SAP beschleunigt Geschäftsanalysen mit BI Accelerator

Feature | 17. Mai 2006 von admin 0

Ohne zusätzliche Spezialhardware oder kostspielige Systemanpassungen ermöglicht der BI Accelerator die Auswertung von mehreren Terabytes Daten in wenigen Sekunden. Diese Ankündigung erfolgte auf der internationalen SAP-Kundenkonferenz SAPPHIRE 06, die vom 16. bis 18. Mai in Orlando stattfindet. Der BI Accelerator löst den traditionellen Konflikt zwischen Abfragegeschwindigkeit und Abfrageflexibilität, insbesondere bei großen Datenvolumina. Mit dem BI Accelerator stellen SAP und Intel eine Analyse-Engine bereit, die Milliarden aufgezeichneter Transaktionen und Datensätze innerhalb weniger Sekunden durcharbeitet und so neue, hochflexible und prozessorientierte Analyseanwendungen ermöglicht. BI Accelerator wird als vorinstallierte Anwendung auf Blade-Servern von HP und IBM mit 64-Bit Intel-Xeon-Prozessoren angeboten und verringert die Komplexität einer IT-Infrastruktur. Das befreit IT-Administratoren von aufwändigen Routineaufgaben.
Kunden, die den BI Accelerator bereits testen konnten, verzeichnen erheblich reduzierte Antwortzeiten, so dass Anwender deutlich effizienter und produktiver arbeiten können. Insbesondere große Unternehmen mit hohen Datenvolumina können ihre bestehenden IT-Investitionen mit dem BI Accelerator besser ausschöpfen. Mit dem Werkzeug sind Einsparungen bei der Hardware und weiteren mit dem Systembetrieb verbundener Kosten möglich, die bis zu mehreren Millionen pro Jahr reichen können. Zudem können die erhöhte Produktivität und Prozessflexibilität den jährlichen Umsatz in Millionenhöhe steigern.
Mit der Implementierung von SAP xApp Analytics, modellorientierten, zusammengesetzten Anwendungen (Composite Application) auf Basis von SAP NetWeaver, können Kunden die Leistung des BI Accelerator umfassend nutzen – etwa, um Analyseergebnisse über Bereichs- und Unternehmensgrenzen hinweg direkt in den Geschäftsprozess einfließen zu lassen. Managemententscheidungen können auf Basis von Echtzeitabfragen relevanter Unternehmenskennzahlen getroffen werden, Mitarbeiter erhalten zur richtigen Zeit die richtigen Informationen – etwa zur Vertriebsleistung, der Profitabilität ihrer Vertriebskanäle oder zum Konsumverhalten von Kunden. Zugrunde liegende Daten- oder Verzeichnisstrukturen haben dabei keinen Einfluss auf die Performance der Suchabfragen. Zu den technischen Merkmalen des BI Accelerator gehören eine Hauptspeicher-basierte Suchabfrage, die effiziente Nutzung von Ressourcen durch intelligente Datenkomprimierung sowie eine hochgradige Parallelverarbeitung.

Messbarer Kundennutzen

Im Oktober 2005 lieferte SAP den BI Accelerator an die ersten 30 ausgewählten Kunden, die die Leistung und die Auswirkung des Tools auf ihre Unternehmensperformance umfassend untersucht haben. Die Kunden berichteten von Antwortzeiten, die 20 bis 200 mal schneller waren als vor der Implementierung. “Gegenwärtig testen wir eine Pilotinstallation mit dem BI Accelerator und können damit blitzschnell auf Informationen zugreifen und Daten auswerten”, erklärt Suzanne Dubois, Information Director for Financial Control and Accounting bei BP. “BP verarbeitet täglich Abermillionen von Kundentransaktionen in 100 Ländern. Mit dem BI Accelerator können wir durch schnellere Entscheidungen unsere Erträge steigern und Kosten reduzieren.”
Im April 2006 testete das US-amerikanische Marktforschungs- und Beratungsunternehmen WinterCorp, das sich auf Datenmanagement für Großunternehmen spezialisiert hat, den BI Accelerator unter Laborbedingungen auf Abfrageleistung, Skalierbarkeit und Datenbelastung. Die Tester verzeichneten konsistente und schnelle Antwortzeiten auch unter hoch skalierter Abfragenbelastung. Der Testbericht hob außerdem hervor, dass der BI Accelerator einen kostengünstigen und einfachen Ansatz bietet, um starke Leistung ohne Zugeständnisse an die Flexibilität zu erzielen.
“Für Unternehmen ist es wettbewerbsentscheidend, auch ein stark wachsendes Datenvolumen jederzeit zu beherrschen und daraus Informationen für das operative Geschäft zu ziehen”, betont Renee James, Vice President und General Manager der Intel Software and Solutions Group. “Aufbauend auf innovativen Plattform- und Optimierungstechnologien, die den 64-Bit Intel-Xeon-Prozessor mit seiner Leistung und Skalierbarkeit voll ausnutzen, können SAP und Intel ihre Kunden dabei unterstützen, bei ihren Datenanalysen wertvolle Zeit und Ressourcen zu sparen.”
“Durch den Einsatz des BI Accelerators erhalten Unternehmen maximale Leistungsfähigkeit bei reduzierten Kosten für ihre Business-Intelligence-Funktionen”, ergänzt Klaus Kreplin, Executive Vice President SAP NetWeaver bei SAP. “Durch die enge Zusammenarbeit mit den Softwareexperten von Intel konnten wir unsere Ziele für beschleunigte BI umsetzen und bieten Unternehmen nun die Möglichkeit, völlig neue Wege in punkto Verfügbarkeit und Nutzung unternehmenswichtigen Informationen zu gehen.”

Quelle: SAP AG

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