SAP NetWeaver als Fahrplan zum Erfolg

Feature | 19. Oktober 2004 von admin 0

Viele Organisationen – Unternehmen, aber auch Regierungsbehörden und gemeinnützige Organisationen – haben über Jahre hinweg ein Arsenal von Softwarelösungen angesammelt, um ihren Anwendern die benötigten Informationen und Services zur Verfügung zu stellen. Leider wurde dabei aus Zeitmangel oft die Überlegung, wie die Systeme später zusammenarbeiten sollten, vernachlässigt. Probleme gab es insbesondere dann, wenn diese Tools von unterschiedlichen Anbietern installiert wurden, denn solches “Stückwerk” führt häufig dazu, dass Informationen inkonsistent, ungenau oder schlicht veraltet sind.

Lösungen sollten umfassend und integriert sein

Geschäftliche Erkenntnisse und Business Intelligence müssen in sinnvolle Aktionen umgesetzt werden können. Dazu müssen Unternehmen neue Konzepte für umfassende und integrierte Tools und Lösungen entwickeln:

  • Strategisch und taktisch ausgerichtete Anwendungen zum Performance Management im Rahmen von Business Intelligence integrieren nicht nur heterogene Daten, sie gleichen auch Ergebnisse mit Geschäftszielen ab und informieren die Anwender bei gravierenden Abweichungen.
  • Portale für Business-User bieten eine sichere und integrierte Umgebung für sämtliche Unternehmensdaten. Diese Desktops sind speziell auf die Bedürfnisse und Fähigkeiten des einzelnen Anwenders abgestimmt und umfassen neben Dashboards auch detaillierte, automatisch übermittelte Reports und Alerts für den Fall, dass sich die Geschäftsbedingungen ändern. Diese Umgebung erleichtert sowohl die Kooperation zwischen Unternehmen als auch das Wissensmanagement, indem sie Key Performance Indicators (KPIs), Unternehmensmetrik und Business-Intelligence-Reports im jeweiligen Kontext anzeigt und die erforderlichen Tools für eine Online-Zusammenarbeit mitliefert.
  • “Right-time”-Transaktionsdaten, also Informationen, die Prozessänderungen genau zum richtigen Zeitpunkt einleiten können, versetzen auch Anwendungen für das Performance Management oder das Reporting in die Lage, rechtzeitig operative Entscheidungen zu unterstützen. Eine regelbasierte Entscheidungsfindung automatisiert viele Prozesse mit Hilfe von intelligenten Alerts und Simulationsfunktionen. So können Anwender auf neue Geschäftsentwicklungen nahezu in Echtzeit reagieren.

SAP NetWeaver macht Unternehmen intelligenter

Intelligente Analyse- und Reporterstellung

Intelligente Analyse- und Reporterstellung

Um wahrhaft intelligent zu handeln, müssen Unternehmen Informationen schneller aufbereiten, besser kooperieren und ihren Mitarbeitern einen Datenzugriff in Echtzeit ermöglichen. SAP NetWeaver erfüllt diese Anforderungen in Form einer einzigen Integrations- und Anwendungsplattform, auf der alle Analyse- und Reportingprozesse eines Unternehmens klar und übersichtlich ablaufen. Damit können Organisationen ihre gewünschte Analyse- und Reportinginfrastruktur Schritt für Schritt – etwa in Form eines Vier-Stufen-Plans – bedarfsgerecht ausbauen: vom Data Warehouse und den Analysetools von SAP Business Intelligence (SAP BI) bis zu erweiterten Funktionen von SAP NetWeaver, die sich später hinzufügen lassen.

Schritt 1: Erkenntnisse sammeln mit SAP BI

SAP BI macht den Unterschied

SAP BI macht den Unterschied

Im Zentrum einer jeden Analyse- und Reportinginfrastruktur steht der Prozess, in dessen Rahmen Daten aus den unterschiedlichen operativen Quellen extrahiert, konvertiert und in ein gemeinsames Data Warehouse geladen und integriert werden. Im ersten Schritt entwickelt das IT-Team also eine übergreifende BI-Strategie, installiert das Data Warehouse, erstellt Datenmodelle und integriert die heterogenen geschäftsrelevanten Daten. Nach der Gültigkeitsprüfung seitens der Business-User stellt die IT die Analysetools und -modelle bereit. Sie basieren auf dem Data Warehouse des Unternehmens und dienen dazu, Daten aus Unternehmensanwendungen ebenso wie aus den Datenquellen Dritter zu extrahieren, zu bereinigen, zu konvertieren und zu integrieren.
SAP BI arbeitet mit der Technologie von SAP Business Information Warehouse (SAP BW) und besitzt zudem eine umfangreiche Sammlung von Autoren-, Reporting- und Analysetools, die unter dem Namen Business Explorer (BEx) zusammengefasst sind. Diese Tools erlauben den Anwendern, Abfragen zu erstellen, Dashboards und internetgestützte Reportinganwendungen zu erzeugen sowie komplexe OLAP-Analysen und detailliertes Data Mining durchzuführen.
SAP NetWeaver umfasst den SAP Web Application Server (SAP Web AS), der Unternehmen eine effiziente Nutzung ihrer IT-Plattformen ermöglicht. Das IT-Team muss sich nicht mehr mit unterschiedlichen Datenbanken oder anderen technischen Grundlagen befassen, sondern kann die verschiedenen Data-Warehouse-Komponenten – PSAs, ODSs, InfoCubes, MultiProviders und natürlich das Data Warehouse selbst – nach Belieben auf die vorhandenen IT-Plattformen verteilen.

Schritt 2: Informationen besser aufbereiten mit SAP BEx Broadcaster

Wenn die Informationen aus Data Warehouse und Business Intelligence im Unternehmen allmählich intensiver genutzt werden, kann das IT-Team die Funktionen erweitern und ein Portal entwickeln, das Informationen einfacher über das Intranet verteilt. Ein Extranet-Portal ist dazu geeignet, Daten auch an Lieferanten und andere Partner zu senden.
Die neue Funktion BEx Broadcaster innerhalb des Business Explorers wertet Reporting-Informationen mit Hilfe von Web-Templates, Abfragen und Arbeitsmappen vorläufig aus und verteilt sie. IT-Team und Anwender sind in der Lage, die von SAP BI erzeugten Analysen und Reports gleichzeitig an Hunderte oder gar Tausende von Adressaten zu übermitteln – nach festzulegenden Regeln, Zeitplänen oder individuellen Anforderungen. SAP Enterprise Portal führt die heterogenen Daten, Anwendungen und Services der verschiedenen Systeme zu einer einzigen, personalisierten, internetbasierten Oberfläche zusammen, in die sich auch individuell zugeschnittene Analyse- und Reportingfunktionen integrieren lassen. Auf diese Weise erhalten Anwender über eine vertraute Oberfläche Einblick in Business Intelligence; zusätzliche Schulungen sind kaum notwendig.

Schritt 3: Erweiterte Kooperation mit SAP EP und SAP Web AS

Sobald die Anwender selbstverständlich mit Analyseanwendungen und Reports umgehen, bietet sich als nächster Schritt an, die interne und externe Online-Zusammenarbeit über eine sichere, fachgerechte Umgebung auszubauen. Das impliziert auch die Anschaffung von leistungsfähigeren Tools für die Einbindung von Kontextinformationen. SAP EP und SAP Web AS verfügen über integrierte Werkzeuge für Instant Messaging und die Einrichtung virtueller Kooperationsräume, in denen sich KPIs und andere Unternehmenskennzahlen einsehen lassen. Beide Lösungen versetzen Anwender in die Lage, Erkenntnisse aus dem BI und eigene Gedanken einfach und sicher für alle zugänglich zu machen. Über seine Knowledge-Management-Funktionen greift SAP NetWeaver auch auf nicht strukturierte Daten wie E-Mails oder Dokumente zu, die zuvor bereits indiziert, verknüpft und recherchierbar gemacht wurden. Anwender können also auch solche Objekte nutzen, um daraus kontextrelevante Information für Reports und Analysen zu ziehen.

Schritt 4: Zugriff auf “Right-Time”-Daten mit SAP XI und SAP MDM

Die ständig wachsende Menge an Echtzeitnachrichten und Verbindungen lässt sich nun in einem letzten Schritt in die herkömmlichen operativen Datenquellen einbinden. Analyse- und Reportingfunktionen können so erweitert werden, dass sie auch Daten aus Echtzeitanwendungen oder der Messaging-Middleware einbeziehen. So ist sichergestellt, dass Geschäftsentscheidungen immer auf den neuesten, akkuraten Informationen beruhen. SAP Exchange Infrastructure (SAP XI) bietet leistungsfähige Technologien und Services, um Drittanwendungen, Meldungen in XML oder HTTP für die Verwendung in Analysen und Reports aufzubereiten. Beispielsweise verbinden die bei SAP XI mitgelieferten Web-Services und Adapter die Analyse- und Reportinginfrastruktur eines Unternehmens mit den Echtzeitanwendungen im Fertigungssystem eines strategischen Partners. Mit Hilfe von SAP XI erzeugt SAP BI also Analysemodelle und Reports mit Echtzeitdaten; Anwender lokalisieren Probleme schon im Moment ihres Auftretens.
Gleichzeitig sorgt eine weitere SAP-NetWeaver-Komponente, SAP Master Data Management (SAP MDM), dafür, dass die Daten über alle Anwendungen hinweg zuverlässig bleiben. Dazu unterhält SAP MDM ein zentrales Repository zur Synchronisierung replizierter Daten – ein unabdingbarer Schritt zur Automatisierung von Prozessen, die kontinuierlich Daten aus Bewegungsdatenanwendungen abrufen.
Eine methodische, ganzheitliche und schrittweise Vorgehensweise bei diesen Veränderungen bringt die Verbesserungen für die Arbeit des IT-Teams – und, fast noch wichtiger, für die der Business-User voll zum Tragen. Die Anwender akzeptieren die Änderungen daher eher. Und da sich die Infrastruktur von SAP NetWeaver nahtlos in vorhandene IT-Architekturen einpassen lässt, nutzt das Unternehmen seine IT-Ressourcen optimal. Damit handelt es im Rahmen seiner IT-Infrastruktur und seiner Geschäftsprozesse im wahrsten Sinne intelligent.

Quelle: SAP Insider

Roman Bukary

Roman Bukary

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