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Neues Büro im Herzen der Hauptstadt

13. Mai 2016 von Helen Schwaerzler 0

Berlin ist einzigartig. In kaum einer anderen deutschen Metropole treten Wirtschaft, Politik und Gesellschaft in einen so lebendigen Dialog wie in der Hauptstadt. Blühende Start-up-Szene, kulturelle Vielfalt, Geschichte und Gegenwart dicht beieinander – all das sind Faktoren, die Menschen aus der ganzen Welt anziehen und inspirieren.

Auch für SAP gewinnt Berlin an Bedeutung. Seit Anfang des Jahres ist die deutsche Hauptstadt Teil des globalen SAP-Labs-Netzwerks mit 16 Standorten in 13 Ländern. „SAP Labs Berlin ist ein Entwicklungsraum, an dem wir mit kreativen Talenten und klugen Köpfen innovative Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit schaffen wollen“, sagt Dr. Jens Krüger, SVP, Leiter der LoB Finance und Managing Director SAP Labs Berlin.

Ende April wurde in der Münzstraße in Berlin-Mitte ein weiteres Büro der SAP Labs Berlin eröffnet. Mit Blick auf Berlins Wahrzeichen, den Fernsehturm am „Alex“ (Alexanderplatz), entwickeln auf insgesamt drei Stockwerken ab jetzt 30 Mitarbeiter innovative Lösungen für das Kerngeschäft von SAP. Langfristig sollen dort 80 Mitarbeiter an den Themen User Interface Design und Software-Entwicklung für Cloud-Apps arbeiten. Mit den bereits bestehenden Büros an anderen Standorten im Großraum Berlin/Brandenburg umfasst das Team der SAP Labs Berlin somit rund 400 Mitarbeiter.

SAP Labs Berlin nutzt das einzigartige Ökosystem der deutschen Metropole und verknüpft Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, der Start-up-Szene und Politik, um die SAP-Community dabei zu unterstützen, die digitale Ära maßgeblich zu formen.

Start-up Szene Deutschland – viel Lärm um nichts?

In Berlin wird alle 20 Stunden ein neues Start-up gegründet. Es gibt derzeit kaum eine andere Stadt in Europa, die so sehr als Start-up-Paradies gilt wie Berlin. Von der Menge der gegründeten Start-ups kann man allerdings nicht auf eine ebenso hohe Erfolgsrate schließen. Nur die wenigstens werden wirklich „groß“, manche überstehen nicht einmal die zweite Finanzierungsrunde. Und nicht jeder Gründer eignet sich zum Unternehmer – oder will es wirklich sein.

Warum tut sich Deutschland so schwer, ein Facebook oder Google zu erschaffen? Was muss sich in der Politik und in der Bildung ändern? Was heißt es, Unternehmer zu sein, und welche Eigenschaften braucht es für den Erfolg?

Professor Ulrich Weinberg, Leiter der School of Design Thinking am Hasso Plattner Institut (HPI) Potsdam, Rouven Dresselhaus, Business Angel & Venture Capitalist und Partner bei Cavalry Ventures, Thomas Staller, Unternehmer, Managementberater & Führungskräfte-Coach, sowie Dr. Jens Zimmermann, MdB, Mitglied der Ausschüsse Finanzen, Digitale Agenda, kamen am Eröffnungsabend während einer Paneldiskussion zu spannenden Einsichten.

Mehr Teamwork und ein neues Bildungssystem

Rouven Dresselhaus stellte fest, dass es an Universitäten erschreckend wenige Anreize oder Informationen für zukünftige Gründer gebe. Netzwerke seien schon zu Studienzeiten wichtig, genauso wie die richtige Zusammensetzung des späteren Teams. Das Team ist eines der zentralen Kriterien, nach denen seine Fondgesellschaft Cavalry über eine Beteiligung entscheidet.

Teamwork ist ein entscheidendes Kriterium für ein erfolgreiches Start-up und auch eines der Grundprinzipien der Design-Thinking-Methodik. Die Kundenanforderungen stehen bei dieser Methode im Mittelpunkt mit dem Ziel, in Gruppenarbeit iterativ zu einem gemeinsamen Ergebnis zu gelangen. Start-ups, die häufig aus kleinen, interdisziplinären Teams bestehen, in denen jeder gleich mehrere Aufgaben übernimmt, arbeiten meist intuitiv im Design-Thinking-Modus, so Weinberg. Sie verstünden die Bedürfnisse ihrer Kunden daher meist besser – ein wichtiger Bestandteil für nachhaltigen Erfolg. Sowohl in Unternehmen als auch in Schulen sollten diese Art zu denken und gemeinsames Arbeiten viel stärker gefördert werden, betonte Weinberg. Die in enger Zusammenarbeit zwischen dem SAP Facility Management und den Design-Teams gestalteten Arbeitsplätze in der Münzstraße zielen genau darauf ab – kurze Wege und viel Raum für Interaktion erleichtern das gemeinsame Arbeiten.

Thomas Staller machte darauf aufmerksam, dass es zwar bei Erfolg im Allgemeinen immer um das Erreichen selbstgesteckter Ziele gehe, die Motivatoren dazu aber sehr unterschiedlich seien. Mit der Reiss-Profile-Methode könnten diese individuellen Antriebsfaktoren identifiziert werden, was die Grundvoraussetzung für innere Zufriedenheit sei.

Schrank

Politik müsse einen wesentlichen Beitrag leisten, um die nötigen Rahmenbedingungen für ein fruchtbares Umfeld zu schaffen, findet auch Dr. Jens Zimmermann. Er sieht seinen Auftrag darin, ein Umfeld zu ermöglichen, in dem Kreativität und Talente gefördert werden und gleichzeitig ausreichend Kapital die Verwirklichung von neuen Ideen erlaubt.

Zeichen stehen auf Wachstum

Cornelia Yzer, Senatorin für Wirtschaft, Technologie und Forschung der Berliner Landesregierung, betonte in ihrer Eröffnungsrede Berlins Relevanz als Innovations- und Forschungsstandort. „Wir freuen uns, dass Berlin nun Teil des weltweiten SAP-Labs-Netzwerkes ist. Berlin ist der richtige Ort, um an innovativen Lösungen zu arbeiten. Mit seiner einmaligen Mischung aus Spitzenforschung und jungen Talenten aus aller Welt wird Berlin die Zukunft der Industrie 4.0 entscheidend mitgestalten,“ sagte Yzer.

Für SAP steht in Berlin eine spannende Zeit bevor, denn bereits im Herbst wird ein weiterer SAP-Standort in der Hauptstadt eröffnet. „Berlin gewinnt für SAP zunehmend an Relevanz und ich bin stolz darauf, in dieser wichtigen Phase als Managing Director der SAP Labs Berlin den Ausbau unserer Repräsentanz in der Metropolregion begleiten und mitgestalten zu können“, so Jens Krüger.

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