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Mit Business Transformation Services den digitalen Weg gehen

18. Dezember 2015 von Stephan Magura 0

Der „Digital Economy“ kann sich niemand entziehen, meint Business-Transformation-Services-Chef Christoph Steiger.

Auf dem Weg ins digitale Zeitalter brauchen Unternehmen und Institutionen fundierte Beratung sowie die am Business ausgerichtete Umsetzung von Innovation. Business Transformation Services (BTS) ist seit mehr als zehn Jahren die Management-Beratung der SAP. Rund 700 Consultants weltweit kümmern sich um strategisch wichtige Kunden. Wir haben am Rande des fünften Business Transformation Summits mit dem neuen BTS-Chef Christoph Steiger gesprochen.

SAP Business Transformation Summit Oct, 21 + 22, 2015

Christoph Steiger: “Business Transformation Services soll den Weg in die Digital Economy bereiten. “

Welche konkreten Ziele verfolgen Sie mit SAP Business Transformation Services?

Christoph Steiger: Auf unsere Kunden und auf die SAP kommen große Veränderungen zu. BTS soll den Weg in die Digital Economy bereiten. Künftig soll jeder BTS-Kollege drei Kernkompetenzen in sich vereinen: Er muss über ein ausgeprägtes Business-Verständnis verfügen, fundierte Branchenkompetenz besitzen – und er muss sich auskennen mit den SAP-Lösungen und der SAP-Technologie. Wir haben derzeit rund 700 Berater, die wir befähigen wollen, diese Qualitäten zu perfektionieren.

Derzeit sind wir sehr gut darin, Unternehmen zu transformieren; darüber hinaus wir sind in der Lage, Innovationen umzusetzen. Zu unserem Team zählen rund 150 Design Thinking Coaches, dazu kommen zahlreiche Services und Methoden, um Geschäftsmodelle zu erneuern. Wir sind also gut aufgestellt, unsere Kunden in die digitale Welt zu führen. Business Transformation und die Realisierung von Innovationen sind die beiden Säulen unseres künftigen Geschäfts. Wir müssen sowohl die Branchen als auch die Geschäftsbereiche exzellent bedienen. Dabei setzen wir auf ein Modell, das ich als „glocal“ bezeichnen würde.

Stichwort Branchen: Was tut sich dort in Sachen Digitalisierung?

Ich würde nicht behaupten, dass es diesbezüglich eine führende Branche gäbe; allerdings sind bestimmte Industrien von der digitalen Transformation aktuell stärker betroffen als andere, etwa Financial Services oder der Handel. Aber das ist keine Überraschung, wenn man sich ansieht, was derzeit in der Finanztechnologie vorgeht beziehungsweise welche Aktivitäten Google oder Amazon an den Tag legen. Deren Bekenntnis zur digitalen Transformation wirkt sich auf alle Branchen und Marktteilnehmer aus.

Die digitale Transformation betrifft jedes Unternehmen. Es kommt für eine Firma jetzt darauf an, wann und in welcher Intensität die „digitalen Eindringlinge“ in ihrem unmittelbaren Umfeld zuschlagen. Wer da nicht vorbereitet ist, wird von anderen überholt werden.

Wie sieht die BTS-Strategie aus, damit Unternehmen den „digitalen Weg“ mit der SAP gehen?

Wir konzentrieren uns auf zwei Gruppen. Da wären zunächst die großen mittelständisch geprägten Unternehmen. Zusammen wollen wir ihre Geschäftsmodelle und Prozesse mit Hilfe unserer Werkzeuge und Verfahren digitalisieren. Was wir dort lernen, implementieren wir anschließend bei unseren großen Topkunden.

Dazu setzen wir auf verschiedene Maßnahmen. Als SAP müssen wir weiter Erfahrungen sammeln und mehr Referenzkunden gewinnen. Wir haben bereits mehr als 50 digitale Anwendungsszenarien quer durch verschiedene Branchen und Geschäftsbereiche entwickelt. Diese nutzen wir in Design-Thinking-Workshops, um die Diskussion mit unseren Kunden mit neuen Ideen zu befruchten. Allerdings brauchen wir weit mehr Einsatzfälle. Mein Ziel liegt zwischen 200 und 300 Szenarien.

Mit welcher Konkurrenz muss die SAP sich dabei auseinandersetzen?

Im digitalen Zeitalter sind die reinen Cloud-Anbieter agile Mitbewerber, weil sich ihre Angebote einfach integrieren lassen. Es ist natürlich etwas aufwendiger, ein ERP-System einzuführen. Aber: Wir haben erstklassige Cloud-Lösungen, müssen diesen Trumpf jedoch noch häufiger ausspielen. Zusätzlich bieten wir mit der SAP HANA Cloud Platform eine Basis an, auf der Entwickler und Startups mit ihren Anwendungen aufsetzen können. Das ist ein starkes Argument, dem die reinen Cloud-Anbieter wenig entgegen zu setzen haben.

 

 

Fotos: SAP

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