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SAP TechEd 2016: Zurück in die Zukunft mit Cloud-Technologie

Blog | 21. September 2016 von Derek Klobucher 1

Mit einer spektakulären Demo zu Cloud-Technologie stimmte Björn Goerke die Besucher auf die SAP TechEd 2016 ein und brachte sie zum Staunen.

Björn Goerke von SAP fuhr bei der Entwicklerkonferenz SAP TechEd in Las Vegas mit einem umgerüsteten DeLorean DMC-12 auf die Bühne – und saß dort am Montagabend dann auch erst einmal fest. Wie im Film Zurück in die Zukunft war dem Sportwagen aus Edelstahl der Saft ausgegangen und deshalb kam der SAP Executive Vice President und Corporate Officer in eine ausweglose Lage.

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Björn Goerke von SAP fuhr bei seiner Eröffnungsrede zur TechEd 2016 mit einem umgerüsteten DeLorean auf die Bühne.

Goerke war ganz in weiß gekleidet – genau wie der Wissenschaftler in der Science-Fiction-Komödie von 1985 (Christopher Lloyd), der mit seiner Zeitmaschine in der Vergangenheit strandete. Nur wollte Goerke in seiner Version in das Jahr 2036 zurückreisen und davor noch das Publikum warnen.

„Ich kenne Ihre Unternehmen… [und] nicht alle sind sehr erfolgreich“, sagte Goerke während seiner Eröffnungsrede und stellte auf diese Weise einen Zusammenhang zwischen der Gegenwart und der Wirtschaftswelt in 20 Jahren her. „Sie müssen den Wandel angehen und dafür auf SAP S/4HANA setzen – das ist der neue digitale Kern.”

Und dann belegte Goerke seine Aussage. Wie schon bei seinem Vortrag in Barcelona im vergangenen Jahr stand er alleine auf der Bühne und löste eine Fragestellung. Dieses Mal wollte er wissen, wie er die erforderlichen 1,21 Gigawatt Energie für seine Zeitmaschine aufbringen und so – wie sollte es auch anders sein – zurück in die Zukunft reisen konnte.

Unglaublich viel Energie

Für einen zeitreisenden Wissenschaftler wäre es 1955 nahezu unmöglich gewesen, 1,21 Gigawatt zu erreichen. Glücklicherweise hat Goerke in Las Vegas mehr Optionen.

„Das ist wirklich ein unglaublich hohes Energielevel, das – wenn auch nur für eine Sekunde – benötigt wird“, heißt es in einem Artikel von GE zu elf Dingen, die 1,21 Gigawatt erzeugen können. Etwa 60 Prozent der Leistung des Hoover Dam entsprächen der Energie, die für den Betrieb der Zeitmaschine erforderlich wäre. „Um das in ein Verhältnis zu setzen: Jeder Generator am Hoover Dam wiegt etwa 1,8 Millionen Kilogramm [und] es gibt 17 davon.“

Goerke, bei SAP zuständig für den Bereich Products and Innovation, brauchte also sehr viel Energie, um den DeLorean wieder in Fahrt zu bringen. Allerdings wollte er diese Energie nicht mit Hilfe von Wasserkraft, sondern mit Solaranlagen aufbringen.

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Björn Goerke von SAP setzte die SAP HANA Cloud Platform zur Erweiterung und Integration von SAP-Lösungen und nutzte Informationen aus Datenbanken sowie Karten und Sensoren, um ausreichend Energie zu erzeugen und damit seine Zeitmaschine wieder in Fahrt zu bringen.

Und er nutzte dafür Informationen aus der Cloud, einschließlich Datenbanken, Karten und Sensoren. Goerke setzte vor allem auf die SAP HANA Cloud Platform zur Erweiterung und Integration von SAP-Lösungen sowie auf SAP ERP, Web IDE, SAP Fiori und viele andere Plattformen, Produkte und Lösungen.

Ein Testlauf mit dem digitalen Zwilling

Dr. Emmett Brown und Marty McFly (Michael J. Fox) hatten im Film nur eine Chance, den Blitzeinschlag als Energielieferant für ihre Zeitmaschine zu nutzen. Das war bei Goerke ähnlich und er entschied sich für einen Testlauf.

„Manchmal lohnt es sich, von einem physischen Objekt aus dem täglichen Leben einen digitalen Zwilling zu erstellen“, erklärte Goerke. Mit dem Thing Modeler, der voraussichtlich Ende des Jahres herauskommen soll, können Benutzer alle mit dem Internet der Dinge verbundenen Gegenstände und damit auch Solarzellen modellieren und konfigurieren.

Goerke konsolidierte alle notwendigen Cloud-Daten, bearbeitete sie mit dem Thing Modeler und filterte aus landesweit über 800.000 Datenzeilen die rund 10.000 relevanten Solarpanele in der Region um Las Vegas heraus. Anhand von Datenvisualisierungen konnte er die Solaranlagen auswählen, die die 1,21 Gigawatt erzeugen würden, und gleichzeitig Flughäfen, Polizeistationen und Krankenhäuser ausschließen.

„Wenn wir auf unserem Stromnetz-Dashboard auf ‚Simulieren‘ klicken, sehen wir, dass einige Solarpanele ausfallen“, so Goerke. Das klingt erstmal nicht gut. Allerdings war Goerke so in der Lage, seine Strategie zu ändern, da er nun wusste, wie viele Panele beim Aufladen der Zeitmaschine vermutlich ausfallen würden.

Zusammenarbeit ist die Lösung

Goerkes deus ex machina war eine mobile App, mit der das Publikum per WLAN die Zeitmaschine wieder aufladen konnte. Dafür mussten sie nur ihre Handys schütteln – fast so wie Peter Pan im Film, der mit seinem Klatschen Tinkerbell wieder zum Leben erweckte. Da ein Messaging-Service alle mobilen Daten in eine neu angelegte HANA-Datenbank einspeiste, konnte Goerke mit SAP Cloud for Analytics mitverfolgen, wie viele Geräte verbunden waren.

Und dann fuhr Goerke mit einigen Spezialeffekten von der Bühne – zurück ins Jahr 2036.

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Die Besucher der Entwicklerkonferenz SAP TechEd schüttelten ihre mit einem Flux-Induktor ausgestatteten Mobilgeräte, um 1,21 Gigawatt zu erzeugen und damit Björn Goerkes Zeitmaschine mit Energie zu versorgen.

„Um etwas zu erfinden, müssen wir keine verrückten Wissenschaftler in weißen Kitteln mehr sein“, meinte Goerke, nachdem er kurz darauf für seine Abschlussworte wieder auf die Bühne kam. „Innovationen entstehen in der Zusammenarbeit mit anderen.“

Diese Kooperationsbereitschaft prägt auch die SAP TechEd. Denn Benutzer lernen gemeinsam, besuchen Workshops und tauschen sich untereinander aus, um dann in ihre Unternehmen zurückzukehren und Fortschritte zu ermöglichen.

„Jeder kann seine Zukunft selbst gestalten“, sagte Goerke. „Machen Sie das Beste daraus.“

Ein Video-Interview mit Björn Goerke finden Sie hier (in englischer Sprache).

Folgen Sie Derek Klobucher auf Twitter: @DKlobucher

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