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Mit dem Internet der Dinge in eine vernetzte Zukunft

13. Mai 2015 von Judith Magyar 0

Es sind schwierige Zeiten für den Energieversorger CenterPoint Energy, der 5,5 Millionen Kunden in Texas mit Strom und Gas beliefert: Der Energiemarkt durchlebt derzeit einen tiefgreifenden Wandel. In diesem Umfeld muss CenterPoint zum einen wettbewerbsfähig bleiben, zum anderen muss es seine Produkte und Dienstleistungen möglichst verlässlich, wirtschaftlich, vorschriftenkonform und sicher bereitstellen. Verbraucher ändern ihr Verhalten, und neue Energiequellen wie Windkraft und Solarenergie gewinnen zunehmend an Bedeutung. Maschinen kommunizieren miteinander und treffen selbstständig Entscheidungen.

Gary Hayes, der CIO von CenterPoint, ist der Überzeugung, dass man diesem Wandel nur erfolgreich begegnen kann, wenn Technologien nahtlos ineinandergreifen. Die intelligente Energieversorgung der Zukunft wird sich aus drei Arten von Technologien zusammensetzen: Verbrauchertechnologie für Smart Devices und soziale Medien, Informationstechnologie zur Unterstützung von Mobilität, Cybersicherheit und Big-Data-Analysen sowie eine breite Palette an Betriebstechnologien. Das Zusammenspiel dieser Technologien ist der Dreh- und Angelpunkt des Internets der Dinge (Internet of Things, IoT). Daraus entstehen neue Strategien und Betriebsmodelle sowie eine vollkommen neuartige Kundenerfahrung.

Im Internet der Dinge wird Komplexes einfach

CenterPoint nutzt heute Apps für das Internet der Dinge, die auf der SAP HANA Cloud Platform aufbauen. Mit diesen Apps kann das Unternehmen die Vielzahl seiner Datenströme auswerten und aus den gewonnenen Informationen Maßnahmen ableiten. CenterPoint senkt so die Betriebskosten und verwaltet seine Anlagen und Ressourcen effizienter. Und auch die Kunden des Energieversorgers sparen Energie und Geld.

Laut Steve Lucas, der den Bereich Platform Solutions bei SAP verantwortet, liegt der große Vorteil der SAP HANA Cloud Platform für das Internet der Dinge darin, dass Kunden und Partner nun alles an jede App oder jeden Geschäftsprozess in ihrem Unternehmen und Geschäftsnetzwerk anbinden können. „Wir bieten nun das größte Lösungsportfolio für das Internet der Dinge – mit umfassender Unterstützung von den Kerngeschäftsprozessen bis zu den Endgeräten in der Netzwerkperipherie. Unser Angebot an Platform as a Service ist allumfassend. Kunden können sofort nach der Anmeldung eigene IoT-Apps in der Cloud erstellen. Implementierung und Installation entfallen. Darüber hinaus bieten wir kostenlosen Zugang zu SAP Anywhere.“

Lucas ist begeistert von den neuen Möglichkeiten, die das Portfolio für das Internet der Dinge bietet. Unternehmen können ihre zentralen Systeme mit den Endgeräten verbinden. Dadurch lassen sich sogar ohne bestehende Netzwerkverbindung Daten erheben. Der Datenabgleich erfolgt, sobald die Systeme wieder online sind. Konkret bedeutet das, dass Unternehmen den Bestand von Verkaufsautomaten überwachen oder in Echtzeit Lastwagen umleiten können, die bereits unterwegs sind.

Bessere Entscheidungen treffen

SAP SapphireNOW 2015, Orlando, USA

Das Internet der Dinge verändert die Art, wie Unternehmen Geschäfte führen. Wir sind immer mehr miteinander vernetzt.

Die Kommunikation zwischen Mensch und Maschine schreitet immer weiter voran. Geräte und Sensoren überwachen Prozesse und Leistungen und senden bei Bedarf Warnmeldungen. Die Daten fließen in der SAP HANA Cloud Platform zusammen, die Datenanalysen in Echtzeit ermöglicht und dadurch die Entscheidungsfindung erleichtert. Unternehmen können Produktdesign und Fertigung eng am Kunden ausrichten und ein maßgeschneidertes Kundenerlebnis bieten.

„Die Auswirkungen sind revolutionär“, so Lucas. „Prozesse und Transaktionen bilden den Kern unserer ERP-Lösungen. Mit Sybase und Business Objects können wir dem sozialen Aspekt Struktur geben. Und durch unsere Erfahrung in der Fertigungsbranche sind wir auf Maschinendaten spezialisiert. Mit dem IoT-Portfolio und Industry 4.0 treibt SAP die Zusammenführung von Technologien voran.“

Partnerschaften sind entscheidend

Siemens, das führende Unternehmen für Automatisierungstechnik im industriellen Bereich, hat vor der Wahl eines IoT-Partners umfassend recherchiert. „Wir haben uns für die SAP HANA Cloud Platform entschieden, weil es die technologisch fortschrittlichste Plattform ist und eine offene Anwendungsumgebung bietet. Außerdem haben Kunden aus der Fertigungs- und Prozessindustrie konkrete Vorstellungen, wo ihre Daten gespeichert werden sollen. „SAP unterstützt sowohl Public Clouds als auch Private Clouds, sodass Kunden frei entscheiden können, wo ihre Daten gespeichert werden“, erklärt Peter Weckesser, CEO des Bereichs Customer Services bei der Siemens AG.

Auch Intel und SAP arbeiten zusammen, um die Nutzung des Internets der Dinge für Unternehmen einfach, sicher und skalierbar zu machen. Intel hat bereits ein Konzept für branchenführende, interoperable IoT-Lösungen. Die SAP schafft mit der SAP-HANA-Plattform die Grundlage, um eine durchgängige Nutzung dieser Lösungen im Unternehmen zu ermöglichen.

Ob es um vernetzte Gebäude oder Fahrzeuge geht oder um ganze vernetzte Wirtschaftszweige, wie Gesundheitswesen, Versorgungsindustrie oder Handel: Jede Branche spürt die Kräfte des Wandels und jedes Unternehmen weiß, dass es sich verändern muss. Partnerschaften wie diese helfen Unternehmen, in dieser neuen, schnellen, digitalen Welt zu überleben.

Bildquelle: Shutterstock

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