SAP-GPS: Fakten auf Klick

Feature | 26. August 2009 von Benjamin Blaume 0

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Wie viele global agierende Unternehmen litt auch Cognis unter der fehlenden Transparenz, die durch die zahlreichen Standorte entsteht: „Uns fehlte ein globales System, mit dem wir weltweit unsere Ausgaben überblicken konnten“, sagt Dr. Rolf Kettner, Director Purchasing Technical Materials and Energy bei Cognis. Abgesehen von den Rohstoffkosten, war eine Analyse der Ausgaben europaweit nur manuell und weltweit nur einmal jährlich möglich. Die Datenlage war durch unterschiedliche IT-Systeme zu komplex.

Um für einen größeren Markt gerüstet zu sein und um mehr Transparenz zu schaffen, musste ein globales Einkaufsinformationssystem her, das flexibel und zeitnah Waren- und Lieferantenanalysen ermöglicht. Die Wahl fiel auf die SAP NetWeaver-Komponente Business Warehouse (SAP NetWeaver BW). Mit der Umsetzung betraute Cognis den SAP-Partner ISR Information Products AG.

Nach einer eingehenden Analyse implementierte Cognis die GPS (Global Purchasing System) getaufte ISR-Lösung, die auf SAP NetWeaver BW basiert und führte so eine zentrale Datenbasis ein. Vom GPS profitieren neben den lokalen und globalen Einkaufsabteilungen auch die Mitarbeiter der Abteilung „Purchase to Pay“. Das in drei Bereiche gegliederte Reporting umfasst die Lieferantenanalyse, die Material- und Warengruppenanalyse sowie die Prozessanalyse. Die Auswertungen basieren auf den zentralen Kennzahlen Mengen und Werte, Anzahl von Rechnungen, Bestellungen, Lieferanten und Materialien.

Klassisches Dreischichtmodell

„Wir haben uns für ein klassisches Dreischichtmodell entschieden, um die Originaldaten je nach Anwendung aufzubereiten und so größtmögliche Flexibilität zu gewährleisten“, so Michael Sidon, Senior Consultant der ISR. Durch diese Architektur ist das GPS offen für die Anbindung weiterer ERP-Systeme.

Die Umsetzung des Projekts dauerte rund 200 Tage. Der Return on Investment lag bei drei Monaten. Dank der neuen Transparenz kann Cognis den Bedarf zukünftig gebündelt ausschreiben. Das Einsparpotenzial beziffert Cognis alleine in diesem Bereich mit mehr als eine Million Euro pro Jahr.

In den nächsten Schritten soll ein Nicht SAP ERP-System eingebunden und eine Analyse des Zahlungsverhaltens ermöglicht werden.

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