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SAP Exchange Media: wie ein Start-Up entwickelt

26. Januar 2017 von Christiane Kubach 0

Wolfgang Faisst und Johann Freilinger, die Ideengeber und Gründer von SAP Exchange Media (XM), berichten wie sie das neue Produkt bei SAP entwickelten – nämlich ganz im Geiste eines Start-Ups.

Dr. Wolfgang Faisst und Johann Freilinger verfolgen seit 2013 ihre Geschäftsidee – mit viel Fleiß, Engagement, aber auch mit Unterstützung von Kollegen und Führungskräfte in der SAP sowie von Kunden und Partnern. Dabei rekrutierten sie ein 80-köpfiges Team, das aus einer Idee ein Produkt entwickelte.

Die zwei Gründer von SAP Exchange Media (SAP XM) räumen ein, dass es ein steiniger Weg sei, bahnbrechende Ideen in einem großen Unternehmen umzusetzen. Es sind damit neue Prozesse und Denkweisen verbunden, die von allen Beteiligten ein „über den Tellerrand schauen“ erfordert.

Das Team von Wolfang Faisst und Johann Freilinger schafft es mit SAP Exchange Media ins Finale des Hasso Plattner Founders’ Award.

SAP XM: ein Unternehmen im Unternehmen

Was Ende 2013 mit einer Idee begann, konkretisierte sich 2014 in einem Business Plan, den sie ihrem Manager vorstellten. Bis dahin arbeiteten Faisst und Freilinger sechs Monate an dem Projekt zusätzlich zu ihrer normalen Tätigkeit – was in langen Abenden und kurzen Wochenenden resultierte. Aber es zahlte sich aus: „Es geht darum, zu schauen, ob die Kunden eine Anforderung haben, die wir erfüllen können und so letzten Endes ein neues Geschäft für uns und unsere Partner bedeutet“, so Freilinger.

In der freien Wirtschaft sucht man Venture Capital, im Unternehmen Budget. Die Mechanismen sind die gleichen: Gründer müssen ihre Investoren und Unterstützer von ihrer Idee und deren erfolgversprechenden Umsetzbarkeit überzeugen. Die finanziellen Risiken für den einzelnen mögen bei einem Unternehmen im Unternehmen geringer sein, dafür fühlen sich Faisst und Freilinger ihren Investoren, vor allem ihren Kollegen und Vorgesetzten, aber auch Partnern und Kunden, besonders verpflichtet. Erfolg können sie schon heute verbuchen: Bereits 2015 evaluierten sie ihre Idee mit Kunden und zur SAPPHIRE NOW 2016 wurde SAP XM im Markt eingeführt.

Dass wir die Leidenschaft fürs Neue brauchen, bestätigt auch Bernd Leukert, Mitglied des Vorstands für Produkte & Innovation: „SAP XM zeigt genau diesen Innovationsgeist, den wir brauchen, um langfristig erfolgreich zu sein.“

Die Idee: ein digitales Media-Business-Netzwerk in der Cloud

Basierend auf der SAP HANA Cloud Platform bringt SAP XM über einen Marktplatz im Internet Anbieter und Nachfrager von Werbeflächen in digitalen Medien zusammen. Damit können digitale Werbeflächen von Kunden gebucht werden sowie der unmittelbare Erfolg der Werbekampagnen überprüft und in nahezu Echtzeit optimiert werden. Im Grunde ist SAP XM ein digitales Media-Business-Netzwerk in der Cloud. Zudem ist SAP XM mit anderen SAP-Lösungen wie SAP Hybris Marketing verbunden und bietet Kunden so einen integrierten Prozess.

Wo heute Agenturen Werbeflächen kaufen und anschließend Kampagnen für Unternehmen planen, durchführen und auswerten, können Unternehmen ihre Kampagnen jetzt einfach und schnell selbst planen, auf ihre Kunden zuschneiden und den Erfolg in Echtzeit von Anfang bis Ende messen.

Die intelligente Lösung nutzt Big Data für individuelle Werbung

Das digitale und durchgängige Mediennetzwerk nutzt die Intelligenz von Big Data, lernt aus den Präferenzen der Nutzer und ermöglicht die Platzierung von Anzeigen mit geeigneten Inhalten dort, wo sie für den Empfänger relevant sind.

So soll Werbung wieder relevant werden, denn Ausgaben durch sogenanntes Ad-Blocking in digitalen Medien stiegen global. Wenn Werbung wieder relevant für den Einzelnen wird, bietet sie hohes Potenzial für alle Beteiligten. Letztlich sind wir alle Verbraucher und fühlen uns von auf unsere Bedürfnisse zugeschnittenen Inhalten eher angesprochen als von Massenwerbung.

Im Team ist Diversity gefragt

Als Faisst und Freilinger begannen, ein Team aufzubauen, war für sie klar, dass sie Kollegen aus ganz unterschiedlichen Bereichen gewinnen mussten, um ihre Idee zu verwirklichen. Begeisterung und Verantwortung für die gemeinsame Sache in einem multidisziplinären Team war eine wesentliche Voraussetzung zum Erfolg. Nicht nur verschiedene Fähigkeiten, sondern auch tiefes Wissen über die Werbebranche durch neue Teammitglieder waren erforderlich.

Die Vielfalt des Teams spiegelt sich heute auch in der Verbindung von erfahrenen und jungen Teammitgliedern sowie Technologie- und Marketingexperten wider. Entwicklung, Produktdesign und Verwaltung haben ihren Sitz in Walldorf. Marketing und Vertrieb sitzen in Hamburg und New York. Alle verbindet das gemeinsame Ziel, Werbung wieder relevant zu gestalten.

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