Einzelhandel – was tun?

Feature | 28. September 2009 von Verlin P. Youd 0

Shoppen

Wege aus der Krise im Einzelhandel (Foto: Jupiterimages)

Die Aufregung um die Weltwirtschaft hat ein Ausmaß angenommen, wie es schon seit 70 Jahren nicht mehr der Fall war. Die Einzelhändler bekommen die sinkende Kauflust der Menschen als erstes zu spüren und tragen somit die Hauptlast des Abschwungs.
Dieses Marktsegment beschäftigt weltweit mehr Angestellte als jede andere Branche und erwirtschaftet damit einen erheblichen Anteil am Bruttoinlandsprodukt. Allein in den Vereinigten Staaten machen Einzelhändler mehr als 20 Prozent der Arbeitsplätze aus und erwirtschaften 30 Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Unter den vielen dunklen Wolken am Himmel der Wirtschaftskrise gibt es jedoch einen Silberstreif am Horizont – für alle diejenigen, die mutig genug sind, ein gewisses Risiko einzugehen und auf geeignete Software zu setzen.

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Blockierte Chancen

In Zeiten wie diesen erwartet man von den Einzelhändlern gewöhnlicherweise, dass sie all ihre Investitionen zurückschrauben, bis sich der Sturm gelegt hat.

Besonders bei marktführenden Einzelhändlern sieht man jedoch immer wieder, dass sie gerade jetzt gezielt in neue IT investieren, weil sie damit diejenigen Geschäftsprozesse vorhersehen können, die den höchsten Gewinn erzielen.

Vorausschauende Manager wissen, dass radikale Einsparungen nicht immer der richtige Weg sind, sondern dass man seine Investitionen gezielt in die Dinge einsetzen muss, die dabei helfen, Kosten zu kontrollieren, Gewinne zu erzielen und zufriedenere Kunden zu bekommen.

In folgenden Bereichen bietet ein verlässliches IT-System besondere Unterstützung:

  • Personalplanung: Die Personalbelegung ist ein sehr hoher Kostenfaktor, allerdings kann der Händler ihn am besten kontrollieren. HR-Software hilft dabei zu bestimmen, wie viel Personal ein Geschäft zu jeder Zeit braucht, in dem sie historische Daten und Trends analysiert und miteinander vergleicht. Personalpläne werden dabei entsprechend des Budgets angepasst. Mit der Software für das Personalmanagement ermittelt man die Arbeitskraftabdeckung und erstellt von diesen Daten einen Arbeitsplan, der den Käuferzustrom abbildet und gleichzeitig Kosten und Arbeitsrechtsbestimmungen berücksichtigt.
  • Warenpreismanagement: Sinkt die Nachfrage, müssen Händler sicherstellen, dass sie einen fairen Preis vom schrumpfenden Kuchen abbekommen. Mit Software, mit der sich das Warenpreismanagement verwalten lässt, können Händler den Preisdruck abschätzen sowie Konkurrenzdruck, Wettbewerb, saisonale Schwankungen und andere Einflussfaktoren im Einkaufsverhalten abschätzen. Händler können auch ihr Warenpreismanagementsystem in Schwung bringen, indem sie ihre Wareneinkaufsstrategie verbessern und demzufolge  die Gewinnmarge steigern. Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig, schlecht verkäufliche beziehungsweise wenig profitable Waren aus der Einkaufsliste zu streichen.
  • Business Intelligence: Händler vergeuden zu viel Zeit beim Suchen von Daten anstatt diese zu analysieren. In diesen wirtschaftlich angespannten Zeiten müssen Händler in der Lage sein, Kosten zu optimieren, ihre besten Kunden zu halten und neue Marktchancen zu erschließen. Business Intelligence hilft dem Einzelhandel, Faktoren wie Einnahmen, Gewinne und Kundenzufriedenheit messbar zu machen. Somit lassen sich das Kaufverhalten und die Bedürfnisse der Kunden berücksichtigen und diese Informationen an die Mitarbeiter gezielt weiterleiten.

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Bauplan für Wachstum

Egal welchem klassischen Wachstumsleitbild ein Unternehmen folgt – neue Produkte zu verkaufen, neue Regionen zu erschließen, neue Kunden zu gewinnen und zu fusionieren – all das macht eine funktionierende IT-Strategie erforderlich.

Der Bauplan für Wachstum muss den Kapazitäten der Firma entsprechen und die IT muss entsprechend der Geschäftsstrategie abgeglichen sein.

Ausschlaggebend für Wachstum sind die Menschen, Prozesse und Systeme, deshalb gilt es:

  • interne Stärken voranzutreiben: standardisiert man die wichtigsten Kernprozesse, kann man gleichzeitig andere Ressourcen freischaufeln.
  • auf das Organisatorische konzentrieren: Wachstum hängt davon ab, wie man sich organisiert und dabei möglichst flexibel bleibt.
  • Flexibilität in der Geschäftsstruktur: Wachstum erfordert Flexibilität und die Möglichkeit, rasch auf Veränderungen reagieren zu können. Um dies bewerkstelligen zu können, muss ein Unternehmen mit seiner Software Veränderungen in der richtigen Geschwindigkeit anpassen.

Wenn also ein Händler rasch auf  Marktveränderungen reagiert, sich neuen Bereichen öffnet, mit anderen Handelspartnern zusammenarbeitet, seine IT optimiert, Produktionsausfälle minimiert und dabei nicht das Wichtigste aus den Augen verliert – nämlich die Kunden – kann er auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten erfolgreich sein.

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