Primus mit Wegweiser zum Erfolg

Feature | 27. Februar 2008 von Christine Macfarlane 0

“Primus wurde 1926 gegründet, ist seit 1955 in denselben Räumlichkeiten und arbeitet seit 1978 mit der gleichen Software – Zeit für eine Veränderung”, sagt Jeff Ellsworth, COO bei Primus. Mit der Erneuerung der Geschäftsprozesse wollten die Anteilseigner von Primus dem eigenen Unternehmen auch ein neues Gesicht geben.

Gesagt, getan: Der Wunsch, das eigene Image stärker nach außen zu präsentieren, deckte sich mit dem Ziel von Primus, seinen Kunden zu einer erfolgreichen Außendarstellung und einer starken Marke zu verhelfen.

Die Zeichen der Zeit

Klare Beschilderung ist unbezahlbar für jeden, der in seinem Auto durch eine ihm unbekannte Stadt fährt. Selbst in Zeiten der Navigationssysteme weiß jeder Autofahrer eine klare Verkehrsführung zu schätzen. Gleiches gilt für die Mutter mit Kind, die am Flughafen ihren Mietwagen sucht. Beschäftigt mit dem müden Kleinen – und selbst müde – ist sie für jeden eindeutigen Hinweis dankbar, der sie rasch zum Ziel führt.

Schilder sind, im übertragenen Wortsinn, auch “Aushängeschilder”. Unternehmen – gleich ob Finanzdienstleister, Makler, Restaurants – die durch professionelle oder einladende Beschilderung Vertrauen und Behaglichkeit vermitteln, werden auch den entsprechenden Zulauf haben.

Primus hat das längst erkannt. Das Traditionsunternehmen mit Sitz in Stanton, Kalifornien, fertigt und vertreibt seit 1926 Reklame- und Hinweisschilder für Unternehmen unterschiedlichster Branchen – Öl- und Automobilindustrie, Nahrungsmittel-, Getränke und Einzelhandelhandel, für Autovermietungen, Immobilien- und Finanzdienstleister. Primus ist mit seinen Produkten aber auch im Stadtverkehr und in Einrichtungen der öffentlichen Hand gut vertreten. Seit jüngstem berät und unterstützt das Unternehmen seine Kunden zudem bei der Entwicklung eines Markenimage.

Zukunft Image-Management

“Die Zukunft unseres Unternehmens liegt im Image-Management”, so Ellsworth, der sich hierbei unter anderem auf eine Studie der Unternehmensberatung McKinsey & Company aus dem Jahr 2000 stützt. Deren leicht nachzuvollziehendes Resultat: Starke Marken bescheren den Aktionären höhere Erträge als schwache Marken. “Wir erweitern daher unsere Dienstleistungen um die Entwicklung von Reklame- und Hinweisschildern und arbeiten bereits in einem sehr frühen Stadium mit unseren Kunden zusammen. So helfen wir ihnen sowohl bei der Etablierung der Marken als auch bei der Produktion der Schilder.”

Im Zuge dieser Neuausrichtung musste Primus die eigenen Abläufe verbessern. So erzielt das Unternehmen beispielsweise ein Drittel des Umsatzes mit Sonderaufträgen. Früher wurden diese Aufträge ohne Artikelnummer, Stückliste oder Kalkulation erstellt, bei Abrechnung manuell in die alte Software eingegeben und dann auf Papier abgeheftet.

Doch ohne Dokumentation keine Berichte, ohne Berichte keine saubere Kalkulation. “Im Grunde war schon allein der Buchhaltungsprozess eine permanente Nacharbeit”, erinnert sich Ellsworth. “Wir mussten einzelne Posten manuell mit dem Jahresabschluss abgleichen. Eine vernünftige Kostenrechnung war praktisch unmöglich.” Außerdem war es schwierig, neue Mitarbeiter rasch zu schulen – die Abläufe wurden manuell und von Fall zu Fall abgewickelt und waren nicht standardisiert.

Primus sah die Möglichkeit, diese Schwierigkeiten mit Hilfe einer neuen IT zu überwinden. “Im Grunde verfügte unsere alte Software zwar über viele der von uns benötigten Funktionen. Aber sie war einfach zu umständlich”, erzählt Ellsworth. “Dieses Problem hätte nur ein Computerspezialist lösen können.” Die Geschäftsführung beschloss daher, gleich gründlich aufzuräumen und einen Neuanfang zu wagen.

Neue Wege

Viele Unternehmen stecken viel Zeit und Geld in die Suche nach einem passenden Software-Anbieter. Nicht so Primus, so Ellsworth. Aufgrund seiner Erfahrungen mit einem ERP-Konkurrenzprodukt war seine Empfehlung und erste Wahl von Beginn an SAP Business One. Ellsworth nahm daher wegen einer Demo-Veranstaltung unmittelbar Kontakt zum SAP-Partner Vision33 im kalifornischen Irvine auf. Die Entscheider waren sofort beeindruckt von der Möglichkeit, mit SAP Business One Sonderaufträge mit Artikelnummern und Stücklisten zu erfassen und im Nu abzuwickeln. Nachdem Vision33 auch noch andere Funktionalität vorgestellt hatte, insbesondere für das Rechnungswesen, war das Geschäft besiegelt.

Nachdem die Mitarbeiter der einzelnen Abteilungen bei Primus die Anwendung drei Monate lang ausgiebig getestet hatten, ging SAP Business One produktiv. “Wir waren dann erst einmal eine ganze Weile damit beschäftigt, unsere Daten zu bereinigen“, sagt Ellsworth. “Am Ende haben wir lediglich die Kundendaten und unsere Informationen zu Lieferanten, zu Artikeln und die Basispreise übernommen.”

Anfänglich, so Ellsworth weiter, hätten die Mitarbeiter versucht, mit SAP Business One in der alt gewohnten Weise zu arbeiten. “Die Umstellung vollzog sich langsam, aber heute können die Kollegen kaum mehr glauben, dass sie jemals so ineffizient gearbeitet haben”, fügt er mit einem Lachen hinzu.

Mehr Service für die Kunden

SAP Business One und die damit abgebildeten Geschäftsprozesse geben der Unternehmensführung allen Grund zu Optimismus. Positiv schlägt vor allem zu Buche, dass Primus mit den neuen Funktionen mehr Kunden erreicht und weitere Dienstleistungen anbieten kann.

Beispiel Sonderaufträge: Vision33 hat innerhalb von SAP Business One ein Werkzeug entwickelt, das Artikelnummern und Stücklisten zeitnah generiert. Die Vertriebsmitarbeiter brauchen nur noch eine Option aus einer Reihe von Möglichkeiten auszuwählen, die Programmlogik ermittelt dann im Hintergrund die Kosten, erstellt ein Angebot und sendet den Auftrag direkt an die Fertigung.

Primus war auch in der Lage, die Preise einiger Produktlinien präziser zu ermitteln, da das Unternehmen dank ausgeklügelter Berichte nun die Kosten besser im Griff hat. Das hat sich entscheidend auf die Gewährung von Rabatten ausgewirkt. “Das Ergebnis ist eine sieben- bis zehnprozentige Steigerung des Bruttogewinns”, so Ellsworth.

Ellsworth schätzt darüber hinaus, dass Primus heute dreißig Prozent mehr Durchsatz hat als noch vor drei Jahren – und das ohne zusätzliches Personal. “Um diese Durchsatzsteigerung mit dem alten System zu erreichen, hätten wir fünf neue Mitarbeiter einstellen müssen”, sagt er.

“Nicht nur, dass wir effizienter und profitabler arbeiten: Auch unsere Kunden melden uns zurück, es sei heute erheblich einfacher, mit uns Geschäfte zu machen“, berichtet Ellsworth. “Ich würde daher sagen, dass wir mit SAP Business One unser Image ganz schön aufpoliert haben.“

“Eines ist mir noch wichtig“, so Ellsworth abschließend: “Änderungen lassen sich in SAP Business One sehr einfach durchführen. Wir sind zurzeit dabei, unsere Geschäftsabläufe weiter zu standardisieren. Fragen mich beispielsweise Kollegen, ob wir einem Formular ein neues Feld hinzufügen können, lautet die einfache Antwort: Ja, das geht sofort.”

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