Software auf Abruf: Wer bietet was?

Feature | 12. Oktober 2009 von Christiane Stagge 0

Software mieten statt kaufen - Roundtable auf der CRM Expo 2009 (Foto: Frank Völkel)

Software mieten statt kaufen - Roundtable auf der CRM Expo 2009 (Foto: Frank Völkel)

Software über die Internetleitung mieten und nur für die entsprechenden Anwendungen zahlen, die man auch wirklich nutzt – dieses Konzept verfolgt  Software as a Service. SAP, Oracle und Salesforce: Wer bietet welche On-Demand-Software für welchen Anwendertyp und zu welchem Preis?

Software as a Service (SaaS) ist ein Modell, bei dem sich Unternehmen ihre Branchensoftware nicht fest implementieren lassen, sondern für einen bestimmten Zeitraum mieten. Teure Hardware ist nicht nötig: Man benötigt nur einen PC und eine Internetverbindung. Der Vorteil: Man zahlt nur für die Anwendungen, die man auch wirklich nutzt, kann je nach Bedarf Module hinzufügen oder weglassen und spart Kosten und lange Implementierungszeiten.

Auf der CRM-Expo war SaaS eines der Haupthemen. Gerade für kleine Unternehmen aus dem Dienstleistungssektor, die ihre Kundenbeziehungen mit Software abbilden wollen, können On-Demand-Lösungen auf Grund des flexiblen Preismodells und geringem Implementierungsaufwands  interessant sein.  Zwar bestehen bei vielen Unternehmen noch psychologische Hemmschwellen, was das Auslagern von Kundendaten betrifft. Die Anbieter versprechen jedoch alle eine hohe Sicherheit.

Lesen Sie auf Seite 2: SaaS-Angebote von SAP, Oracle und Salesforce im Vergleich

Podiumsdiskussion zum Thema Miet-Software (Foto: Frank Völkel)

Podiumsdiskussion zum Thema Miet-Software (Foto: Frank Völkel)

SaaS-Angebote von SAP, Oracle und Salesforce im Vergleich

SAP, Oracle und Salesforce bieten allesamt Mietsoftware an. Auf der CRM-Messe in Nürnberg stellten die drei Softwareunternehmen ihre On-Demand-Produkte fürs Kundenbeziehungsmanagement vor:

Salesforce bietet CRM-Software ausschließlich als On-Demand-Lösung an. Das Unternehmen verspricht mit seiner Software dem Nutzer einen 360-Grad-Blick auf den Kunden: Ob Kundendaten, Marketingkampagnen, Käuferschichten und Kundenwünsche – alles soll mit dem Programm erfasst und bearbeitet werden können.

Das Besondere: Die On-Demand-Force.com-Plattform kann in jedem Unternehmen beliebiger Größe eingesetzt werden. Eine Mindestanzahl an Usern gibt es nicht, so dass die Software insbesondere für kleine Firmen geeignet ist. Die Preise fangen schon ab 7 Euro im Monat pro User für das Einstiegspaket an und enden bei monatlichen 275 Euro pro Anwender beim Unlimited-Paket.

Auch Oracle hat CRM on demand im Angebot. Den Fokus setzt das Softwareunternehmen dabei auf den Einsatz im Vertrieb.

Lesen Sie auf Seite 3: SAPs SaaS-Lösung Business ByDesign – Was es kann, was es kostet

Im Bereich SaaS bietet SAP Business ByDesign (Foto: Frank Völkel)

Im Bereich SaaS bietet SAP Business ByDesign (Foto: Frank Völkel)

Business ByDesign – Was es kann, was es kostet

Was On-Demand-Software betrifft, ist SAP von allen drei Anbietern am breitesten aufgestellt. Mit Business ByDesign hat SAP nicht nur Lösungen für CRM, sondern die gesamte ERP-Palette im Programm und bietet daher weitaus  mehr: Mit SAP Business ByDesign lassen sich auch Finanzplanung, Personalverwaltung und Logistik verwalten. Gehostet wird die Software, die über den Internetbrowser bedient wird, bei SAP.

Egal ob Marketing, Vertrieb oder Service: Das CRM-Modul liefert alle wichtigen Anwendungen vom Anlegen von Kundenaufträgen, Reisekostenabrechnungen, Projektplanungen, Reklamationsmanagement, Lieferstatus und Warenein- sowie Warenausgang.  Mit der Software lassen sich Kundenstammdaten aktuell halten, Wettbewerbsanalysen vornehmen, Marktentwicklungen beobachten , Angebote erstellen, Produkte auf ihre Verfügbarkeit prüfen und Versandinformationen  einsehen.

Programme wie Outlook, Access oder Excel lassen sich ebenso problemlos integrieren. Das Highlight: In der Bedienoberfläche sind Webservices wie Map24, die Google-Suche, Business-News vom Online-Portal Morningstar oder GoYellow integriert. So kann der User nebenbei auch gleich die Route der nächsten Dienstreise planen, das Hotel buchen oder aktuelle Aktienkurse abrufen.

Voraussetzung für die Nutzung  von Business ByDesign sind mindestens 25 Anwender.  Die Kosten belaufen sich auf 133 Euro im Monat pro User.

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