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Ottakringer Brauerei: Drei Fragen zur ERP-Einführung

3. November 2015 von Peter Hasmann 0

#SAPLIVEBLOG „Warum benötigt Ottakringer ein neues ERP-System?“, „Was versteht man unter LiquIT und was unter BierKuLT?“: Die Antworten auf einen Blick.

Warum benötigt Ottakringer ein neues ERP-System?

Im Herbst 2015 laufen die Lizenzen für das bisherige ERP-System aus, das nicht mehr weiter entwickelt wird. Zudem gehen bei Ottakringer bald die letzten IT-Mitarbeiter, die sich damit auskennen, in den Ruhestand. So gesehen ist das Timing gut gewählt, wenn die Mitarbeiter nach ihren Weihnachtsferien mit der neue Bedienoberfläche arbeiten werden.

Wie ist der Stand der Implementierung in der Unternehmensgruppe? Und: Was ist eigentlich LiquIT?

Das unternehmensgruppenweite ERP-Vorhaben wurde im Mai 2013 mit dem „LiquIT“ genannten Programm gestartet. Diese Namenskomposition stammt einerseits von den „flüssigen“ oder „liquiden“ Kernprodukten des Konzerns wie Wasser, Bier und anderen Getränken und stellt gleichzeitig den Bezug zur IT her. LiquIT also schafft den Rahmen für das neue ERP in der ganzen Ottakringer-Gruppe. Innerhalb dieses Programms einigten sich Vertreter der einzelnen Firmen auf ein gemeinsames Template als Grundlage für die weiteren Implementierungen. Sie legten außerdem fest, wie Stammdaten behandelt werden, wie die Unternehmensstruktur berücksichtigt wird und wie allgemein gültige Prozesse aussehen sollen. Seit Oktober 2014 haben einige Unternehmen der Ottakringer-Gruppe die neue ERP-Software bereits im Einsatz – darunter der österreichische Marktführer für Mineralwasser Vöslauer Mineralwasser AG, die Vöslauer Thermalbad GmbH und die Ottakringer Liegenschafts GmbH. Auch die „Mutter“ Ottakringer Getränke AG selbst arbeitet bereits damit. 14 Monate nach dem Go Live bei Vöslauer Mineralwasser AG soll das neue ERP-System Anfang 2016 auch bei den Schwesterunternehmen Ottakringer Brauerei AG und der Trinkservice GmbH an den Start gehen, drei Monate später und zum Abschluss dann beim Getränkegroßhändler Kolarik & Leeb.

Sind die Prozesse unter den Unternehmenstöchtern Vöslauer Mineralwasser und der Ottakringer Brauerei vergleichbar? Und: Was ist eigentlich BierKuLT?

Bei dem anstehenden Implementierungsprojekt „BierKuLT“ (Bier steht für die Ottakringer Brauerei, KuL für Kolarik und Leeb und T für die Trinkservice GmbH) wird vieles anders sein: Einige Prozessanpassungen werden nötig. So spielt bei der Vöslauer Mineralwasser AG überwiegend großteilige Logistik eine Rolle, während die Ottakringer Brauerei und die Trinkservice GmbH zusätzlich auch kleinteilige Logistik berücksichtigen müssen. Auch bei Kolarik & Leeb ist mehrheitlich Kleinteiligkeit gefragt. Die „Gastrologistik“ erfordert etwa, die Route der Getränkewagen zu den Gaststätten abzubilden und Lieferungen möglich zu machen, die unter Palettengröße liegen. Zudem sind die Prozesse etwa in einer Brauerei teilweise anders. Von Stücklisten, über die Arbeitsplanung, die Abfüllung bis zur Bereitstellung sind in der Produktion zwar grundsätzlich ähnliche Stammdaten und Funktionalitäten gefragt wie bei der Mineralwasser-Schwester. Doch gibt es beispielsweise für die Planung der Brau- und Biersorten spezifische Prozesse.

Wie sieht der Zeitplan aus?

Foto: shutterstock

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