Qualität und Geschwindigkeit für mySAP All-in-One

Feature | 26. November 2003 von admin 0

Die neue Version des VSDK wurde in ihrem Umfang erweitert. Es ist nun nicht mehr rein entwicklungsorientiert, sondern spricht die Bedürfnisse der Partner während des gesamten Lebenszyklus’ einer Lösung an. Weniger Mannstunden gehen einher mit reduzierten Kosten und einer verkürzten Zeit bis zur Markteinführung. Außerdem bedeutet die SAP-gesicherte Qualität ein geringeres Investitionsrisiko.
Die neueste Version 2.0 des Vertical Solution Development Kit ist seit Oktober 2003 erhältlich. Mit einer typischen Roadmap-Struktur ist VSDK V2.0 in fünf Phasen gegliedert: Initialisierung, Wissensvorbereitung, Entwicklung/Lokalisierung, Nachentwicklung, Vertrieb und Service. Auf jeder Stufe dieser Roadmap erhalten die Partner alle Informationen, die sie benötigen, um auf die nächste Stufe zu gelangen. So wird sichergestellt, dass die Partner die Kriterien für die Qualifikation der Lösung in der Nachentwicklungsphase erfüllen. Die Roadmap geht über die Qualifikation hinaus und unterstützt die Partner auch mit wertvollen Ratschlägen zu Marketing, Verkauf und Service für die neu qualifizierten vertikalen Lösungen. So soll die gesamte Entwicklung und der Markteinführungsprozess beschleunigt werden – vom Tag eins bis zum Tag der Fertigstellung. Indem sie der VSDK-Formel folgen, können die Partner sicherstellen, dass sie die richtigen Ergebnisse und die richtige Qualität erreichen – ohne dafür das Rad neu erfinden zu müssen.

Der Anfang

Die ersten beiden Phasen des Vertical Solution Development Kit 2.0 beschäftigen sich mit der Vorbereitung der Partner. Ganz am Anfang, in der Phase „Initialisierung“, bietet das VSDK Hintergrundinformationen über das mySAP-All-in-One-Partnerprogramm, Zertifizierungsanforderungen sowie eine Erklärung, was genau SAP von einer mySAP-All-in-One-Partner-Lösung erwartet. Zertifizierte mySAP-All-in-One-Partner können dann auf die nächste Stufe der Roadmap – „Wissensvorbereitung“ – vorrücken, auf der die Partner umfassend über die während der Entwicklung verwendeten Tools und Technologien informiert werden. Die Partner haben Zugriff auf ein umfangreiches Repertoire an Dokumentationen und interaktiven SAP-Tutorien zur Technologie, wie zum Beispiel auf BC-Sets (Business Configuration) und auf die „Building Block“-Technologie von SAP Best Practices. Diese One-Stop-Wissensbibliothek liefert auch wichtige Informationen über technische Voraussetzungen und Systemvoraussetzungen sowie über die Entwicklung der Anwenderdokumentation.

Die Entwicklung

Die entscheidende Phase in der VSDK-Roadmap ist die Phase „Entwicklung/Lokalisierung“, die in der neuen Version stark erweitert wurde. Drei neue Szenarien erweitern die Unterstützung bei der Entwicklung, um unterschiedliche Bedürfnisse zu erfüllen und um zwischen Lokalisierungsprojekten, oder Neuentwicklung, Verbesserung und Upgrade zu differenzieren. Die neuen Szenarien ermöglichen auch die Entwicklung oder Lokalisierung mit oder ohne den Einsatz der Building-Block-Technologie. Von einer grundlegenden Umstrukturierung oder Lokalisierung bis hin zu komplexeren Verbesserungen bietet diese VSDK-Stufe den Partnern detaillierte Entwicklungsanleitungen. Die Partner wählen – basierend auf ihrer individuellen Situation – Szenarien aus. Dazu gehören die Art der Entwicklung, sei es Lokalisierung, Neuentwicklung oder Erweiterung, die gewählte Entwicklungsmethode, also mit oder ohne Building-Block-Technologie, sowie die bestehende Entwicklungsgrundlage, wie zum Beispiel SAP Best Practices oder die eigene vertikale Lösung des Partners. Die spezifischen Merkmale jedes Entwicklungsprojektes führen die Partner dann hin zu einem bestimmten Szenario und der dazugehörigen Entwicklungsanleitung.
Die Entwicklungsanleitungen bieten also Schritt für Schritt Verfahren und Standards, indem sie die Partner durch eine Entwicklungs-Roadmap begleiten – von der Projektplanung, der Spezifikation und dem Entwurf bis hin zur Entwicklung, der Testphase und der Fertigstellung der Lösung. Standard-Entwicklungsverfahren und Anleitungen sorgen für die Konsistenz und Qualität der jeweiligen Partner-Lösungen und stellen sicher, dass die Lösungen hinsichtlich Support, Wartung und Upgrade korrekt entwickelt werden. Jede Anleitung begleitet den Partner durch das Entwicklungsverfahren und gibt ihm Hilfestellung bei der Projektwahl, den Planungsprozessen, der Systemspezifikation und dem Entwurf. Die Anleitungen beschreiben die speziellen Entwicklungsaufgaben, die mit jeder Entwicklungsart und -methode verbunden sind und behandeln Themen wie Integration, Einrichtung der Systemlandschaft und Dokumentation. Auf der Endstufe der Entwicklungs-Roadmap erfahren die Partner, wie sie ihre fertigen Ergebnisse vollenden, Trainingsmaterial zusammenstellen und sich auf den Qualifikationsprozess vorbereiten. Jede Entwicklungsanleitung hat auch einen Link zum „How-To Reference Guide“, der spezielle Richtlinien enthält und zeigt, wie zum Beispiel SAP Smart Forms, BC-Sets oder die Data Conversion Workbench während der Entwicklung eingesetzt werden können.

Die Genehmigung

Nach Abschluss der Entwicklung hilft das VSDK den Partnern durch die beiden letzten Stufen des Lösungslebenszyklus’ – „Nachentwicklung“ sowie „Vertrieb und Service“. Die Nachentwicklungsphase beschäftigt sich mit der Qualifikation der Partner-Lösung durch SAP und mit der Fertigstellung. Auf dieser Stufe stellen die Partner ihre Lösungen SAP zur Qualifikation oder Genehmigung vor. Auf dieser Stufe ist das Befolgen der VSDK-Anleitungen besonders von Vorteil: Die Partner haben Zugriff auf die Qualifikationsrichtlinien, die SAP zur Bewertung jeder Lösung anwendet, und sie können die Richtlinien durcharbeiten, um sicherzustellen, dass sie die erforderlichen Kriterien erfüllt haben. Partner, die die Anleitungen in den vorangegangenen VSDK-Phasen befolgt haben, sollten in der Lage sein, das Qualifikationsverfahren schnell und problemlos abzuwickeln. Der abschließende Teil der Nachentwicklungsphase ist die Fertigstellung der qualifizierten mySAP-All-in-One-Lösung. Dazu gehören im Wesentlichen die Zusammenstellung und die Übertragung des Systems und der vorkonfigurierten Einstellungen auf ein lieferbares Medium wie zum Beispiel eine CD oder eine DVD. Die detaillierte Dokumentation begleitet die Partner durch dieses Verfahren, indem entweder die Änderungsanforderung oder die „Client Transport“-Methode befolgt wird.
Sobald die Lösung erfolgreich „verpackt“ wurde, ist die letzte Stufe in der VSDK-Roadmap – „Vertrieb und Service“ – erreicht. Ziel in dieser Phase ist es, die Effektivität der Vertriebs- und Marketingverfahren des Partners zu steigern, indem nützliches Datentransfermaterial, Informationen über aktuelle Marketing-Kampagnen, Verkaufshilfen, Wettbewerbs- und Preisinformationen zur Verfügung gestellt werden. Die Partner haben auch Einblick in die SAP Partner Branding Guidelines und die spezifischen Branding Guidelines für SMB-Partner. Außerdem bereitet die letzte VSDK-Phase die Partner auf den Support und die Wartung ihrer vertikalen Lösungen vor und gibt einen Überblick über die gesamte Palette der angebotenen Support-Services für die SAP Business Partner der mySAP-All-in-One-Produkte.
Das SAP Vertical Solution Development Kit V2.0 ist online auf dem SAP Service Marketplace unter www.service.sap.com/smb-developmentkit erhältlich. Eine Offline-Version des Toolkit wird ab Ende November 2003 lieferbar sein.

Lindsay Johnson

Lindsay Johnson

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