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Predictive Intelligence: So sieht Zukunft aus

6. Mai 2013 von Anja Paschke-Hess 0

Kaum etwas ist spannender als der Blick in die Zukunft. Dank moderner Analysewerkzeuge ist dieser heute so verlässlich wie niemals zuvor – und ebnet damit den Weg für neue Kooperations- und Geschäftsmodelle.

Milliardenschwere Wertverluste während der Finanzkrise, Winterchaos bei der Bahn oder teure Rückrufaktionen in der Automobilindustrie – nicht nur Verbraucher fragen sich immer häufiger: Hätte man das nicht wissen müssen? „Müssen nicht, aber können schon“, sagt Carl-Rainer Stetter, Leiter des Business-Intelligence-(BI)-Kompetenzcenters beim SAP-Partner Atos. Schließlich ermöglichen bestimmte Technologien, sogenannte Predictive Analytics, bereits seit Längerem einen fundierten Blick in die Zukunft – und liefern beispielsweise für zuverlässige Ressourcenplanung und Risikobeurteilungen wichtige Hinweise. Trotzdem kommen Predictive Analytics bzw. Predictive Intelligence bis dato in der Praxis vergleichsweise selten zum Einsatz. Zu komplex sind die globalen Märkte, zu dynamisch die Einflussfaktoren.

Echtzeitvorhersagen auf Knopfdruck

„Um in diesem Umfeld der jeweiligen Entwicklung eine Nasenlänge voraus zu sein, braucht es technische Analysewerkzeuge, die in kürzester Zeit Ergebnisse liefern, um rechtzeitig belastbare und treffsichere Prognosen zu erstellen“, erklärt BI-Experte Stetter. Die In-Memory-Anwendung SAP HANA bietet aus seiner Sicht hierzu eine ideale Basis. Denn sie beschleunigt mithilfe spezieller Algorithmen die Auswertungen und berücksichtigt dabei sowohl strukturierte als auch unstrukturierte Daten. In Verbindung mit der Software SAP Predictive Analysis können Anwender eigenständig Vorhersagemodelle für beliebige Geschäftsszenarien erstellen. Die Lösung stellt die Ergebnisse in Echtzeit dort bereit, wo sie gebraucht werden: beispielsweise als aussagekräftige Grafiken auf dem Dashboard des Anwenders oder als Warnmeldungen via Push-Dienst auf einem mobilen Endgerät.

Ein Beispiel: Bei der Automatisierung industrieller Fertigung werden Prozessdaten zunehmend an vielen Stellen im Produktionsablauf durch Sensoren erfasst und gespeichert. Data-Mining-Tools helfen dabei, bestimmte Muster zu entdecken, und versetzen so die Produktionsplaner in die Lage, Ausfälle im Fertigungsprozess vorherzusehen. Sie können dadurch schneller reagieren, zum Beispiel durch den Einbau von Ersatzteilen. „Diese Vorgehensweise wird auch als Preventive Intelligence  bezeichnet“, macht Stetter klar.

Doch auch für andere Branchen bietet die Echtzeitunterstützung von SAP HANA für BI-Prozesse enorme Vorteile. Onlinehändler können auf Basis der Klickraten die Kaufwahrscheinlichkeit ableiten und die Warenverfügbarkeit in ihren regionalen Versandlägern verbessern. Staus lassen sich vorhersehen und entsprechend vermeiden. Supply-Chain-Management-Prozesse können im Hinblick auf den Einsatz von Maschinen, den Bedarf an Rohstoffen und auch die Mitarbeiterkapazität optimiert werden. „Anwendungsszenarien mit SAP HANA rechnen sich überall, wo es auf den Zeitfaktor ankommt und große Datenmengen im Spiel sind“, resümiert der Atos-Experte

Prognosegüte steigt mit Prozesswissen

Doch Vorsicht: Für die erfolgreiche Nutzung derinformationstechnischen Glaskugel reicht eine intelligente Analyse- und Prognosetechnologie alleine nicht aus. Die erste Herausforderung ergibt sich laut Stetter vielmehr bereits im Vorfeld. „Ein intelligentes Stammdatenmanagement ist nötig, sonst könnten beispielsweise Dubletten von Kundendaten die Prognose verwässern“, weiß er. Abgesehen davon sei es von Vorteil, wenn von vornherein feststehe, welche Daten man braucht. Außerdem ist es unabdingbar, die eigenen Geschäftsprozesse und Abhängigkeiten im Unternehmen inhaltlich zu verstehen.

Denn die Güte einer Prognose – und damit deren Mehrwert – hängt in hohem Maße vom Wissen um branchen- und unternehmensspezifische Parameter ab und nicht allein von der Informationstechnologie. „Unser Beratungsansatz kombiniert dementsprechend das Know-how um die besonderen Branchenprozesse mit der Expertise zu Unternehmensstrategie und IT“, erklärt Carl-Rainer Stetter. Wie Atos den Kunden darüber hinaus den Weg zu verlässlichen Auswertungen ebnet, erfahren Interessierte bei der In-Memory Computing Conference am 5. und 6. Juni in Frankfurt.

Eins ist klar: Unternehmen sollten sich möglichst zeitnah mit dem Thema befassen. Denn wem es gelingt, Predictive Intelligence effizient einzusetzen, der kann einen Blick in die Zukunft wagen und verfügt damit gegenüber Mitbewerbern über einen wichtigen Wettbewerbsvorteil. „Vorhersagende Echtzeitanalysen geben der Wirtschaft leistungsstarke Werkzeuge an die Hand, um die gestiegenen Anforderungen in Sachen Business Intelligence abzudecken“, unterstreicht Atos-Manager Stetter. Auch deshalb geht die Gartner Group davon aus, dass der Einsatz von Predictive Intelligence  bis 2020 flächendeckend an der Tagesordnung sein wird.

Weitere Informationen:
Erfahren Sie hier, wie Atos Sie bei der Implementierung von Business-Intelligence-Anwendungen unterstützt.
Jetzt anmelden und bei der In-memory Computing Conference am 5. und 6. Juni in Frankfurt mehr über die Möglichkeiten von vorausschauenden Analysen auf Basis von SAP HANA erfahren.

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