Eine für alles: Sybase Unwired Platform

5. Mai 2011 von Daniel Hardt & Heather McIlvaine 0

Mobile Software auf der Basis der Unwired Platform - Sybase macht's möglich. (Foto: Frank Völkel)

Mobile Software auf der Basis der Unwired Platform - Sybase macht's möglich. (Foto: Frank Völkel)

Im Artikel über Unternehmensmobilität „Mobile Software für Unternehmen“, wurde der Stellenwert von MEAPs (Mobile Enterprise Application Platform) bereits angeschnitten: Sie sind ein entscheidendes Werkzeug für das Management mobiler Anwendungen und Endgeräte.

Was genau ist eine MEAP? Laut einer Definition von Gartner sollte eine MEAP diese Funktionalitäten besitzen:

  • eine integrierte Entwicklungsumgebung und ein Modellierwerkzeug
  • ein Werkzeug für die Integration von Unternehmensanwendungen
  • Programmbibliotheken, Konnektoren sowie fertige Komponenten
  • eine Managementkonsole für mobile Geräte
  • Client-User-Schnittstelle und Endnutzerumgebung

Im Folgenden werden wir die Sybase Unwired Platform – eine MEAP – vorstellen und zeigen, wie mit Sybase Afaria das mobile Gerätemanagement inklusive der nötigen Sicherheitsvorkehrungen möglich wird.

Write once, then customize. That's the logic behind SUP (screenschot: Sybase)

Ein Code für alle Mobilgeräterite: Das ist das Prinzip der SUP (Screenschot: Sybase)

Ein Code für alle Fälle

Die Sybase Unwired Platform ermöglicht eine schnelle und einfache Entwicklung von mobilen Anwendungen. Dabei nutzt sie die 4GL-Programmierumgebung und ist in beliebte Entwicklungsumgebungen wie Eclipse integrierbar. Unternehmen sparen so Kosten, da sie auf die Einstellung von Experten und Schulungen für Mitarbeiter verzichten können.

Darüber hinaus lassen sich mit der Plattform Codierungen durchführen, die mehrfach verwendbar sind. Der Kern der Anwendungen wird einmal entwickelt und kann dann für unterschiedliche Geräte und spezielle Funktionen angepasst werden.

Applikationen werden so für unterschiedliche mobile Endgeräte und Betriebssysteme optimiert. Welche mobilen SAP-Anwendungen von Sybase Unwired Platform unterstützt werden, lesen Sie im Artikel „Sybase: Die Mobilmacher.

Jedes Back-End, alle Geräte

Auch für Unternehmen, die mehrere Anwendungen auf unterschiedlichen Geräten betreiben möchten, ist Sybase Unwired Platform geeignet. Egal woher die Backend-Daten stammen – aus Rechenzentren, der Cloud oder Anwendungspaketen wie der SAP-Software – sie werden mobil verfügbar. Die Sybase Unwired Platform unterstützt Windows Mobile, Windows 32-Bit-Laptops, Tablets,  iPhones und iPads und BlackBerry-Geräte.

Um der heterogenen Landschaft entsprechen zu können, verwendet Sybase mobile Business-Objekte (MBOs). MBOs vereinfachen komplexe Backend-Systeme, um sie auf mobile Geräte zu bringen. Die Logik von Geschäftsprozessen wird mit einem integrierten Design-Tool kombiniert, was mobilen Lösungen die Rückbindung an die Datenquelle ermöglicht. Die Plattform ist so ausgelegt, dass auch neue Geräte und Betriebssysteme nahtlos integriert werden können.

Lesen Sie weiter, wie sich Sicherheitsanforderungen und mobiles Gerätemanagement mittels Sybase Afaria umsetzen lassen.

The structure of Sybase Unwired Platform (screenshot: Sybase)

Die Struktur der Sybase Unwired Platform (Screenshot: Sybase)

Architektur von Afaria (Screenshot: SAP)

Architektur von Afaria (Screenshot: SAP)

Sybase Afaria

Sicherheit ist für mobile Anwendungen zentral – schließlich verbleiben sensible Daten nicht im Firmengebäude, sondern werden über öffentliche Verbindungen verschickt. Mit Sybase Afaria  werden mobile Betriebssysteme und Geräte zentral über eine einzige Konsole verwaltet und gesichert.

IT-Abteilungen behalten über die „over the Air“-Steuerung (OTA) stets die Kontrolle, sensible Daten werden verschlüsselt und im Ernstfall aus der Ferne gelöscht. Gleichzeitig werden Mitarbeiter mit Aktualisierungen und Daten versorgt ohne tätig werden zu müssen, da die Verwaltung im Hintergrund läuft.

Risiko-Szenarien

Risiken wie Verlust, Missbrauch sowie unerlaubte Nutzung und Weitergabe von Unternehmensdaten sind wirtschaftlich bedeutsam: nach einer IDC-Studie nutzen 2013 1,19 Milliarden Menschen mobile Technologien –  mehr als ein Drittel davon geschäftlich. Und bereits heute werden über 70 Prozent an Unternehmensdaten nicht mehr in der Firmenzentrale verwaltet. Auch werden Smartphones geschäftlich als auch privat genutzt, wodurch Einfallstore für Schadsoftware und falscher Gebrauch wahrscheinlicher werden.

Welche Gefahren Unternehmen drohen, erfahren Sie im Artikel: Roadshow: Mit Sicherheit mobil.

OMA-Standard für alle Plattformen

Die Funktionen von Sybase Afaria sind für mobile Betriebssysteme wie Windows Mobile, Blackberry oder Symbian verfügbar. Seit der Version 6.6, die 2010 auf den Markt kam, gilt dies auch für Android und Apples iOS 4. Afaria beruht auf dem Standard „Open Mobile Alliance Device Management“ (OMA DM). Damit können auch verschiedene Gerätetypen im Unternehmen eingesetzt und von der zentralen Konsole aus gesteuert werden.

Für die Bereitstellung ist kein Client eines Drittherstellers nötig, mit einer Steuerungs-SMS können beispielsweise Aktualisierungen und Konfigurationen vorgenommen werden. Über den nativen OMA DM Client ist es zudem möglich, Software von Drittherstellern  auf die Geräte zu bringen.

Sicherheit-Architektur

Mittels des Relay Server wird der OMA DM Client mit dem Afaria-Server verbunden. Da der Relay Server sich in der sogenannten demilitarisierten Zone (DMZ) des Netzwerks befindet, müssen keine Eingangs-Ports der internen Firewall geöffnet werden. Mit den Editoren, auf Basis von OMA, konfigurieren  Administratoren Smartphones und Tablets entsprechend der Nutzergruppen.

Zu den Funktionen zählen die VOIP Konfiguration, ein SCM Editor für die Bereitstellung  von Anwendungen, ein Trust Editor für die Verbindung zwischen Server und Gerät sowie E-Mail-Austausch. Für weitere Funktionen auf  Basis von XML  gibt es einen freien Editor.

IT-Integration

Afaria kann nahtlos in SQL Anywhere-Datenbänke eingefügt werden, auch die Integration mit NT- und LDAP-kompatiblen Verzeichnissen ist möglich. Weiterhin unterstützt werden Datenbanken von Oracle, Microsoft SQL-Server,  Microsoft.NET, HTTP und HTTPS sowie die Verbindungen TCP/IP, RAS, WAN und LAN. Der Afaria Server läuft auf Windows Server 2003, durch Integration von SMS 2003 sind Geräte per SMS steuerbar.

Komponenten

Sybase Afaria setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen:

Antivirus & Firewall Manager: zentrale Sicherungskomponente für mobile Anwendungen

Backup Manager: Archivierung von Daten und Dokumenten

Configuration Manager: stellt Geräte- und Systemkonfiguartion sicher

Document Manager: organisierte Übermittlung neuer Inhalte und Aktualisiserung bestehender Daten

Inventory Manager: erfasst Hard- und Softwareinformationen eingesetzter Geräte

License Manager: überwacht Nutzungsverhalten und vergleicht Softwarenutzung mit der Lizenzanzahl

OneTouch: vereinfacht Verbindungsprozesse, Einloggen und Durchführung kritischer  Angaben

Patch Manager: Management von Microsoft Updates, etwa für Server

Remote Control: Geräteübernahmen per Fernzugriff

Security Manager: setzt zentrale Sicherheitsrichtlinien wie Einschaltsperre und Festplattenverschlüsselung durch

SMS Integration Suite: Kompatibilität von Afaria und Systems Management Server 2003

Software Manager: vereinfacht Administration unabhängig von Gerätetyp und Nutzungsort

Session Manager: Automatisierung von Geschäftsprozessen für nicht permanent verbundene Geräte

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