SAP fordert offenen Diskurs zu RFID und Datenschutz

Feature | 27. September 2004 von admin 0

Mit diesem Ziel will SAP für Kunden auch das Umfeld schaffen, in dem sie mit RFID-Applikationen neue Geschäftspotenziale erschließen können. Eine Podiumsdiskussion mit Repräsentanten führender Industrieunternehmen und Vertretern der beiden größten Bundestagsfraktionen bildet heute in der Berliner SAP-Repräsentanz den Auftakt zu einer Reihe entsprechender Veranstaltungen. Über den wirtschaftlichen Nutzen von RFID herrscht breiter Konsens in einem weiten Spektrum von Branchen. Allerdings existieren Vorbehalte gegenüber dem möglichen Einfluss der Technologie auf die Privatsphäre von Einzelpersonen.
Datenschützer zitieren das Potenzial der Technologie und warnen vor dem „gläsernen Konsumenten“. Befürworter wenden ein, dass RFID-Daten in erster Linie produktbezogen erhoben werden und die Speicherung persönlicher Daten nur mit Zustimmung des Konsumenten möglich sei. Neben dem eigenen Engagement in Standardisierungsgremien plädiert SAP dafür, dass alle an RFID beteiligten Gruppen gemeinsam daran arbeiten sollten, eindeutige Standards für die Nutzung der RFID-Technologie sowie den Verbraucher- und Datenschutz zu etablieren.
Als ein führender Anbieter von Lösungen, die RFID-Daten mit Geschäftsanwendungen integrieren, sieht SAP auch die eigene Verantwortung, eine offene Diskussion über Datenschutz, Persönlichkeitsrechte und RFID zu initiieren. Denn nur dann besteht eine Chance für die breite Akzeptanz der Technologie und deren umfassende Weiterentwicklung. Um Führungskräfte unterschiedlicher Branchen und Industrien, gesellschaftspolitische Interessengruppen, IT-Anbieter sowie Datenschutzexperten zusammen zu bringen, plant SAP in den kommenden Monaten weitere RFID-Podiumsdiskussionen – beispielsweise auf der CeBIT 2005 vom 10. bis 16. März 2005 in Hannover sowie auf der National Manufacturing Week vom 7. bis 10. März 2005 in Chicago/USA.
„Die breite Akzeptanz einer neuen Technologie bedingt eine umfassende Information von Wirtschaft und Öffentlichkeit über Vorteile und Auswirkungen“, erklärt Claus Heinrich, Vorstandsmitglied der SAP. „SAP möchte ein Umfeld aus Wissen und Vertrauen schaffen, in dem RFID auf eine verantwortungsvolle Weise genutzt wird. Unser Ziel ist es, eine kontinuierliche öffentliche Diskussion zwischen den beteiligten Gruppen zu fördern, um vorhandenen Vorbehalten durch industrieweite Standards, anerkannte Einsatzrichtlinien und verantwortliches gesellschaftliches Handeln zu begegnen. Im Interesse unserer Kunden arbeiten wir an der kontinuierlichen Weiterentwicklung von RFID-Lösungen. Deshalb werden wir auch künftig die offene Debatte über diese innovative Technologie aktiv unterstützen.“

Der Akzeptanz von RFID den Weg ebnen

Seit 1998 erforscht und entwickelt SAP die RFID-Technologie und wird auch künftig eine führende Rolle bei der Weiterentwicklung dieser Technologie spielen. Mit der RFID-Initiative bekräftigt das Unternehmen erneut sein Engagement, die Umsetzung branchenspezifischer Standards, wie sie von EPCglobal Inc. gefordert werden, zu unterstützen. EPCglobal ist eine Initiative führender Forschungseinrichtungen und globaler Organisationen. SAP ist außerdem Gründungsmitglied der Vorgängerinstitution Auto-ID-Center.
Seit März 2003 arbeitet SAP eng mit seinem RFID Customer Council zusammen, an dem über 60 Firmen aus Luftfahrt und Verteidigung, der Konsumgüterbranche, der pharmazeutischen Industrie und dem Einzelhandel beteiligt sind. Das Unternehmen engagiert sich zudem als Mitglied öffentlicher Sicherheitsorganisationen in Europa und den USA auf Regierungsebene in der Debatte. Ab Oktober plant SAP als Teil der RFID-Initiative ein Internet-Forum in der SAP Community einzurichten, das sich mit dem Thema RFID befasst. Auf dieser offenen Plattform können sich Kunden, Partner, Lieferanten und alle interessierten Gruppen informieren sowie Meinungen und Themen austauschen.

Quelle: SAP AG

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