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Netzwerk für Austausch der Kulturen bei SAP

23. Dezember 2016 von Gudrun Weitzenbürger 4

Am Hauptsitz des Konzerns in Walldorf treffen viele Kulturen und Nationen aufeinander. Kein neuer amerikanischer Kollege soll am Sonntag vergeblich einen geöffneten Supermarkt in der Kleinstadt suchen. Doch nicht nur dafür sorgt die Mitarbeiterinitiative Cultures@SAP.

Netzwerk der Kulturen bei SAPEinen Treffpunkt soll es geben für alle Mitarbeiter aus verschiedenen Kulturen und Ländern im Unternehmen, sie sollen sich willkommen fühlen und Gleichgesinnte finden. Das möchte Masoumeh „Mahin“ Moghaddam. Die Softwareentwicklerin bei SAP arbeitet ehrenamtlich bereits seit zehn Jahren für Cultures@SAP, einer Initiative, die von Mitarbeitern für Mitarbeiter gegründet wurde. In dem Netzwerk engagieren sich Programmierer und Buchhalter, Berater und Betriebswirte aus Ländern wie Malaysia, Indien, Iran, Deutschland und den USA. Mehr als 40 Nationalitäten und Regionen beteiligen sich derzeit im Netzwerk.

„Kollegen kommen zu uns, wenn sie sich für den Austausch von Kulturen interessieren, neu angekommen sind und Hilfe brauchen oder Kontakte suchen“, erklärt die promovierte Mathematikerin das Prinzip der Multikulturen-Gruppe. Wo die Arbeit der Personalabteilung beispielsweise in der Unterstützung bei behördlichen Formalitäten aufhört, setzt die Initiative ein. Sie hilft, ein Netzwerk aufzubauen und sich in einem Freundeskreis willkommen zu fühlen.

Bei Auslandsreisen gefragte Anlaufstelle

Auch wer ins Ausland geht, bekommt Rat und Tipps. Welches Geschenk nehme ich mit, woher bekomme ich mein Visum? Wo gibt es Schulen für die Kinder? Das sind Fragen, die sich den Mitarbeitern stellen. „Wir suchen dann für das Land einen Ansprechpartner, mit dem sich der Betroffene austauschen kann“, sagt Moghaddam. Hilfsbereite Kollegen finden sich in 40 Ländercommunities. Es sei die „starke Verbindung untereinander“, die das Netzwerk festige und einen „freien Austausch“ ermögliche.

„Wir machen Völkerverständigung im Kleinen“, erklärt die gebürtige Iranerin und verweist auf die mehr als 80 Nationalitäten im Konzern. Sie selbst kam als Studentin mit einem Stipendiat nach Deutschland und wurde bei SAP von der damaligen Initiatorin der Gruppe, Fariba Jafar-Shaghaghi, die heute pensioniert ist, im Netzwerk aufgenommen und war damit von der ersten Veranstaltung an dabei. Zunächst half sie am Infostand bei den Treffen aus, dann wurde sie Koordinatorin und heute arbeitet sie mit acht bis zehn Kollegen im sogenannten Core Team, das sich leidenschaftlich für die multikulturelle Gemeinschaft einsetzt, aber auch manches Wochenende – insbesondere vor den jährlichen Großveranstaltungen mit bis zu 3.000 Gästen – mit der Vorbereitung verbringt.

Traditionelle Musik und unentdeckte Reiseziele bei Cultures@SAP

So organisiert Cultures@SAP die halbjährlichen „Multikulturellen Events“, Filmabende finden statt und in einem Bücherclub werden neue und interessante Veröffentlichungen vorgestellt. Beim letzten Mal wurde das Kinderbuch einer Kollegin publik gemacht. In der „Intercultural Lounge“ treffen sich die Koordinatoren der Communities monatlich in einem mit Reisesouvenirs aus aller Welt und orientalischen Teppichen ausgestattetem Raum und planen die nächsten Aktivitäten.

Netzwerk der Kulturen bei SAP

Einmal im Jahr kommen in einem größeren Event alle Communities zusammen. Aber auch die kleineren, jährlich veranstalteten Feste finden großen Anklang. In traditionellen Kostümen und mit landestypischen Musikinstrumenten sind die Aufführungen „ganz großes Theater“. Die Darbietungen stammen beispielsweise aus dem ostasiatischen Raum, Südosteuropa, Iberoamerika, Afrika, Indien, Pakistan, USA oder dem Iran. Aufgeführt werden unter anderen Tänze und Musik. In diesem Jahr, beim 10. Geburtstag von Cultures@SAP, waren die Kollegen eingeladen ihre „Cultural Journey“ vorzustellen: Mit Tanz und Artistik, Musik und Theater führte die „Reise“ durch unentdeckte und weitgehend unbekannte Regionen der Welt.

Finanziell unterstützt wird das Team bei seinen Unternehmungen vom Vorstandsmitglied Luka Mucic. „Wir agieren jedoch autonom“, sagt Moghaddam. die ausdrücklich erklärt, dass sie „von unten nach oben“ arbeiten.  „Wir wollen allen Kollegen aus verschieden Kulturen die Möglichkeit geben, sich aufgenommen zu fühlen“, ist die einfache, aber anspruchsvolle Devise aller Mitglieder des Core Teams.

Doch soll Cultures@SAP keine Einbahnstraße sein. „Integration bedeutet auch, dass alle Kulturen sich auf einander zu bewegen und sich für einander interessieren“, ist sich Moghaddam sicher. Die Initiative sei weder politisch noch religiös orientiert, im Core Team gebe es einen deutschen Mitarbeiter und man setze auf „Respekt gegenüber jedem“. „Alle sollen Teil der Gesellschaft werden“, sagt Moghaddam.

 

Für weitere Infos können Sie sich gerne an das Cultures@SAP-Team wenden.

 

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