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Bei Anruf EPIC

9. Februar 2017 von Stephan Magura 1

Kapstadt führt eine integrierte Lösung für das städtische Notfallmanagement ein.

Wenn die Katastrophe ihren Lauf nimmt, zählt jede Minute. Ob eine Feuersbrunst wütet oder ganze Stadtteile unter Wasser stehen: Dass die Rettungskräfte in ausreichender Zahl rechtzeitig am Ort des Geschehens eintreffen, ist keine Selbstverständlichkeit. Nicht selten verläuft der Informationsaustausch zwischen verschiedenen Leitstellen unkoordiniert, werden Ressourcen aufgrund mangelnder Kenntnis der aktuellen Entwicklung falsch gebündelt – mit fatalen Folgen.

Mittlerweile haben viele Städte erkannt, wie wichtig moderne Technologie für den Aufbau eines koordinierten Notfallwesens ist. Kapstadt ist eine davon. Die Stadt hat während der heißen Sommermonate immer wieder mit heftigen Bränden zu kämpfen, die vor allem in den Armenvierteln ausbrechen. Brandschutz hat für deren Bewohner verständlicherweise keine Priorität. So zählte Kapstadt im Jahr 2011 laut Statistik 105 Brandopfer in so genannten „informal settlements“. Und allein zwischen dem 1. Dezember 2012 und dem 8. Januar 2013 zerstörte Feuer die Behausungen von über 5.200 Menschen.

Kapstadt wappnet sich gegen Katastrophen

Um auf solche Ereignisse künftig besser vorbereitet zu sein, hat die Stadt unter dem Tafelberg vor etwas mehr als drei Jahren ihr Projekt EPIC (Emergency Policing and Incident Command) gestartet. Das Ergebnis ist eine zentrale „Notfallkontrollplattform“, auf der Informationen zwischen den verschiedenen Leitstellen geteilt, aktualisiert und konsolidiert werden. Über ihre Mobilgeräte haben Ersthelfer vor Ort jederzeit Zugriff auf die neuesten Daten und können auf diese Weise die notwendigen Maßnahmen gezielt einleiten sowie besser steuern. Weitere Funktionen erlauben es, die Einsätze detailliert zu analysieren – um daraus Lehren für die weitere Planung zu ziehen. EPIC ging im November vergangenen Jahres live.

SAP hat die Lösung zusammen mit dem Partner EOH realisiert. Sie basiert auf eigenen Komponenten (beispielsweise „SAP CRM powered by SAP HANA“ und „SAP Investigative Case Management“) sowie Bausteinen von EOH – wie „EOH Computer Aided Dispatch with GIS“. Damit sieht sich die Stadt für die verschiedensten Notfallsituationen gewappnet.

Foto: SAP

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