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PET-Flaschen auf Pflanzenbasis

Feature | 2. März 2015 von Judith Magyar 0

Mit SAP HANA in der Cloud will Heinz weltweit effizienter werden.

Der US-amerikanische Nahrungsmittelhersteller H. J. Heinz Company aus Pittsburgh kann auf eine lange Tradition der Innovation zurückblicken. Ab 1869 verwendete das Unternehmen Glasflaschen, um seinen Kunden freie Sicht auf seine Produkte zu ermöglichen, während andere Hersteller zusätzliche Füllstoffe in dunklen Flaschen versteckten. Heinz trug außerdem entscheidend zum Erlass der Lebensmittelhygienevorschriften des Pure Food and Drug Act von 1906 bei. Qualitäts- und Innovationsbewusstsein haben maßgeblich zum Erfolg der Marke Heinz und zur Innovationskraft des Unternehmens beigetragen.

Einfacher Zugriff auf Informationen über die Cloud

Mit zunehmendem Wachstum stand das Unternehmen vor dem Problem, dass wichtige Daten auf zahlreiche Business-Intelligence-Plattformen an den einzelnen Standorten verteilt waren. Ein zentrales System, das Echtzeitzugriff auf Informationen ermöglicht, sollte dieses Problem lösen. Heinz implementierte SAP HANA in der PaaS-Infrastruktur (Platform as a Service) xStream von Virtustream, um die Effizienz zu steigern und auf Basis einer Cloud-Lösung ein einfaches Change-Management auf globaler Ebene zu unterstützen. „Heinz profitiert durch die Cloud nicht nur von deutlichen Kosteneinsparungen, sondern kann sich mit der PaaS-Infrastruktur auch zusätzliches Umsatzpotenzial erschließen“, erläuterte Rodney Rogers, Vorstandsvorsitzender und CEO von Virtustream, in einem Interview auf ComputerWeekly.com.

Wofür können Unternehmen die mit der Cloud realisierten Einsparungen verwenden?

PlantBottle-248x255Durch Effizienzsteigerungen und niedrigere Kosten in der IT-Infrastruktur steht ein größeres Budget für neue Technologien und Innovationen zur Verfügung.

Unternehmen wie Heinz wissen, dass Innovation die Voraussetzung für ihren langfristigen Erfolg ist und dass diese Innovation angesichts knapper werdender Ressourcen nachhaltig sein muss. Im Rahmen einer Kooperation mit der Coca-Cola Company stellte Heinz beispielsweise auf die Verpackung PlantBottle™ um, die bis zu 30 Prozent wiederverwendbares pflanzliches Material enthält. Durch die neue Materialzusammensetzung der Kunststoffflaschen will Heinz das gesamte Verpackungsmaterial bis Ende 2015 um 15 % reduzieren. Coca-Cola hat es sich zum Ziel gesetzt, bis 2020 alle Plastikflaschen auf die PlantBottle™ Technologie umzustellen und damit seinen ökologischen Fußabdruck deutlich zu verringern.

Globale Großkonzerne wie Coca-Cola verfügen über das nötige Gewicht am Markt, um unseren Umgang mit natürlichen Ressourcen nachhaltig zu verändern und Umweltprobleme schneller zu lösen als Klimaschutzverordnungen, deren Umsetzung viele Jahre dauern kann. Dies zeigt auch eine kürzlich durchgeführte Studie: Seitdem McDonald’s und andere Unternehmen in ihren Produkten auf Fleisch von Hühnern verzichten, die mit Soja aus den Regenwaldgebieten am Amazonas gefüttert wurden, ist der Prozentsatz der neu gerodeten Flächen in Brasilien drastisch gesunken. Dadurch erhöhte sich der Druck auf die Agrarhändler, Soja aus anderen Quellen zu beziehen und keine neuen Soja-Anbauflächen im Regenwald zu finanzieren.

Investitionen in nachhaltige Innovation

Unternehmen wie Heinz machen sich Technologien wie SAP HANA in der Cloud zunutze, um die Kosten für ihre Abläufe zu senken und zugleich ihren Umsatz zu steigern. Wenn auch nur ein kleiner Teil dieser Einsparungen in innovative Nachhaltigkeitsprogramme für erneuerbare Energien, den verantwortungsvollen Umgang mit Wasser und eine nachhaltige Landwirtschaft investiert wird, so kann dies spürbare Auswirkungen auf die Energielandschaft der Zukunft haben und einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

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Bildquelle: Thinglass / Shutterstock.com

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