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Neonschuhe oder Coaching-App?

Blog | 3. April 2015 von Bärbel Schultz 0

Wie wäre es, wenn die Tennis-Coaching-App, die SAP zusammen mit dem WTA entwickelt, auch jungen ehrgeizigen Spielern zur Verfügung gestellt würde? Es gäbe weniger Diskussionen um die richtige Ausrüstung.

Auf dem Weg zum wöchentlichen Tennistraining unterhielt ich mich mit meinem zwölfjährigen Sohn über seinen Trainingsstand. Wir diskutierten Fortschritte, Siege und Niederlagen, die Schwierigkeiten mit der Rückhand sowie das Optimierungspotenzial seines Aufschlags. Plötzlich kam der Ehrgeiz des aufstrebenden Tennisprofis zum Vorschein: Sein momentaner Trainingsstillstand sei eindeutig seiner unzureichenden Ausrüstung geschuldet – im gleichen Atemzug verwies er auf die dringende Notwenigkeit eines neuen Top-Schlägers und neonfarbener Schuhe.

Die nächsten zehn Minuten der Fahrt verbrachte ich mit dem Versuch, zu vermitteln, dass nur schlechte Sportler ihre Ausrüstung für Niederlagen verantwortlich machen. Denn jeder gute Athlet weiß, dass sich mit einem neuen Schläger oder neuen Schuhe nicht automatisch auch bessere Leistungen erzielen lassen. Ich führte alpine Bergführer als Beispiel an, denn sie erbringen während ihrer Touren Höchstleistungen unter härtesten Bedingungen, mit gut eingelaufenen Wanderschuhen und robusten, alten Rucksäcken. Der angehende Tennisprofi ließ sich davon nicht sonderlich beeindrucken – schließlich sei Wandern nichts für ihn.

Seine sportliche Leistung steht für ihn ganz klar in engem Zusammenhang mit einem neuen Tennisschläger und grellen Sportschuhen. Doch wie mache ich ihm nun am besten begreiflich, dass ihn neonfarbene Tennisschuhe nicht zu Novak Djokovic machen? Wie wäre es, wenn er und seine Trainer mit der Coaching-App arbeiten könnten, die SAP für die Women’s Tennis Association (WTA) entwickelt hat? Wenn all seine Bewegungen auf dem Platz und während eines Spiels aufgezeichnet und analysiert würden? Wenn sein Trainer über Echtzeit-Analyse und die Coaching-App sehen könnte, wo seine Stärken und Schwächen liegen? Und der Coach schon während des Spiels oder Trainings direkt auf dem Platz auf die Ergebnisse zugreifen könnte?

Die Analyse würde vermutlich ergeben, dass er an seinen Aufschlägen und Rückhand-Returns arbeiten sollte und im Spiel konzentrierter und wendiger werden muss. Vor allem aber wäre damit die Diskussion um unzureichende Ausrüstung beendet.

Dass die SAP im Rahmen ihrer Mission, weltweit Abläufe zu vereinfachen, auch Tennisprofis dabei hilft, ihre Leistung zu verbessern, gibt mir Hoffnung. Denn es wäre doch prima, wenn es die Coaching-App auch für ehrgeizige junge Tennisspieler gäbe und mein Sohn mithilfe von Echtzeitdaten seine spielerischen Fähigkeiten verbessern könnte. Der positive Nebeneffekt: Er würde verstehen, dass er keine Spitzenausrüstung braucht, um erfolgreich zu sein.

 

Weitere Informationen zu SAP-Technologie im Tennis:

Foto: Shutterstock

 

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