SAP TechEd: Adobe, IBM und Microsoft

Feature | 28. Oktober 2009 von Frank Völkel 0

Mark Yolton bei der Eröffnung des Demo-Wettbewerbs (Foto: Frank Völkel)

Mark Yolton bei der Eröffnung des Demo-Wettbewerbs (Foto: Frank Völkel)

Während am Abend des ersten Tages der skurrile Demo-Wettbewerb stattfand, bei dem ausgewählte Teams die Gelegenheit bekamen,  besonders kreative Software in Verbindung mit SAP zu präsentieren, gab es am zweiten Tag eine ganze Reihe an Partner-Vorträgen und Vorführungen.

Viele Partner sind auf der TechEd im Ausstellungsbereich vertreten und zeigen an kleineren Ständen ihre Produkte. Dazu gehören Firmen wie Adobe, Cisco, Hewlett-Packard, IBM, Microsoft, Oracle, Sun und VMware. So kommt der Besucher auch ohne persönlichen Termin schnell ins Fachgespräch. Die Redaktion von SAP.info hat einen Messerundgang gemacht und  stellt nun einige Produkte vor.

Aktenberge abbauen: Interaktive PDF-Formulare

Elektronische Formulare sind im Geschäftsleben nicht mehr wegzudenken. Häufig handelt es sich um Bestellungen, Aufträge, Reisekostenabrechnungen, Planungsdokumente oder Aufzeichnungen zum Kundenbeziehungsmanagement. Formulare auf Papier-Basis sind in modern organisierten Unternehmen bis auf wenige Ausnahmen längst passé. Vielfach kommen HTML-Formulare zur online- oder webbasierten Nutzung zum Einsatz. Allerdings gibt es bei letzteren den Nachteil, dass sich derartige Dokumente nur schwer ausdrucken und offline nutzen lassen.

SAP Interactive Forms ermöglicht es, Geschäftsprozesse über PDF-Dokumente unmittelbar mit Web-Anwendungen zu verbinden. Sobald der Anwender das „interaktive“ PDF-Formular nach der Bearbeitung an die SAP-Anwendung zurücksendet, überträgt das System automatisch die XML-Daten.

Seit der SAP NetWeaver Version 6.4 im Jahre 2003 ist Adobe Forms erhältlich. Das aktuelle Release nennt sich P3C und ist seit Ende 2008 am Markt, benötigt Adobe Reader ab der Version 7.08 und ist für SAP NetWeaver 7.01 und 7.1 PI & CE verfügbar. Die kommende Version P4C bleibt ausschließlich dem neuen SAP NetWeaver 7.1 PI & CE vorbehalten. Laut den Aussagen von Adobe wurde die grafische Oberfläche (GUI) der SAP-Software integriert.

Lesen Sie auf der nächsten Seite:  Integration: Office 2010 und Sharepoint 2010

Roadmap für SAP NetWeaver 7.x

Roadmap für SAP NetWeaver 7.x

Integration: Office 2010 und Sharepoint 2010

Integration von ERP-Daten in Office 2010

Integration von ERP-Daten in Office 2010

Wenn alles glatt läuft, dann wird das neue Office 2010 im ersten Quartal des kommenden Jahres am Markt verfügbar sein. Diese Version bietet eine im wesentlichen gleich aufgebaute Bedienoberfläche wie die 2007er Version, wird jedoch an die schlankere Optik von Windows 7 angepasst sein. Nach wie vor stellt die Übertragung von Daten aus MS-Office-Dateien in SAP für so manche Unternehmen ein Problem dar. Die Übertragung erfolgt dann in den meisten Fällen manuell. Neben dem Zeitaufwand ist die hohe Fehlerrate nicht zu vernachlässigen. Durch die direkte Integration von ERP-Daten in Office-Dokumente und die Ablage in Sharepoint können Arbeitsabläufe deutlich vereinfacht werden. Somit lässt sich durch die Buchung dedizierter ERP-Daten über Office Excel/Infopath eine Menge Zeit für die Anmeldung an SAP-Modulen sparen.

Die Integration von Office 2010 und Sharepoint 2010 wurde in einem speziellen Vortrag besprochen. Dabei wurde das Hauptaugenmerk auf eine fließende Benutzerführung (UI) bei der Anbindung an Access-, Excel- und Word-Services gelegt. Erstmals wird Microsoft das ISO-standardisierte Open-XML-Dateiformat unterstützen.

Ein Sharepoint-Portal erleichtert den Zugriff auf komplexe ERP-Systeme. An dieser Stelle könnte man beispielsweise das Portal eines Online-Händlers anführen, der den Bestellprozess vereinfacht abwickeln will. In Sharepoint 2010 wird es iView nicht mehr als Web-Komponente geben. Der Anwender kann die bestehenden Business-Pakete von SAP weiterverwenden. Kommt das NetWeaver-Portal zum Einsatz, gibt es die Vorzüge des „single sign-on“. Bei Office 2010 sind die Produktivitäts-Tools VS 2010, Open-XML SDK und Access 2010 enthalten.

Lesen Sie auf der nächsten Seite:  Alloy: SAP-Zugriff per Lotus Notes

Microsoft auf der SAP TechEd in Wien (Foto: Frank Völkel)

Microsoft auf der SAP TechEd in Wien (Foto: Frank Völkel)

Alloy: SAP-Zugriff per Lotus Notes

Alloy - die Verbindung von IBM Lotus Notes und SAP

Alloy - die Verbindung von IBM Lotus Notes und SAP

Die beiden Software-Welten – IBM und SAP – lassen sich mit der Alloy-Plattform vereinigen. Auf der Seite von IBM sind das hauptsächlich Email, Kalender und Geschäftsanwendungen, die sich bei Mitarbeitern in Unternehmen auf dem Desktop befinden. Dabei soll laut den Aussagen der Vortragsredner Alloy die Vorteile der SAP Business Suite mit IBM Lotus Notes vereinen – siehe auch Artikel IBM und SAP entwickeln neue Software. Letztendlich erhalten die Anwender einen Zugang auf SAP-Unternehmensdaten über die Oberfläche von IBM Lotus Notes.

Somit sollen einfache Zugriffe auf ERP-, BI- und Business-Berichte möglich sein. Die Konfiguration von Alloy soll sich laut den Angaben auf der TechEd im Handumdrehen erledigen lassen: Für das SAP-Backend braucht es gerade einmal geschätzte 15 Minuten, die Einstellungen am IBM Lotus Domino Server dauern knapp 5 Minuten und die Justage des SAP Alloy Add-ons dauert weitere 10 Minuten.

Vorträge von SAP-Partnern auf der TechEd

Vorträge von SAP-Partnern auf der TechEd

Tags: , , ,

2 comments

  1. Hans-Joachim Decker

    Hallo,
    die Seite ist super. Ich hoffe, dass damit die Seiten unter sap.com ein wenig übersichtlicher werden, weil die “Eigenwerbung” weniger wird.
    MfG

  2. Lorenz G

    Einige Korrekturen zu dieser Seite:
    – Das Open XML Format unterstützt schon Office 2007. Es wird in Office 2010 fortgesetzt: http://msdn.microsoft.com/de-de/office/bb906068.aspx
    – Schon in SharePoint 2007 wird Single Sign On unterstützt. In SharePoint 2010 wird es durch den Secure Store Service ersetzt, der ebenfalls das einmalige Anmelden ermöglicht. Genauer: http://technet.microsoft.com/de-de/library/ee806889(office.14).aspx
    -Mit VS 2010 ist vmtl. Visual Studio 2010 gemeint. Dies ist nicht in Office 2010 enthalten, sondern separat erhältlich.

Leave a Reply