Lust an Zahlen

Feature | 16. November 2009 von Christiane Stagge 0

Andreas Naunin, leiter Unternehmensbereich Mittelstand bei SAP, moderierte die Diskussionsrunde (Foto: Christiane Stagge)

Andreas Naunin, Leiter Unternehmensbereich Mittelstand bei SAP, moderierte die Diskussionsrunde (Foto: Christiane Stagge)

Warum sollte man als mittelständisches Unternehmen Unternehmenssoftware einsetzen? Welche Vorteile bietet SAP gegenüber anderen Anbietern?  Darüber diskutierten Geschäftsführer aus dem Mittelstand, SAP-Partner und IT-Experten am 11. November 2009 in der SAP Geschäftsstelle München.

Andreas Naunin, Leiter Unternehmensbereich Mittelstand und Mitglied der Geschäftsleitung SAP Deutschland, wehrte sich gegen die Kritik, SAP komme nur schwer bei mittelständischen Unternehmen an.  Seit Mitte der 90er verfolge SAP eine kontinuierliche Strategie, Produkte zu entwickeln, die speziell auf die Bedürfnisse  von mittelständischen Unternehmen zugeschnitten seien. Die Anzahl der Kunden habe sich in Deutschland verdoppelt. Zusammen mit Partnern sei man dabei, hochwertige Lösungen für den Mittelstand zu entwickeln und zu verkaufen. SAP biete im Gegensatz zu anderen Softwareunternehmen zukunftssichere, fortschrittliche Technologien, erweiterbare Module und eine sehr gute Kosten-Nutzen-Relation.

Acht Trends für Unternehmenssoftware

Naunin nannte acht Trends für den Bereich Unternehmenssoftware:

  1. Cloud Computing: Ein Softwarecode von einem zentralen Anbieter, der von  mehreren Anwendern genutzt wird. Berühmtes Beispiel für eine sogenannte Cloud ist Google. Im SAP-Umfeld ist es die Mietsoftware Business ByDesign.
  2. SOA: Softwaremodule laufen über eine einheitliche Architektur, so dass sich branchenspezifische Lösungen mit SAP-Programmen kombinieren lassen.
  3. Mobile Geräte wie Smartphones und Notebooks. Aktuelles Beispiel: SAP CRM 7.0, dass sich auch auf dem Blackberry nutzen lässt.
  4. Spaltenorientierte Datenbanken lösen zeilenorientierte Datenbanken ab und werden im Arbeitsspeicher vorgehalten. Dadurch hat man einen schnelleren, flexibleren Zugriff auf die Daten.
  5. Erweiterung der Prozessketten durch Kollaborationen und Synergieeffekte.
  6. Business Intelligence: Analytische Informationsgewinnung
  7. Internet
  8. Verändertes Nutzerverhalten

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SAP-Geschäftsstelle München in Hallbergmoos. (Foto: Christiane Stagge)

SAP-Geschäftsstelle München in Hallbergmoos. (Foto: Christiane Stagge)

Dank SAP besseres Ansehen bei den Banken

Anschließend stellten sich Branchenvertreter aus Maschinenbau, Medizintechnik und Nahrungsmittelindustrie den Fragen der Journalisten.

Besonders eindrucksvoll schilderte Gerd Ludwig, Geschäftsführer vom System- und Beratungshaus INTEC International GmbH, welche Vorteile ihm die Entscheidung für SAP Business All-in-One gebracht hat. SAP bedeute für sein Unternehmen vor allem ein höheres Ansehen, insbesondere bei den Banken. Da bei INTEC International  nur wenige Sachbearbeiter und Sekretärinnen beschäftigt seien, müssten die Manager vieles selbst erledigen. Dabei helfe die SAP-Software enorm. Außerdem wecke sie durch ihre vielfältigen Anwendungen die Lust an den Zahlen.  Ludwig, der in neun Jahren in den Ruhestand gehen will, hat mit SAP ein gutes Gefühl, da sich dank der Software viele Prozesse automatisieren lassen und er somit die Geschäfte allmählich aus der Hand geben kann: SAP als Einstieg für den Ausstieg.

Wechsel von SAP Business All-in-One zu Business ByDesign

Die uwe braun GmbH stellt  Produkte für Prozesstechnik , Lichtsysteme und Fahrzeugmodule her. Mit seinem Partner Itelligence wechselte das Unternehmen  von SAP Business All-in-One zu SAP Business ByDesign. Die Vorteile, so Geschäftsführer Martin Dolling, liegen auf der Hand: Die erhöhte Sicherheit und die Kosten. Um SAP Business All-in-One betreiben zu können, mussten Server aufgesetzt werden, die allesamt im Keller der Firma standen – ein zu hohes Sicherheitsrisiko für eine Firma, deren Standort etwas außerhalb liegt und damit auch Angriffsfläche für potentielle Einbrecher bietet.

Bei SAP Business ByDesign befinden sich die Server hingegen bei SAP. Die Software wird gemietet, Module können je nach Bedarf hinzugekauft werden. Betrieben wird Business ByDesign über den Internetbrowser. Eine aufwändige Implementierung mit hohen Hardwarekosten entfällt. Releasewechsel und Updates finden unbemerkt im Hintergrund statt – wie beispielsweise bei GMX, wo man beim Einloggen allenfalls merkt, dass sich die Bedienoberfläche geändert hat. Voraussetzung für den Kauf von Business ByDesign sind mindestens 25 Anwender. Pro Lizenz zahlt man 133 Euro im Monat.

Dank SAP Business ByDesign hat die uwe braun GmbH alle nötigen Module und Anwendungen, die sie braucht. Im Gegensatz zu früher werden Prozesse dank der entschlackten Software mit bis zu 30 Prozent mehr Geschwindigkeit ausgeführt.

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