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Ob Ananas oder Beschaffung – bei Dole wird innovativ gedacht

18. Dezember 2015 von John Ward 0

Wie Dole seine Beschaffungsprozesse mit Hilfe von Ariba  automatisieren und beschleunigen konnte.

Um erstklassige Ananas anzubauen, braucht man keinen Harvard-Abschluss. Oder doch? Als James Drummond Dole 1899 das erste Mal nach Hawaii reiste, hatte er tausend Dollar in der Tasche sowie Abschlüsse in Betriebswirtschaft und Gartenbau der Harvard-Universität.

Dole baute die Frucht zunächst auf einem staatlichen Anwesen von 64 Morgen an, brauchte aber nicht lange, um seinen bescheidenen Betrieb in die größte Ananasplantage der Welt zu verwandeln. Der Erfolg der Dole Food Company ist legendär. Die Ananas, die auf Hawaii noch nicht einmal heimisch war, wurde zum Synonym für die Inselgruppe.

James Dole: Ananaskönig und Innovator

Doch das Wachstum seines Unternehmens verdankte James Dole nicht nur seiner Eliteausbildung, sondern auch einigen bahnbrechenden Produktions- und Geschäftsmethoden. Der „Ananaskönig“ verwendete neue Konservierungstechniken, mit denen sich seine Produkte in die ganze Welt verschiffen ließen. Er führte automatisierte Anlagen ein, die bis zu 100 Ananas pro Minute schälen, entkernen und schneiden konnten. Dole half sogar bei der Entwicklung einer der ersten landesweiten Werbekampagnen in den USA, die Verbraucher beim Verzehr der fremdartigen Frucht anleiten sollten. James Dole war ein Innovator, dessen Geist sich auch im heutigen Geschäftsbetrieb des Unternehmens wiederfindet.

Qualität und Beständigkeit weltweit dank Ariba

Heute ist Dole ein global agierendes Unternehmen, das weit mehr produziert als Ananas. Es importiert eine breite Palette von Frischobst und -gemüse, sowohl von seinen eigenen Farmen als auch von etwa 7.000 unabhängigen Erzeugern in der ganzen Welt. Darunter befinden sich Bananen aus Lateinamerika, Birnen aus Südafrika und Aprikosen aus den Vereinigten Staaten, um nur einige zu nennen. Obgleich Dole erheblich expandierte, hat das Unternehmen an allen Betriebsstandorten stets gleich­bleibende Qualitätsstandards gewahrt. Wenn es darum geht, Beständigkeit in den globalen Geschäfts­praktiken zu gewährleisten, setzt das Unternehmen auf dieselben Standardisierungs- und Automations­prinzipien, die auch James Dole beim Ausbau seiner ersten Konservenfabrik halfen.

So verwendet Dole eine Procure-to-Pay-Lösung von Ariba, einem SAP-Unternehmen, um sämtliche Ausgaben für die Geschäftseinheiten in mehreren Ländern Mittel- und Südamerikas zu verwalten. „In Costa Rica, Honduras, Guatemala, Ecuador und Kolumbien verwenden wir eine Business-to-Business-Lösung von Ariba“, so Adriana Miranda, die bei der Dole Food Company den Kundenservice beaufsichtigt, in einem kürzlich veröffentlichten Video. „Zur Zeit führen wir sie in Chile ein.“

Schnelligkeit und Einfachheit bei zentraler Beschaffung

Die Idee besteht darin, die Beschaffungsprozesse von Dole in dieser großflächigen Region zu zentrali­sieren, zu automatisieren und zu beschleunigen. „Viele unserer Benutzer arbeiten auf den Farmen“, erklärt Miranda. Der neue Beschaffungsansatz von Dole ermöglicht denjenigen, die Güter und Dienstleistungen sofort benötigen, auf das System zuzugreifen und ihre eigenen Bestellungen anzulegen. „Die rasche Verfügbarkeit der Informationen und Kataloge erleichtert ihnen das Leben.“ Die Standardisierung und Rationalisierung des Procure-to-Pay-Prozesses half Dole, die Dauer für das Bearbeiten einer Bestellung von mehreren Wochen auf einige Stunden zu verkürzen. Das ist beachtlich. Wie Miranda erklärt, bearbeitet Dole allein in Mittel- und Südamerika jedes Jahr circa 48.000 Bestellungen.

Doch Schnelligkeit ist nur ein Aspekt. Die Zentralisierung sämtlicher Ausgabeninformationen an zentraler Stelle und die Automatisierung des Prozesses gestatten es den Managern von Dole, sich intensiver um eine Stärkung der Logistikkette des Unternehmens zu kümmern. „Dies vereinfacht unsere Beschaffungsorganisation, sodass wir uns auf die Identifizierung neuer Zulieferer und Waren sowie auf eine bessere Preisgestaltung konzentrieren können“, erläutert Miranda.

So, wie die Schälmaschine beim Vereinfachen der Konservierungsabläufe half, reduziert Dole nun mithilfe der Automatisierung die Komplexität der Beschaffungsprozesse. Diese Art des innovativen Denkens hätte wohl auch James Dole geschätzt.

Folgen Sie John Ward auf Twitter unter @JohnGWard3.

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Dieser Beitrag erschien ursprünglich auf SAP Business Trends.

Foto: Shutterstock

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