montanatractors.com
Mehr über LBMC Technologies erfahren Sie unter www.lbmc.com
Zusätzliche Details zu SAP Business One sind verfügbar unter www.sap.com/solutions/sme/businessone.

Christine Macfarlane

Christine Macfarlane

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