SAP gründet branchenübergreifendes Forum für Enterprise Services

Feature | 27. September 2005 von admin 0

Mit dem Enterprise Services Community Process richtet SAP das branchenweit erste Forum für die Entwicklung von Enterprise Services ein, das auch Qualitätsstandards für Kundenimplementierungen festlegen wird. Das rapide Wachstum des ESA-Partnernetzwerks hat die Gründung des Forums beschleunigt. Enterprise Services bauen auf standardisierter Web-Services-Technologie auf und bilden eine “universale Wirtschaftssemantik” für Geschäftslösungen. Diese Semantik ermöglicht es unabhängigen Softwareherstellern (ISVs), Systemintegratoren, Partnern, Kunden und SAP selbst, darauf aufbauende innovative Geschäftsprozesse zu entwerfen und dabei die Funktionalität, Stabilität und Performanz des Lösungsumgebung sicher zu stellen.
Der Enterprise Services Community Process wird von George Paolini geleitet, der als Executive Vice President für den Aufbau des Partnernetzwerks rund um die SAP-NetWeaver-Plattform zuständig ist. Vor seinem Wechsel zu SAP gründete George Paolini mit dem Java Community Process ein Entwicklerforum, dem Java maßgeblich seine heutige Stellung als eine der am häufigsten genutzten Technologien verdankt. Technologie-Anbieter und unabhängige Softwarehäuser werden die Möglichkeit erhalten, ihre Produkte als “Enterprise Services-Ready” zertifizieren zu lassen und damit einen optimalen Einsatz der Enterprise Services und deren korrekter Implementierung zu garantieren. Die mit diesem Zertifikat ausgezeichneten Produkte nutzen standardisierte Web Services, um Kunden größere Flexibilität, schnellere Einsatzfähigkeit, geringere Betriebskosten und verminderte Implementierungsrisiken bieten zu können.
Die Definition von Richtlinien und die Etablierung von Expertengruppen dienen auch beim Enterprise Services Community Process dazu, Mehrwert für die beteiligten Unternehmen zu schaffen. Gemeinsam mit den Community-Mitgliedern wird SAP diesen Prozess durch Engagement und Verlässlichkeit fördern. Die Teilnehmer erhalten alle maßgeblichen Informationen und Kenntnisse, um innovative Lösungen entwickeln zu können. Partner wie Adobe, EMC, Intel, Mercury Interactive und Symantec unterstützen SAP dabei, die Konzepte des Forums weiter zu verfeinern.
“Dank der zahlreichen Partner, die im Rahmen des Forums gemeinsam mit uns weitere Enterprise Services entwickeln, werden wir unseren Kunden schon bald Tausende von Services zur Verfügung stellen können”, erklärt Shai Agassi, SAP-Vorstandsmitglied und verantwortlich für Produktentwicklung und Technologie. “Durch die enge Zusammenarbeit unseres Ecosystems können Kunden innovative Technologien zeitnah und ohne Implementierungs- oder Integrationsprobleme erhalten. Die Voraussetzungen dafür liegen in einer Service-orientierten Softwarearchitektur. SAP ist derzeit der einzige Anbieter, der mit ESA ein unternehmensweites, serviceorientiertes Architekturkonzept, mit SAP NetWeaver über die erforderliche Technologieplattform und mit einem Repository von über 500 Enterprise Services über das nötige Fundament einsetzbarer Anwendungskomponenten verfügt. Mit dem Enterprise Services Community Process kommt jetzt noch eine offene Entwicklergemeinschaft hinzu.”

“Enterprise Services-Ready”-Zertifizierung wird Standard

Knapp vier Monate nach der Ankündigung verschiedener führender Technologieunternehmen, Produkte für ESA lizenzieren zu wollen, erklärten weitere Branchenführer wie Avaya, Dell, HP, Network Appliance, Novell, Research In Motion und RSA Security, “Enterprise Services-Ready”-Lösungen zu planen. Sie ergänzen damit die Liste führender Hersteller aus den Lösungsbereichen Hardware, Netzwerke, Datenspeicherung und Datenmanagement, Sicherheit, Desktop-Produktivität und Nutzer-Interaktion, Formulare und intelligente Dokumente sowie Test-Tools und Systemmanagement, die erst kürzlich bekannt gaben, ESA-zertifizierte Produkte verfügbar zu machen.
Die ESA-Lizenznehmer erhalten bevorzugten Zugang zu technischen Dokumentationen der Enterprise Services und weiteren Informationen, die für die Automatisierung von Geschäftsprozessen auf der Basis dieser Services notwendig sind. Dazu zählen beispielsweise Datenformate, Schnittstellen, Anwendungsmodelle und Sicherheitsfunktionen. Zusätzlich erhalten die Partner des ESA-Ecosystems komplette Entwicklungs- und Test-Tools, um “Enterprise Services-Ready”-Lösungen entwickeln, prüfen und zertifizieren zu können.
Die teilnehmenden Unternehmen betrachten Enterprise Services als den gemeinsamen Standard, um die Entwicklung und das Zusammenspiel von Technologien innerhalb einer IT-Infrastruktur zu unterstützen sowie Implementierungsrisiken und Kosten für den Kunden zu senken. Durch die enge Verknüpfung der Anwendungsfunktionen mit der IT-Infrastruktur wird eine stärkere Ausrichtung auf Geschäftsprozesse erreicht. SAP stellte die Enterprise Services Architecture erstmals im Januar 2003 vor. Seither haben über 1.500 Referenzkunden damit begonnen, ihre Geschäftsprozesse durch die Einführung von SAP NetWeaver unternehmensweit auf Web Services umzustellen. SAP NetWeaver ist die erste IT-Plattform, die Anwendungen und Infrastruktur erfolgreich zusammenführt.

Quelle: SAP AG

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