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Business-Apps mit Apple-Geschmack

Feature | 14. März 2017 von Uta Spinger 0

Das waren die Trends beim Mobile World Congress in Barcelona: Digitale Transformation, die Steigerung der Konnektivität mit 5G und die Chancen durch das Internet der Dinge. Die SAP zeigte IoT-Showcases und zusammen mit Apple native iOS Apps fürs Business.

Mehr als 108.000 Teilnehmer aus aller Welt wollten dieses Jahr beim MWC in Barcelona erfahren, welche Möglichkeiten die digitale Revolution bietet. Anbieter zeigten, was möglich sein wird, wenn 2020 die Verbindungsgeschwindigkeit mit 5G hundert Mal schneller als heute sein wird. Nicht nur HD-Filme lassen sich dann in Sekunden herunterladen, auch Visionen wie das fahrerlose Auto lassen sich erst dadurch verwirklichen. Denn eine zeitliche Verzögerung in der Übertragung wäre bei dieser Technik nicht nur ärgerlich, sondern potenziell tödlich.

Für Stephan Gatien, SAP-Leiter für die Telekommunikationsbranche, bot der MWC eine gute Möglichkeit, zu zeigen, wie die SAP ihre Kunden bei der digitalen Transformation hin zur Cloud unterstützt: „Mit unseren IoT- und iOS-Showcases wollten wir zeigen, welche neuen Geschäftsmodelle möglich sind.“

Innovation wird vermehrt von unserem Ökosystem kommen.

Die Showcases zeigten digitale Szenarien, die SAP konkret mit Kunden, Partnern und Startups entwickelt, denn so Gatien: „Innovation wird vermehrt von unserem Ökosystem kommen. Und deswegen ermöglichen wir es unseren Kunden und Partnern neue Ideen auf unserer Plattform zu entwickeln und so das SAP-Portfolio zu ergänzen.“

Partnerschaft mit Apple: erste Business Apps vorgestellt

Die SAP zeigte zusammen mit Apple eine Reihe von iOS Apps, die gemeinsam auf der SAP Cloud Platform entwickelt wurden. Der Ansatz ist dabei branchenorientiert: Die ersten Apps sind für die Branchen Professional Services, Handel und Versorger gedacht. Darüber hinaus sollen weitere Apps möglichst von SAP-Partnern auf der SAP Cloud Platform gebaut werden.

  • Mit der iOS-App SAP Retail Clienteling erhält beispielsweise ein Verkäufer Kundendaten aus verschiedenen Kanälen und kann so individuell Produkte passend zum Kundenprofil vorschlagen. Detaillierte Informationen in Echtzeit über die Verfügbarkeit und den Preis helfen dem Verkäufer bei der Beratung.
  • Die Project Companion App gibt Projektmanagern einen Überblick auf Projektdaten und notwendige Handlungen.
  • Die Asset Manager App ist eine mobile Lösung für Versorger und die Öl- und Gasindustrie, mit der Probleme aufgedeckt werden, bevor sie entstehen. Die App zeigt an: Arbeitsanweisungen, Benachrichtigungen, Statusberichte, Materialverbrauch, Zeitmanagement und Störungsdiagnosen.

Die Partnerschaft mit Apple demonstriert, wie gemeinsame Lösungen die digitale User Experience für alle – Kunden, Mitarbeiter, Zulieferer und Partner – verbessern kann. Mit dem SAP Cloud Platform Software Development Kit (SDK) for iOS kann jeder iOS-Entwickler Geschäftsanwendungen mit Apple-Geschmack erstellen. „Dank unseres Ökosystems werden wir im Plattformumfeld wachsen“, prognostiziert Gatien. „Diese Strategie funktioniert nur, wenn sie von unseren Partnern angenommen wird. Die Partnerschaft mit Apple sehe ich deswegen als wichtigen Treiber dieser Strategie.“ Denn so erhielt die SAP Zugang zu hunderttausenden von Apple-Entwicklern, der Vorteil für Apple sei der Zugang zum Geschäft mit Unternehmensanwendungen.

Vernetztes Auto: wie SAP Vehicle Network die User Experience beim Automieten verbessert

Beim MWC präsentierte die SAP zusammen mit Hertz, Nokia und Mojio, wie IoT-Self-Services aus dem SAP-Leonardo-Portfolio wie SAP Vehicle Network die Kundenzufriedenheit beim Mieten von Autos verbessern können. Lädt sich ein Hertz-Kunde etwa eine App herunter, so erhält er zusätzliche Services wie einen Überblick über freie Parkplätze am Zielort, die er reservieren kann. Das Auto navigiert den Fahrer zum gebuchten Parkplatz, die Schranke dort lässt sich über die App öffnen. Sie zeigt dem Fahrer auch Tankstellen in der Nähe an. Nach der Geschäftsreise muss sich der Nutzer nicht mehr mit der Spesenabrechnung befassen, diese ist – vom Business-Lunch bis zur Tankrechnung – bereits über eine Verknüpfung mit der SAP-Lösung Concur im System. „Mit diesem Prototyp demonstrieren wir die Innovationsfähigkeit der SAP beim Internet der Dinge“, erläutert Gatien. „Und wir ermöglichen zudem die Integration von Kernprozessen wie das Reisekostenmanagement für Geschäftsreisende in unsere Concur-Lösung.“

Vernetztes Stadion und Fan-Erlebnis

Die SAP bietet Sportclubs wie dem FC Bayern München auch die Möglichkeit, besser mit ihren Fans zu interagieren und so alle Chancen zur Vernetzung bei einer Veranstaltung zu nutzen. Gatien erklärt: „Eine Veranstaltung hat einen Lebenszyklus. Globale und lokale Telekommunikationsanbieter möchten mit Sportvereinen kooperieren und Services für deren Fans anbieten – vor, während und nach einem Fußballspiel oder einem Konzert.“ Fans, die an einem Loyalty-Programm teilnehmen, erhielten dann etwa zusätzliche Informationen oder Services wie die Möglichkeit zum Vorbestellen von Tickets oder Fanartikeln. Fans, die sich beim Mitfahrservice Twogo über eine App anmelden und mit anderen Fans zum Stadion fahren, erhielten Treuepunkte die sie auf der Website des Vereins einlösen könnten. Wifi-Spots und Sensoren könnten das Stadion vernetzen, wodurch Fans Zugriff auf Daten haben wie die Wartezeit am Würstchenstand. In einem vernetzten Stadion könnte der Veranstaltungsmanager Benachrichtigungen über Staus erhalten, was dazu führt, dass Fans aus einer bestimmten Richtung später kommen und darauf reagieren. Oder er wird benachrichtigt, wenn ein Drehkreuz nicht funktioniert und kann sofort einen Techniker zur Reparatur schicken. Dank Heat-Maps, die ihm die Besucherströme anzeigen, kann er sein Team besser koordinieren und dorthin schicken, wo es gebraucht wird.

Smart Cities: mehr Verkehrssicherheit dank Wearable

„Unser Branchen-Knowhow positioniert die SAP als Anbieter von smarten Lösungen für smarte Städte, beispielsweise beim öffentlichen Nahverkehr, bei der Abfallwirtschaft, bei der Sicherheit oder bei der Vermeidung von Verkehrsstaus“, beschreibt Gatien die Vision von Smart Cities. „Um Städte intelligent zu machen, arbeiten wir mit Telekommunikationsanbietern zusammen. Wir zeigen ihnen, wie sie über die Konnektivität über Smart Grids oder vernetzte Gebäude hinaus neue Szenarien via Sensoren anbieten können.“

Ein Beispiel für eine gemeinsame Innovation mit einem SAP-Partner und Telekommunikationsanbieter ist NTT in Japan. Der Konzern entwickelt mit SAP eine IoT-Lösung, die Unfälle im öffentlichen Nahverkehr verhindern soll.  Dabei entwickelte NTT eine Weste, die mit Sensoren ausgerüstet ist und Vitalparameter wie Herzschlag und Reaktionen des zentralen Nervensystems der Fahrer überwacht. Zusammen mit der Weste entwickelte NTT auch einen Algorithmus, der auf Basis der Vitaldaten den Grad der Müdigkeit des Fahrers abschätzt. Diese Daten werden an die SAP Cloud Platform übermittelt, wo sie mit Daten zum Verkehrsaufkommen und Wetterbedingungen sowie GPS-Daten und Informationen von Geräten in anderen Fahrzeugen verknüpft werden. Diese Analysen auf der SAP Cloud Platform zusammen mit der IoT-Analyse der Wearable-Daten sollen Busunternehmen helfen, Gefahren frühzeitig zu erkennen und Unfälle zu vermeiden.

Stephan Gatien erläutert im Video vom Mobile World Congress die IoT-Szenarien der SAP:

Weitere Informationen:
Diese Kunden haben auf der SAP Cloud Platform bereits native iOS Apple Apps entwickelt:

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Apple iOS-Anwendungen sorgen für frischen Wind bei Vestas

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