SAP geht zuversichtlich ins 26. Geschäftsjahr

Pressemitteilung | 25. März 1997 von SAP News 0

WalldorfDie SAP AG geht zuversichtlich in das 26. Geschäftsjahr. Seinen Optimismus begründete Dietmar Hopp, Vorstandsvorsitzender des weltweit größten Herstellers für betriebswirtschaftliche Anwendungssoftware, auf der Bilanzpressekonferenz zum Geschäftsjahr 1996 mit einer nach wie vor starken Nachfrage nach dem System R/3, dem Hauptumsatzträger der SAP. Außerdem verwies Hopp auf weitere Antriebsmomente durch den Jahrtausendwechsel, den Euro und das Internet. “Die `SAP von morgen´ wird sich weiterhin auszeichnen durch Verläßlichkeit und Berechenbarkeit was die weitere Entwicklung der R/3-Software betrifft”, so Hopp.

Eines der Hauptziele für 1997 neben der permanenten Steigerung des Kunden-Nutzens liege in der weiteren Verkürzung der Einführungszeiten für R/3, sagte Hopp. Die Frage nach der Dauer der Einführung sei umso wichtiger, je näher der Jahrtausendwechsel kommt. So werde es 1997 und verstärkt 1998 einen Boom geben, weil kein Unternehmen Anfang 1999 noch mit der zweistelligen Jahresziel operieren könne. Es gebe auch zwischenzeitlich einen breiten Konsens darüber, den Standardumfang des R/3 nicht zu überfrachten. Um dennoch die Anforderungen der Kunden zu erfüllen, werden in Zukunft mehr und mehr auch spezielle Kundenprojekte realisiert. “Der Aufbau entsprechender Kompetenz”, so Hopp, “gehört mithin zu den Unternehmenszielen 1997.”

Systematisch zum global orientierten Unternehmen
Die SAP AG, die am 1. April ihren 25. Geburtstag feiert, hat sich systematisch zu einem global orientierten Unternehmen entwickelt. Mittlerweile ist die SAP in mehr als 40 Ländern vertreten. Von dem Konzernumsatz in Höhe von 3,7 Mrd. DM kamen 75% aus dem internationalen Bereich. Hopp: “Damit haben wir den Weltmarkt erobert.” Diese Entwicklung werde sich aller Voraussicht nach fortsetzen und in wenigen Jahren dürfte die SAP je ein Drittel ihres Umsatzes in Amerika, dem asiatisch-pazifischen Raum und Europa/Afrika erzielen. Der Prozeß der zunehmenden Internationalisierung zeigt sich auch in der Mitarbeiterentwicklung: Von den heute 10.350 SAP-Mitarbeitern überwiegt die Zahl der Auslandsbeschäftigten (5.350) die der im Inland tätigen Mitarbeitern (5.000).

Rund 600 R/3-Installationen problemlos gestartet

Zu den Highlights des angelaufenen und des vergangenen Geschäftsjahres zählt die Betriebsaufnahme zum 1. Januar 1997 mit circa 600 neuen R/3-Installationen. Außerdem ist in 300 bis 400 bestehenden Installationen zu diesem Zeitpunkt der laufende R/3-Betrieb auf zusätzliche Module ausgedehnt worden. “Dabei gab es keine nennenswerten Probleme”, kommentierte Hopp. Auch die zum Teil sehr kurzen Einführungszeiten, die in Wochen meßbar seien, wertete Hopp als “ganz großen Erfolg”. Zu den größeren Installationen, die zum 1. Januar in Betrieb gingen, zählt die der Hoechst Marion Roussel. Der gesamte Pharma-Bereich von Hoechst Deutschland ist in einem sogenannten Big-Bang mit R/3 gestartet. In kurzen Abständen erfolgt nun der Roll-out in alle Welt. Circa 5.000 Benutzer bei HMR werden dann mit R/3 arbeiten. Hervorzuheben ist auch, daß die mittelständische VOD (Vereinigte Offset-Druckereien) in Heidelberg in nur zehn Wochen das Rechnungswesen, die Materialwirtschaft und das Personalsystem eingeführt hat. Auch hier läuft das System seit Anfang Januar problemlos im Echtbetrieb.

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