Grenzen zwischen Open Source und Closed Source verwischen

Feature | 19. Februar 2009 von Michael Hitzek, SAP.info 0

Linux, Red Hat, Alfresco, MySQL und openoffice.org haben zwei Dinge gemeinsam: Sie sind Anbieter von Open-Source-Software (OSS). Und sie werden von SAP auf verschiedenste Art und Weise gefördert – auch finanziell.

Als allgemeinen Trend in der Wirtschaft formulierte Mark Yolton in seiner Nürnberger Keynote: „Die Welt wird immer kunden- und nutzerfreundlicher.“ Offene Zusammenarbeit („open collaboration“) und gemeinsame vorangetriebene Innovationen („open innovation“) von Kunden und Lieferanten seien die Schlagwörter der Stunde. Der Leiter des SAP Community Network zeigte anhand mehrerer Beispiele, wie sich Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen für ihre Kunden öffnen, sie an der Entwicklung von neuen Produkten und Dienstleistungen beteiligen.

„Grenzen zwischen der SAP und ihren Kunden einreißen“

„Auch die SAP tut sich mit ihren Kunden zusammen“, sagte Yolton. In interaktiven Communities wie SAP Developer Network (SDN), Business Process Expert Community (BPX) oder den Industry Value Networks tauschen sich Kunden und Partner über Ideen, Anforderungen und mögliche Lösungen aus. Dabei, so Yolton, gehe es um nichts weniger als darum, die Grenzen zwischen der SAP und ihren Kunden einzureißen. So werde die Technik verbessert und die Ko-Innovation gefördert.

Im SAP EcoHub, dem Online-Marktplatz für ausgewählte Angebote der SAP und ihrer Partner, könnten Kunden sich online über Lösungen informieren, diese bewerten und kaufen. Das ESME-Blog sei ein Beispiel für die wachsende Zahl von Community-Projekten, die sich zwar mit der SAP befassen, aber von ihr weder gegründet noch finanziert werden.

Darüber hinaus spielt SAP laut Yolton eine aktive Rolle in der Open-Source-Bewegung:

  • SAP liefert Quellcode mit aus
  • SAP NetWeaver basiert auf Java und Eclipse
  • SAP unterstützt OpenOffice.org und Mozilla Firefox
  • SAP bietet einen Multiplattform-Client: SAPGUI for Java
  • SAP unterstützt Open-Source-Sprachen
  • SAP unterstützt bereits seit 1999 Linux. Im SAP LinuxLab arbeiten Hardware-Partner wie HP, DELL, IBM und Bull, die Distributoren SUSE und Red Hat sowie das Technologie-Beratungsunternehmen Realtech daran, dass Linux-Lösungen bereit sind für unternehmenskritische Anwendungen.
  • SAP ist Gründungsmitglied des Open-Source-Framework Eclipse (IDE) und hat bei einigen seiner Projekte eine führende Rolle

Dies alles zusammen heißt für Mark Yolton: Die SAP lässt ihren Kunden viele Wahlmöglichkeiten. Im Engagement für und in der Arbeit mit Open Source seien die Wünsche der Kunden aus SAP-Sicht das Hauptkriterium.

Die Wünsche der Kunden im Fokus

„Und Unternehmen wollen die Wahl haben, sie wollen unabhängig sein von bestimmten Anbietern und Plattformen und sie wollen ihre IT-Betriebskosten auf möglichst niedrigem Niveau halten“, so Yolton. Als weitere Anforderungen kämen rechtliche Sicherheit, Datensicherheit und Zuverlässigkeit hinzu.

SAP versuche diesen Wünschen gerecht zu werden, indem sie den Kunden „das Beste aus beiden Welten“ anbiete – also die besten Lösungen aus Open Source und Closed Source. Und mit Blick auf die Zukunft sagte Yolton: „Die Grenzen zwischen Open Source und Closed Source werden immer mehr verwischen.“

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