Process Mining mit SAP HANA

19. März 2014 von Friederike Orths 0

Celonis

Das SAP HANA Startup, dessen Name von „Celos“, dem griechischen Gott des Strebens, abgeleitet ist, hat eine beeindruckende Entwicklung hinter sich. Seit seiner Gründung 2011 ist Celonis rapide gewachsen: Zunächst aus seinen drei Gründern bestehend, beschäftigt das Unternehmen heute mehr als 40 Mitarbeiter. Das Produkt Celonis Process Mining 3.0 ist inzwischen bereits als „Third-Party Application on SAP HANA“ von SAP für den Betrieb auf SAP HANA zertifiziert.

Mitgründer und Geschäftsführer Bastian Nominacher präsentierte auf der SAP-Bühne, worin die Vorteile des hauseigenen Process-Minings liegen: Über eine explorative Analyse deckt das Verfahren Probleme in Prozessabläufen auf, die sonst unentdeckt bleiben. Nutzer haben Einblick in ihre Geschäftsprozesse, können schneller auf Schwierigkeiten reagieren und Prozessoptimierung, Effizienz- und Kostenverbesserungen initiieren.

70 Prozent der analysierten Daten aus SAP-Systemen

Das System verspricht, Serviceanträge schneller zu bearbeiten, die Compliance sicher einzuhalten und Prozesskosten zu senken. Von der Bestellanforderung bis zur Zahlung lässt sich jeder Schritt anhand aktueller Kennzahlen nachvollziehen – in beliebiger Detailtiefe und in Echtzeit. SAP HANA liefert die Grundlage für die Technologie. Außerdem stammen circa 70 Prozent der mit Process Mining analysierten Daten aus SAP-Systemen, da diese viele wichtige Prozesse abbilden. Gerade bei enormen Datenmengen kann also dank Process-Mining-Transparenz zurückerlangt werden.

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SAP.info: Wo steht Celonis derzeit? Würden Sie sich trotz des starken Wachstums noch als Startup bezeichnen?

Auf jeden Fall! Wir wollen und können uns nicht auf unserem bisherigen Erfolgen ausruhen, sondern stehen in der Verpflichtung unseren Kunden die beste Leistung bieten. Wir arbeiten daher jeden Tag intensiv daran, unsere Process-Mining-Technologie weiterzuentwickeln und weitere Märkte zu erschließen. Von unseren Kunden angetrieben sind wir auf Wachstum gepolt. Daran arbeiten wir bei Celonis als Team und das ist, was meiner Ansicht nach ein erfolgreiches Startup ausmacht.

Warum ist die CeBIT dabei für Celonis wichtig?

Das erste Mal waren wir vor zwei Jahren mit einem kleinen Stand auf der CeBIT und konnten hier unsere ersten großen Kunden gewinnen. Deshalb ist die CeBIT für uns eine wichtige Veranstaltung. Sich auf dem SAP-Stand als Partner zu präsentieren, ist natürlich eine tolle Möglichkeit für uns. Dementsprechend gespannt sind wir auch auf die vielen Meetings in dieser Messewoche. Außerdem ist die CeBIT für unsere Kontaktpflege natürlich unerlässlich. Es gibt weltweit einfach keine andere Veranstaltung, bei der so viel Fachpublikum an einem Platz zusammenkommt. Wir präsentieren unsere einzigartige Softwarelösung und erklären Interessenten, wie Process-Mining-Lösungen für einzelne Unternehmen aussehen könnten.

Was wollen Sie mit Celonis in Zukunft noch erreichen?

Kurz gesagt: Wir liefern mit unserer Process Mining Technologie einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil, den früher oder später jedes Unternehmen brauchen wird. Die SAP Business Suite powered by SAP HANA macht Prozesse schneller, mit Celonis Process Mining kann jeder diese Geschäftsprozesse in Echtzeit transparent machen und so nachhaltige Effizienzsteigerungen und Kostenverbesserungen generieren. Unser Ziel bei Celonis ist es daher, alle relevanten Märkte mit dieser Technologie zu versorgen. Viele Fachabteilungen möchten oder müssen ihre Performance steigern, egal ob es dabei um Supply Chain Management, Logistik oder Prozesse in Krankenhäusern geht. Aber auch zum Compliance-Aspekt können wir bei Celonis einiges beitragen. Wir merken auch nicht zuletzt durch die hohe Anzahl an Kundenanfragen, dass für Process Mining ein großer Bedarf besteht. Man muss sich nur überlegen, wie viele SAP-Systeme weltweit im Einsatz sind, dann bekommt man eine ungefähre Vorstellung davon, wo Celonis Process Mining überall angewendet werden kann.

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