Neue Funktionen und Werkzeuge

Feature | 4. Oktober 2007 von admin 0

Zahlreiche neue Funktionen und Werkzeuge verbessern die Bedienerführung sowie die Produktivität der Anwender, beschleunigen die Anwendungsintegration und die Zusammenstellung von Geschäftsprozessen, vereinfachen den Zugang zu wichtigen Informationen aus dem gesamten Unternehmen und automatisieren die Steuerung serviceorientierter Architekturen für Geschäftsanwendungen (Enterprise SOA). In diesem Zusammenhang kündigt SAP die weltweite Verfügbarkeit des SAP NetWeaver Composition Environment sowie des Enterprise Services Repository an und plant für Jahresende die nächste Version von SAP NetWeaver Process Integration.

Mit SAP NetWeaver erhalten Kunden und Partner ein stabiles Fundament für Geschäftsanwendungen und können die Neuerungen der Technologieplattform individuell für ihr Wachstum nutzen. Anwender der SAP Business Suite sind so in der Lage, ihre bestehenden SAP-NetWeaver- und SAP-ERP-Umgebungen ihrem konkreten Bedarf entsprechend selektiv um neue Funktionen zu ergänzen, um damit Veränderungen und Neuerungen bei Geschäftsprozessen zu beschleunigen.

Prozess-Innovation in heterogenen IT-Landschaften

Die Entwicklungsumgebung SAP NetWeaver Composition Environment (SAP NetWeaver CE) bietet neue, integrierte Werkzeuge, mit denen Kunden, Partner und SAP-Experten standardbasierte zusammengesetzte Anwendungen (Composite Applications) entwerfen und einsetzen können. Mit der Unterstützung von Java Enterprise Edition 5 und einer integrierten Eclipse-basierten Umgebung können Services von SAP, Kunden, Partnern oder aus dem Internet zu Geschäftsprozessen zusammengesetzt und in einer heterogenen IT-Infrastruktur genutzt werden. SAP NetWeaver CE bietet Kunden eine komplette Umgebung für die Zusammenstellung von Enterprise Services, die von der SAP Business Suite bereit gestellt werden und ist darüber hinaus auch auf heterogene IT-Infrastrukturen ausgelegt.

Eine neue Version des Enterprise Services Repository unterstützt Firmen bei der Projektsteuerung und Umsetzung von serviceorientierten Architekturen für Geschäftsanwendungen. Während andere SOA-Managementtools primär auf die Verwaltung von Web-Services ausgerichtet sind, liefert SAP mit dem Enterprise Services Repository zusätzlich Geschäftsprozess- und Geschäftsobjektmodelle. Des Weiteren erhalten Kunden und Partner eine einheitliche Geschäftssemantik, die sowohl die Zusammensetzung als auch Wiederverwendung von Services vereinfacht. Zur Entwicklung, Verwaltung und Steuerung von Services können sie außerdem auf die von SAP selbst verwendeten Best Practices und Prozesse zurückgreifen. Das Enterprise Services Repository bietet ein UDDI 3.0-Register mit Definitionen für mehrere tausend vorgefertigte Enterprise Services. Diese Services sind in der SAP Business Suite enthalten und von SAP gemeinsam mit Partnern und Kunden definiert worden.

SAP NetWeaver Process Integration (SAP NetWeaver PI), die Weiterentwicklung der SAP NetWeaver Exchange Infrastructure, unterstützt Industriestandards wie zum Beispiel Web Services Reliable Messaging (WSRM). Die Systemleistung von SAP NetWeaver PI wurde wesentlich verbessert und eine neue Event-Infrastruktur erlaubt es Unternehmen, Geschäftsvorfälle aktiv zu überwachen und Störungen umgehend zu beheben. SAP NetWeaver PI wird für erste Kunden im Dezember 2007 verfügbar sein.

Roadmap geplanter Innovationen

Während der SAP TechEd ’07 zeigt SAP zudem weitere Neuerungen, deren Verfügbarkeit für das Jahr 2008 geplant ist. Dazu gehören Partnerprodukte sowie von SAP empfohlene, ergänzende Partnerlösungen, so genannte SAP-Endorsed Business Solutions. Geplant sind

  • Erweiterungspakete mit neuen Funktionen und Enterprise Services; über das SAP-Steuerungswerkzeug ‘Switch Framework’ können industriespezifische Erweiterungen selektiv aktiviert werden.
  • Web-2.0-Fähigkeiten, die voraussichtlich noch Ende des Jahres 2007 ausgeliefert werden sowie
  • branchenspezifische Enterprise Services.

Darüber hinaus gewährt SAP Einblick in ihre Entwicklungsplanung für das Geschäftsprozessmanagement (Business Process Management, BPM), das die Steuerung zusammengesetzter Geschäftsprozesse über SAP- und Fremdanwendungen hinweg ermöglicht. Bei BPM zeichnen sich aus Sicht von SAP folgende Entwicklungstrends ab:

  • Die individuelle Gestaltung von Geschäftsprozessen, sodass am Prozess beteiligte Anwender möglichst effizient arbeiten können;
  • einzelne Prozesselemente wie Geschäftsvorfälle, Regeln und Abläufe sowie die Rollen und Aufgaben von Personen werden zu einem durchgängigen Prozess kombiniert;
  • die zunehmende Akzeptanz aufkommender Standards wie etwa die Business Process Modeling Notation (BPMN) bei Betriebsberatern und Prozessentwicklern.

Durch die Einbindung von Integrations-, Services- und Anwendungskomponenten sowie Funktionen für deren Zusammensetzung in SAP NetWeaver erhalten Kunden eine hochleistungsfähige Infrastruktur für das Management und die Anpassung von Geschäftsprozessen, die als Best-Practice-Prozesse in der SAP Business Suite verfügbar sind. Darüber hinaus wird die Grundlage für Geschäftsprozessmanagement in einer serviceorientierten Architektur geschaffen.

„Businessnetzwerke sind heute hoch dynamisch. Business Process Management hilft Unternehmen, die Transparenz, Effizienz und Flexibilität ihrer Geschäftsprozesse zu erhöhen”, bestätigt Janelle Hill, Vice President Research, Business Process Improvement bei Gartner. „Kernaufgabe ist dabei die Ausformulierung von Geschäftsprozessen, die auf dem Know-how der beteiligten Personen basieren und bislang nur teilweise in Geschäftssoftware enthalten sind. Heute ermöglichen integrierte Werkzeuge und vorgefertigte Geschäftsprozessinhalte die Abbildung unterschiedlicher Rollen in einem einheitlichen Prozessmodell.”

Verbreitung von SAP NetWeaver steigt

Seit SAP im April ihre diesjährige Roadmap für SAP NetWeaver präsentierte, ist die Akzeptanz der Technologieplattform kontinuierlich gestiegen: Wie im Juli bei Bekanntgabe der Halbjahresergebnisse berichtet, stieg der Umsatz mit SAP NetWeaver im ersten Halbjahr um 50 Prozent. Mehr als 13.000 Kunden nutzen die Technologieplattform in über 18.000 produktiven Systemen. Die Zahl der Mitglieder im SAP Developer Network stieg in einem Jahr um 30 Prozent auf derzeit über 900.000 aus rund 120 Ländern. Das Forum für Geschäftsprozess-Experten (Business Process Expert Community), das erst seit zwölf Monaten besteht, hat bereits 200.000 Mitglieder. Auch die Industry Value Networks wachsen kontinuierlich und unterstützen mittlerweile dreizehn Industrien, darunter Aerospace & Defense, die Automobilindustrie, Banken, Chemie, Konsumgüter, Papier- und Forstwesen, High-Tech, Bergbau, Öl und Gas, den öffentlichen Sektor, den Handel, Dienstleistungen im Reise- und Transportwesen sowie die Versorgungsindustrie. Die Fachgruppe für Enterprise Services hat bereits über 200 Mitglieder sowie zwanzig aktive Interessengruppen, die an der Definition von Webservices arbeiten.

„Informationstechnologie spielt eine zunehmend strategische Rolle. Dies erfordert eine Geschäftsprozessplattform, die sowohl bestehende als auch zukünftige IT-Investitionen unterstützt”, erklärt Klaus Kreplin, Corporate Officer und Mitglied des Executive Council von SAP sowie Leiter des Bereiches SAP NetWeaver Technology. „Nur so können Unternehmen Innovationen ohne Unterbrechung ihrer Kernprozesse umsetzen und gleichzeitig alle Komponenten einer serviceorientierten Umgebung steuern. Die steigende Verbreitung von SAP NetWeaver und SAP ERP bei unseren Kunden zeigt, dass SAP die richtige Kombination aus offenen Technologien und servicebasierten Anwendungen bietet.”

SAP TechEd ’07

Die SAP TechEd ’07-Konferenzen dienen Kunden, Partnern, Entwicklern und Beratern als Forum, um sich darüber auszutauschen, wie vorhandene Geschäftsprozesse und IT-Landschaften durch Einsatz von Enterprise Service-oriented Architectures (Enterprise SOA) zukunftsfähig werden. In ihrem elften Jahr bietet diese wichtigste Veranstaltungsreihe für die Entwickler-Community wieder über 1.000 Stunden an Präsentationen und Workshops. Die SAP TechEd ’07-Konferenzen finden statt in Las Vegas vom 1.-5.Oktober, in München vom 17.-19.Oktober, in Shanghai am 6. und 7.November sowie in Bangalore vom 28.-30.November 2007. Es werden insgesamt rund 15.000 Besucher erwartet. Weitere Informationen unter: www.sapteched.com.

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