Neue Märkte für mobile Anwendungen

22. November 2012 von Jacqueline Prause 0

Foto: iStockphoto

Agilität und Expertise lautet die Devise, mit der Smartsoft seine Stellung bei der Entwicklung mobiler Anwendungen verteidigt. Der in Atlanta ansässige IT-Dienstleister produziert mobile Lösungen für führende Unternehmen in den Bereichen B2C, B2B und B2E. Als SAP-Partner ist Smartsoft mit der Syclo-Mobiltechnologie und anderen Plattformen wie der Sybase Unwired Platform bestens vertraut.

Smartsoft wählte bei ihrer mobilen Unternehmenslösung einen zweigleisigen Ansatz: Vorgesehen war zum einen die gezielte Entwicklung von Apps, die sich in verschiedene Backendsysteme integrieren lassen und Standortinformationen verarbeiten können, und zum anderen eine verstärkte Präsenz im Einzelhandel, bei Versorgungsunternehmen und in der öffentlichen Verwaltung. Angesichts gravierender Umbrüche auf dem Markt für mobile IT-Produkte war sich das Unternehmen nicht ganz schlüssig, wie es diese Strategie umsetzen sollte.

Die richtige Mobile-Strategie finden

„Wir waren uns nicht wirklich im Klaren darüber, wie sich diese Plattform zusammen mit Sybase und Syclo entwickeln sollte“, so Kumar Siva, SAP Practice Director von Smartsoft. Daher wandte sich die Unternehmensführung an Casey Ryan, ihren Partner Service Advisor (PSA) bei der SAP.

Ryan, der als Bindeglied zwischen Partnern wie Smartsoft und der SAP fungiert, meint rückblickend: „Bei der Menge an Informationen, die es zu Mobility-Themen gibt, kann man leicht nachvollziehen, dass sich unsere Partner davon regelrecht erschlagen fühlen.“

Siva berichtet: „Casey gab uns Feedback, gleichzeitig besprachen wir alles mit unserem Team für mobile Apps. Das half uns, die Mobile-Strategie der SAP zu verstehen. Nun können wir uns mit unseren Kunden klar und deutlich verständigen.“

Auf der nächsten Seite: Fachkräfte für alle Marktkategorien

Partner Service Advisors wie Casey Ryan sind die erste Anlaufstelle für SAP-Partner, die ihren Umsatz im SAP-Bereich steigern möchten. Jeder Teilnehmer am SAP-PartnerEdge-Programm hat seinen eigenen PSA. Dessen Aufgabe ist es, den Partner dabei behilflich zu sein, die Informationen zu beschaffen, die er benötigt, um wesentliche Aufgaben zu bewältigen.

Im Zuge der Zusammenarbeit überprüft der PSA beispielsweise in regelmäßigen Abständen den Schulungsplan des Partners, um ihn genau auf dessen Bedürfnisse abzustimmen. Auf Meetings weist der PSA gezielt auf SAP-Partnerprogramme und -services hin, die der Partner für seine Geschäftsstrategie nutzen kann. Im Falle von Smartsoft ermittelte der Advisor mit Erfolg Synergien zwischen Bereichen, in denen Smartsoft sein Geschäft ausbauen wollte, und Programmen der SAP, die zum Aufbau von Fachkompetenz für neue Technologien und zur Erschließung neuer Märkte beitragen.

Neues Serviceportfolio für Partner

Ein PSA kann nicht auf jedem Gebiet der SAP-Technologie ein Spezialist sein. Deshalb hat SAP Partner Service Delivery (PSD) besondere Fachkräfte für alle fünf Marktkategorien der SAP: Mobiltechnologie, Analytik-Lösungen, Datenbanken und Technologie, Cloud-Lösungen und Anwendungen. „Der PSA ist für die Beziehung zuständig, er hilft dem Partner sein Unternehmen zu entwickeln, und er versteht die Wachstumsstrategie des Partners“, erläutert Frank Bunte, Vice President von SAP PSD Services Portfolio. „Er stellt dann die Verbindung zur Strategie von SAP her und zieht geeignete Experten heran, um den Partner bei der Realisierung zu unterstützen.“ In diesem Jahr hat SAP PSD ein neues Serviceportfolio auf den Markt gebracht. Der Schwerpunkt ist Partner bei der Entwicklung ihrer Geschäftsstrategie zu unterstützen, sodass sie neue Fachgebiete abdecken und zugleich ihre Businesspläne vereinfachen können.

Auf der nächsten Seite: Das Programm für Mobile Applications

Partnerprogramm Mobile Applications

Smartsoft interessierte sich unter anderem dafür, wie es seine Apps in den SAP-Store einstellen kann. Das Unternehmen steckte gerade mitten in der Entwicklung einer App namens Spare Parts Lookup. Mit ihrer Hilfe sollen Mitarbeiter von Automobilwerkstätten bald Gewährleistungsvorschriften und die Verfügbarkeit wichtiger Ersatzteile abrufen können. Auf Anregung Ryans stieg Smartsoft beim Mobile Applications Partner Program (MAPP) der SAP ein. Dieses Programm unterstützt neue und bestehende SAP-Partner dabei, Apps auf der Mobile Development Platform der SAP zu entwickeln, zertifizieren zu lassen und im SAP-Store einzustellen. „Casey wies uns darauf hin, dass die Zertifizierung dazu beitragen würde, Zugang zum Markt zu finden und von den Kunden wahrgenommen zu werden“, berichtet Siva.

MAPP wurde auf der diesjährigen SAPPHIRE NOW vorgestellt und zieht seitdem in hohem Maße das Interesse von Unternehmen auf sich – Unternehmen, für die das Partnernetz von SAP neu ist oder die bereits SAP-Partner sind: Software- und Technologie-Partner, Wiederverkäufer und Servicepartner mit einem starken Fokus auf mobilen Lösungen.

Spare Parts Lookup wird in Kürze im SAP Store verfügbar sein. „Wir lassen die App auch deshalb zertifizieren, weil die Kunden uns dann auf dem SAP Marketplace finden und leichter feststellen können, wo unsere Kompetenzen liegen“, erläutert Smartsoft-CTO Karth Devarajan.

Markus Pfeffer, Global Head des Teams für mobile Lösungen bei PSD Service Portfolio, führt aus, wie seine Fachgruppe die spezifische Weiterbildung von Partnern unterstützt: „Unsere Aufgabe besteht darin, Services, Ressourcen und Unterlagen zu erstellen und dem Partner Schulungen anzubieten, die ihn auf seinem Gebiet wirklich voranbringen.“

Zum Konzept der SAP erklärt Pfeffer: „Langfristig streben wir an, dass SAP zwanzig Prozent der Apps anbietet, die auf dieser Plattform laufen, achtzig Prozent hingegen von den Partnern kommen. Ein immer größerer Anteil der verfügbaren Apps wird also von Partnern entwickelt werden.“

Für die Führungskräfte von Smartsoft jedenfalls standen die Vorteile der gemeinsamen Innovation mit Partnern, wie die SAP sie anstrebt, und der Nutzen von MAPP außer Frage.

„Die Initiative der SAP, sich hier mit ihren Partnern zusammenzutun, schätzen wir sehr“, betont Siva. „Wir profitieren eindeutig von der Strategie der SAP für ein Produkt. Immer dann, wenn wir auf den neuesten Produktmärkten Fuß fassen wollen, beispielsweise bei der Integration von Big Data mit mobilen Apps, erweist sich die Zusammenarbeit mit der SAP für uns als äußerst wertvoll.“

Tags: , , , ,

Leave a Reply