Schnellstart für SAP ERP

16. Dezember 2011 von Christiane Stagge 0

Schnelle Implementierung, flexible Preismodelle, verschiedene  Funktionspakete – Rapid Deployment Solutions (RDS) sind vorkonfigurierte Softwareanwendungen, die von SAP beziehungsweise speziellen Partnern vertrieben werden. Die passende Hardware gibt es ebenfalls dazu. RDS-Anwendungen bilden die wichtigsten Geschäftsprozesse ab und sind innerhalb von wenigen  Wochen einsatzbereit. Besonders praktisch: Nutzer können zwischen verschiedenen Modulen und Preislizenzen wählen.

RDS gibt es für verschiedene Softwarepakete wie CRM, ERP oder SAP HANA.  Bei der Installation der Schnellstartlösung helfen der Solution Configurator, SAP Solution Manager und Solution Builder.

 

Solution Configurator

Wer sich für eine Schnellstartlösung oder für Business All-in-One entscheidet, kommt um den Solution Configurator nicht herum:  Mit dem Online-Lösungskonfigurator stellen sich Nutzer ihre individuelle Software zusammen: In der Auswahlmaske tragen Sie Ihre Branche und die Anzahl der Anwender ein. Anschließend wählen Sie die Funktionen (CRM, Finanzen, Lieferkette) aus, die Sie benötigen. Der Solution Configurator umfasst außerdem ein Set von relevanten Business-Szenarien für jede Branche.

Neben SAP bieten auch Partner wie Cormeta einen Solution Configurator an. Das Tool hilft Ihnen nicht nur bei der Zusammenstellung Ihrer Unternehmenssoftware, sondern liefert Ihnen auch einen Kostenvoranschlag über Hardware, Software und Implementierungskosten. Diesen Voranschlag können Sie anschließend an die IT-Entscheider in Ihrer Firma weiterleiten oder sich detaillierte Informationen per E-Mail schicken lassen. Auch die Partner sehen anschließend, wonach Kunden gesucht haben und welche Features ihnen bei ihrer Unternehmenssoftware wichtig sind. Sobald der Kunde eine Auswahl getroffen hat, werden die Distributoren per E-Mail informiert.

Lesen Sie auf der nächsten Seite: SAP Solution Manager für RDS und SAP Solution Builder

SAP Solution Manager für RDS

Der SAP Solution Manager hilft Ihnen bei der Implementierung Ihrer Software, indem er sämtliche Installationsprozesse zentral verwaltet und überwacht. Der Solution Manager bildet dabei alle technischen und betriebswirtschaftlichen Aspekte ab. Mit dem Anwendungsmanagement-Werkzeug können Sie Änderungen protokollieren, Genehmigungsprozesse erstellen, Anwendungen testen und Servicetickets verwalten.

Welche neuen Funktionen der Solution Manager 7.1 bietet, können Sie hier nachlesen. Neu im Solution Manager sind das Online LaunchPad und der intergierte Konfigurator. Das Online LaunchPad ersetzt das Offline LaunchPad. Geänderte Dateien müssen von nun an nicht mehr erneut hochgeladen werden, sondern sind sofort sichtbar. Ein weiterer Vorteil: Administratoren können von überall aus arbeiten.

Der integrierte Konfigurator umfasst SAP CRM, SAP ERP und SAP BI Solutions in einer UI. Die Preise der  einzelnen Solutions werden in Echtzeit ermittelt.

Der Solution Manager für RDS wird als Template mit dem gewöhnlichen Solution Manager Implementation Add-on (ST-ICO) angeboten. Im Bereich „Roadmap Select“ können Sie den Implementierungsplan und weitere Spezifikationen rund um die Installation auswählen. Die Prozesse, die Sie installiert haben möchten, wählen Sie im Solution Manager Business Blueprint aus. Um die automatische Konfiguration zu starten, können Sie den Implementierungsbereich in den Solution Builder übertragen. Anschließend wird die Lösung erstellt. Diese umfasst alle Geschäftsprozesse, die zuvor im Solution Manager Business Blueprint ausgewählt worden sind. Die ausgewählten Prozesse werden automatisch im SAP Application System mit dem Solution Builder konfiguriert.

 

SAP Solution Builder

Der SAP Solution Builder ist ein Software Add-on, das auf der SAP NetWeaver Platform basiert und die automatische Konfiguration der verschiedenen RDS-Funktionen unterstützt. Das Solution Builder Add-on muss dafür in das SAP Application System importiert werden, wo die Konfiguration der RDS-Geschäftsprozesse stattfindet. Solution Manager und Solution Builder sind miteinander verknüpft. Um automatische Downloads im Solution Builder und Solution Manager Business Blueprint zu ermöglichen, muss eine Internetverbindung vorliegen.

Bei den Schnellstartlösungen sollen künftig auch andere Technologien, die nicht auf ABAP basieren, integriert werden können. Das ist besonders mobilen Lösungen  von Vorteil. Auch ein Step-By-Step-Guide – eine Web-Plattform, auf der Anwender miteinander kollaborieren können – soll die Installation künftig erleichtern.

 

 

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