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Pokémon Go: Durchbruch bei Augmented Reality

4. August 2016 von Tim Clark 0

Kann der Riesenerfolg von Pokémon Go der Augmented Reality das Tor zur Geschäftswelt öffnen?

Es ist erstaunlich, welch furiosen Erfolg Nintendo mit dem von Niantic entwickelten Smartphone-Spiel Pokémon Go erzielt hat. Laut der Nachrichtenagentur Reuters ist Pokémon Go auf mehr Android-Geräten installiert als die bekannte Dating-App Tinder. Die Zahl aktiver Nutzer könnte bald größer als bei Twitter sein. Für das Unternehmen kommt die Finanzspritze gerade recht, denn im Krieg der Konsolen mit Sony und Microsoft hatte Nintendo Probleme mitzuhalten.

Der Riesenerfolg von Pokémon Go könnte der sogenannten „Augmented Reality“ das Tor zur Geschäftswelt öffnen. Die Augmented Reality-App nutzt den GPS-Sensor des Smartphones und schickt die Spieler vor die Haustür auf die Jagd nach virtuellen Monstern. Die Pokémons werden auf dem Bildschirm in die echte Umgebung eingeblendet. Globale Unternehmen, die ihre Geschäftsprozesse digitalisieren, wünschen sich genau diese Art von Begeisterung bei ihren Anwendern.

Augmented Reality weiter vorantreiben

„Was wir momentan in der digitalen Wirtschaft erleben – Videospiele wie Pokémon Go eingeschlossen – ist nur ein kleiner Teil von dem, was noch kommen wird“, erklärt Bill McDermott, CEO der SAP, dem weltweit führenden Anbieter für Unternehmenssoftware. McDermott glaubt, dass die nächsten fünf bis zehn Jahre mehr Veränderungen mit sich bringen werden als das vergangene Jahrzehnt. Maschinelles Lernen, künstliche Intelligenz und Augmented Reality werden dabei eine immer größere Rolle spielen. „Ich bin fest davon überzeugt, dass intelligente Anwendungen nicht nur die betriebliche Arbeitsweise grundlegend verändern werden, sondern auch wie Firmen mit Handelspartnern zusammenarbeiten“, verkündete McDermott Anfang des Jahres vor vielen Tausend Kunden auf der SAPPHIRE NOW, der wichtigsten Kundenkonferenz der SAP.

Datenbrille für Lagerarbeiter

Mit der Augmented-Reality-Anwendung SAP AR Warehouse Picker können Lagerarbeiter all ihre Aufgaben mit Hilfe von intelligenten Datenbrillen erledigen. Dank Visualisierung und Spracherkennung haben sie stets die Hände frei. Sie erhalten Anweisungen über die Brille und die Dateneingabe erfolgt durch Scannen oder per Sprachbefehl. Und mithilfe Augmented-Reality-Anwendungen können Servicetechniker Probleme schnell erkennen und lösen.

Bleibt abzuwarten, ob diese technischen Neuerungen in Unternehmen den gleichen Hype auslösen werden wie Pokémon Go.

Dieser Beitrag wurde ursprünglich im US-Wirtschaftsmagazin Forbes veröffentlicht.

Titelfoto: Nintendo

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