Partnerberatung hoch zehn

Feature | 27. November 2008 von admin 0

Wie komme ich zum Portal? Wo kann ich die nötige Software kaufen? Bei solchen Fragen brauchen die Mitarbeiter der weltweiten SAP-Partnerorganisation GPOS (Global Partner Operations & Services) nicht lange zu überlegen. Selbst knifflige Anfragen zu Services, Zertifizierung oder Produkten seien für seine Mannschaft kein Problem, betont GPOS-Chef Jörg Jung: „Unsere Leute kennen sich bestens aus.“ Und wenn die Partnerbetreuer doch einmal mit ihrem SAP-Latein am Ende sind, wissen sie, an wen sie sich wenden können. Denn ihre Stützpunkte sind genau dort angesiedelt, wo auch die Produktexperten sitzen, weltweit in allen Regionen.

Große Partner wie IBM und Microsoft genießen die Rundumbetreuung schon lange. Doch wie schafft man es, 10.000 kleineren Partnern weltweit einen vergleichbaren Service zu bieten? Imran Khan, Leiter des Integration & Certification Center (ICC) für den Asien-Pazifikraum, erläutert: „Als konzernweite Dachorganisation gewährleisten die GPOS, dass unsere Partner rund um den Globus standardisierte Leistungen erhalten, sei es über das ICC, die Partner Service Delivery oder das PartnerEdge-Programm.“

Aus einer Hand

„Eine einzige Anlaufstelle bei allen Fragen von banal bis hoch kompliziert – das ist wohl der größte Nutzen, den wir unseren Partnern im Massengeschäft bieten können, und das ganze noch personalisiert“, ergänzt Jung. „Weder Microsoft noch Oracle oder IBM haben so etwas.“ Das Besondere: Selbst ein chinesischer Partner kann mit der SAP in seiner Landessprache kommunizieren. Rund zwanzig der gängigsten Sprachen decken die GPOS derzeit ab.

Gemeinsam mit den Partnerfirmen entwickelt das Team sowohl individuell abgestimmte Servicepläne als auch standardisierte Trainings, die anschließend dem gesamten SAP-Ökosystem als E-Learning-Angebote zur Verfügung stehen. Die Materialien sind über ein Serviceportal zugänglich. Dort können sich die Partner beispielsweise über den SAP Solution Manager informieren. Zu weiteren häufig nachgefragten Themen, darunter Zertifizierung, Validierung, Schnittstellen, Geschäftsmodell und Verträge, liegen ebenfalls standardisierte Informationen vor.

Gemeinsam stärker

Das Partnernetz in Zahlen

Rund 10.000 Partner haben sich vertraglich an die SAP oder Business Objects gebunden, darunter 3.500 Vertriebspartner, 2.500 IT-Dienstleister, 600 Softwarehäuser, 1.000 OEM-Partner, 1.000 Händler sowie kleinere Partnergruppen. 1.700 Softwarehäuser haben ihre Lösungen zertifizieren lassen.

Die Mitgliedschaft im „Club“ bringt zahlreiche Vorteile. Dazu Bettina Spindler, bei der SAP für die Business-ByDesign-Partner zuständig: „Über unser Ökosystem finden die Partner Zugang zu Wissen, neuen Märkten und potenziellen Kunden.“ Überdies können sie die SAP-Infrastruktur für Werbe- und Vertriebsaktionen nutzen und erhalten die Werkzeuge, mit denen die Integration ihrer Software in die Produkte der Walldorfer funktioniert. Und Alexandra Ulherr-McGhee vom ICC in Palo Alto fügt hinzu: „Systemintegratoren haben die Möglichkeit, ihre Lösungen von uns testen zu lassen. So gewährleisten sie technische Kompatibilität.“

Der Partner zahlt für die Zertifizierung und bekommt dafür ein Qualitätssiegel. Weltweit bestehen rund 500 Softwarelösungen im Jahr die Prüfung durch das ICC. Der Anwender honoriert diesen Aufwand, weil er weiß, dass er sich auf eine von der SAP abgenommene Lösung verlassen kann. Da sich letztere schnell und einfach implementieren und an seine Systeme andocken lässt, spart der Kunde Zeit und Geld.

Lukrative Vielfalt

Über das Partnernetz kann die SAP den Markt nicht nur flächendeckend versorgen, sondern auch Nischenlösungen entwickeln. Jung: „Mit unserer Ökosystem-Strategie verfolgen wir zwei Zwecke: erstens, Kunden besser und kostengünstig zu bedienen, indem wir alle externen Ressourcen einbringen. Und zweitens, gemeinsam mit Kunden und Partnern Innovationen voranzutreiben.“

Deshalb will das GPOS-Team anderen Softwareherstellern den Zugang zur SAP-Plattform erleichtern. Konkret heißt das, die Investition, die ein Partner aufbringen muss, um auf der Plattform zu arbeiten, soll um über 90 Prozent sinken. Dadurch können auch kleinere Firmen, die nur ein oder zwei SAP-Tools nutzen, auf den Zug aufspringen.

„Unser Ziel ist, Tausende weiterer Softwarehäuser auf unsere Plattform zu holen. Viele fangen klein an und wachsen mit uns“, erklärt Jung. „Die Plattform erleichtert die Kooperation gewaltig. Je mehr Anbieter darauf arbeiten, desto attraktiver wird sie, und desto besser werden unsere Produkte.“

Das bietet die SAP ihren Partnern

1. Partnerprogramm PartnerEdge

  • Infrastruktur zur Verwaltung der SAP-Kontakte
  • Klärung der technischen Voraussetzungen zur Zusammenarbeit
  • Bereitstellung von Werbematerial: Broschüren, Referenzen, Logos
  • Test- oder Demolizenzen für den Vertrieb

2. Partner Service Delivery (PSD)

  • Serviceorganisation zur weltweiten Betreuung der SAP-Partner
  • Standorte: Brasilien (bedient Lateinamerika und Iberien), Irland (Nordamerika, Europa), Indien (Europa), China (Asien)

3. Integration & Certification Center (ICC)

  • beantwortet Integrationsfragen
  • entwickelt Zertifizierungspläne für kleinere Softwarehäuser
  • derzeit zertifizierte Lösungen: rund 2.400

4. SAP Business ByDesign Solution Partner Management

  • Anlaufstelle für Partner, die SAP Business ByDesign erweitern
  • nächste Version enthält bereits 15 zusätzliche Partnerlösungen

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